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Bradley Manning ist schuldig in 20 von 22 Anklagepunkten.
Bradley Manning ist schuldig in 20 von 22 Anklagepunkten. (Bild: Mark Wilson/Getty Images)

Vaterlandsverräter

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Ashden bezeichnete Manning während des Prozesses und in seinem Schlussplädoyer als Vaterlandsverräter, der sein Land missachtet. Er habe selbstsüchtig gehandelt und Julian Assange und Wikileaks gefallen wollen. Mit den Veröffentlichungen habe er die nationale Sicherheit bedroht und US-Bürger in Gefahr gebracht. Manning sei kein Humanist, er sei ein Hacker, er sei kein Whistleblower, sondern ein Verräter.

Sein ziviler Verteidiger David Coombs stellte seinen Mandanten als gutmeinenden jungen Mann dar, der aus tiefer humanistischer Überzeugung handelte und mit den Veröffentlichungen eine breite Diskussion über den Sinn und die Auswirkungen eines Krieges anstoßen wollte.

Mannings Ansicht nach sollten diese Dokumente der Öffentlichkeit, vor allem in den USA, zugänglich sein. Sein Ziel sei gewesen, über das Geschehen im Irak und in Afghanistan aufzuklären, sagt Manning. Damit habe er eine Debatte über die Rolle des Militärs und die US-Außenpolitik im Allgemeinen entfachen wollen. Er habe aber dabei darauf geachtet, dass niemand gefährdet werde.

Verhandlung über das Strafmaß

Nach dem heutigen Urteil wird ab morgen über das Strafmaß verhandelt. Da für viele Anklagepunkte ein variables Strafmaß gilt, muss Richterin Lind gesondert darüber entscheiden. Dazu will Coombs noch voraussichtlich 24 Zeugen aussagen lassen, die Anklage 21 Zeugen. Die Verhandlung wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern.

Dabei werden auch erstmals Beweise für die Motive Mannings und die Auswirkungen vorgelegt werden müssen, die im Prozess wegen Irrelevanz von Richterin Lind ausgeschlossen wurden. Allerdings können diese Beweise unter Umständen in nichtöffentlichen Sitzungen verhandelt werden, wenn sie als geheim eingestuft sind.

Drei Jahre Untersuchungshaft

Manning sitzt seit seiner Verhaftung im Irak 2010 in Untersuchungshaft, nachdem er sich im Chat dem Hacker Adrian Lamo anvertraut hatte. Lamo verständigte daraufhin die US-Behörden. Insgesamt verbrachte er fast 1.100 Tage im US-Militärgefängnis von Quantico in Untersuchungshaft, wobei die Bedingungen, denen er ausgesetzt war, internationale Proteste auslösten. Manning wurde 2012 von einem Militärgericht angeklagt. Seine bisherige Untersuchungshaft wird auf die gesamte Haftzeit angerechnet. Manning kann nach dem Urteil in Revision gehen.

 Bradley Manning: Nicht der Feindbegünstigung, aber der Spionage schuldig

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Schnarchnase 31. Jul 2013

Es geht darum, dass er ihn - wenn ich das richtig verstanden habe - VOR der Verurteilung...

theWhip 31. Jul 2013

Was man ihm höchstens vorwerfen kann ist die illagale Weitergbe von geheim Dokumenten...

twil 31. Jul 2013

Podcast; Verstehen in welchem "Staat" wir leben http://gffstream-2.vo.llnwd.net/c1/m...

Turd 31. Jul 2013

So ist es. Da kannst du mal sehen was für Psychopathen sich in Zirkeln der Macht tummeln.

Schnarchnase 31. Jul 2013

Oder sie einfach missachten. Ich halte es für absolut legitim Gesetze zu missachten die...



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