Abo
  • IT-Karriere:

Brainflight: Flug durchs Mäusegehirn

Es wird ein Actionspiel, aber es ist auch Unterstützung für Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie: Noch vor Ende 2013 sollen Spieler in Brainflight durch die 3D-Labyrinthe eines Mäusegehirns sausen und so helfen, den Denkapparat zu kartieren.

Artikel veröffentlicht am ,
3D-Darstellung aus einem Mäusegehirn
3D-Darstellung aus einem Mäusegehirn (Bild: Max-Planck-Institut für Neurobiologie in München)

Ein Computer ist sehr gut darin, den Weg über die Autobahn von München nach Berlin zu finden. Bei einer anderen kartographischen Herausforderung versagen aber selbst Hochleistungsrechner: der Verfolgung von Verästelungen des Gehirns. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in München wollen daher noch vor Ende 2013 ein Onlinespiel namens Brainflight veröffentlichen, "in dem Internetnutzer auf der ganzen Welt Nervenbahnen nachfliegen und Punkte sammeln können", so Moritz Helmstaedter, der das Projekt leitet.

Stellenmarkt
  1. OEDIV KG, Bielefeld
  2. Stromnetz Hamburg GmbH, Hamburg

Er und sein Team haben kürzlich nach vier Jahren Datenanalyse und mit Hilfe von rund 200 Studenten ein Diagramm erstellt, das alle Nervenzellen und ihre Verbindungen in einem Stück der Netzhaut einer Maus zeigt. Bereits dieser vergleichsweise kleine Einblick ins Gehirn brachte sowohl einen neuen Zelltyp ans Licht als auch Verschaltungen, die bestimmte Reaktionen einzelner Netzhautzellen erklären könnten. Nun wollen die Wissenschaftler ein ganzes Mäusegehirn analysieren, das rund 200.000-mal größer als das Stück Netzhaut ist.

Das Mäusegehirn soll zuerst in einem automatisierten Prozess durch ein Elektronenmikroskop dreidimensional erfasst werden - was mindestens ein oder zwei Jahre dauert. Das eigentliche Problem ist dann aber die Analyse dieser Daten. An diesem Punkt kommt Brainflight ins Spiel: Die hauchdünnen Fortsätze der Nervenzellen müssen über lange Strecken verfolgt und Verbindungen zwischen ihnen erkannt werden.

Die Entscheidungen über reale und falsche Abzweigungen in den neuronalen "Drähten" können Menschen immer noch deutlich besser fällen als Computeralgorithmen. "Gleichzeitig sagen uns ihre Entscheidungen etwas über die realen Verbindungen zwischen Nervenzellen", so Helmstaedter. Die Daten der Gamer sollen somit auch bei der Entwicklung besserer Algorithmen für die computergestützte Datenanalyse helfen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Ghost Recon Wildlands Ultimate Edition für 35,99€, The Banner Saga 3 für 9,99€, Mega...
  2. (u. a. Predator - Upgrade, Red Sparrow, Specttre, White Collar - komplette Serie)
  3. (Samsung 970 EVO PLus 1 TB für 204,90€ oder Samsung 860 EVO 1 TB für 135,90€)
  4. 99,90€ (Bestpreis!)

bbu 03. Sep 2013

EyeWire arbeitet mit den Daten vom Max-Planck-Institut aus dem Netzhaut-Experiment...


Folgen Sie uns
       


Samsungs 49-Zoll-QLED-Gaming-Monitor - Test

Der Samsung CRG9 ist nicht nur durch sein 32:9-Format beeindruckend. Auch die hohe Bildfrequenz und sehr gute Helligkeit ermöglichen ein sehr immersives Gaming und viel Platz für Multitasking.

Samsungs 49-Zoll-QLED-Gaming-Monitor - Test Video aufrufen
Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

Telekom Smart Speaker im Test: Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht
Telekom Smart Speaker im Test
Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den einzigen smarten Lautsprecher an, mit dem sich parallel zwei digitale Assistenten nutzen lassen. Der Magenta-Assistent lässt einiges zu wünschen übrig, aber die Parallelnutzung von Alexa funktioniert schon fast zu gut.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Smarte Lautsprecher Amazon liegt nicht nur in Deutschland vor Google
  2. Pure Discovr Schrumpfender Alexa-Lautsprecher mit Akku wird teurer
  3. Bose Portable Home Speaker Lautsprecher mit Akku, Airplay 2, Alexa und Google Assistant

    •  /