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Boykottaufrufe: Firmenchef sieht Zukunft von Mozilla gefährdet

Die Boykottaufrufe gegen Firefox gefährden laut Mozilla-Chef Brendan Eich die Zukunft von Firefox. Er steht unter wachsendem Druck, weil er gegen die Gleichberechtigung homosexueller Paare eintritt.

Artikel veröffentlicht am ,
Mozillas neuer Chef Brendan Eich
Mozillas neuer Chef Brendan Eich (Bild: Jonas Strandell/2.0 Generic/CC BY 2.0)

Der wegen seiner Position zur Homoehe umstrittene Mozilla-Chef sieht durch Boykottaufrufe die Zukunft des Unternehmens gefährdet, will aber nicht zurücktreten. Das sagte Brendan Eich im Interview mit dem US-Branchendienst Cnet. "Stellen Sie sich eine Welt ohne Firefox vor. Mozilla ist bedroht. Wir wissen nicht, wie groß die Bedrohung ist." Er leiste als CEO der Mozilla Corporation jedoch gute Arbeit und werde auf dem Posten bleiben.

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Eich hatte 2008 den Gesetzentwurf Proposition 8 gegen gleichgeschlechtliche Ehen in Kalifornien mit einer Spende von 1.000 US-Dollar unterstützt. Das wurde 2012 öffentlich bekannt.

Fast 72.000 Unterstützter hat eine Petition bei Credo, die fordert, dass Eich zurücktritt oder seine Position gegen homosexuelle Eheschließung öffentlich zurücknimmt. Mehrere Mozilla-Mitarbeiter riefen ihren Chef öffentlich zum Rücktritt auf. Der Chef des App-Entwicklers Rarebit Hampton Catlin und sein Ehemann Michael Lintorn fordern, Mozilla-Produkte zu boykottieren. Die Dating-Website OKCupid gab einen Hinweis an ihre Nutzer, den Browser Firefox nicht mehr zu nutzen, weil Eich ein "Gegner der Gleichberechtigung für homosexuelle Paare" ist.

Eich hatte sich zur Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen bei Mozilla bekannt. Bei Cnet sagte er, dass jeder seine persönliche Meinung zu dieser Frage haben könne, dies hätte jedoch im Unternehmen keinen Platz.

Drei Mitglieder des Verwaltungsrates der Mozilla Corporation waren laut Wall Street Journal kurz vor der Ernennung von Eich abgetreten. Die beiden früheren Mozilla-Chefs John Lilly und Gary Kovacs hätten einen externen Manager aus der Mobilfunkbranche gefordert.



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