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Boxroom: Wird so aus der Steam-Bibliothek wieder eine Sammlung?

Ein ungewöhnliches Projekt verwandelt digitale Games in virtuelle Spieleverpackungen und könnte damit einen Nerv vieler PC-Veteranen treffen.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Boxroom (Bild: Nested Loop Studios)
Artwork von Boxroom Bild: Nested Loop Studios

Mit Boxroom ist ein ungewöhnliches PC-Projekt angekündigt worden, das ein fast vergessenes Gefühl zurückbringen soll: die eigene Spielesammlung im Regal. Hinter dem Titel von Nested Loop Studios steckt eine Einrichtungs- und Sammelsimulation, die die persönliche Steam-Bibliothek in physische Boxen übersetzt, allerdings ausschließlich virtuell.

Im Kern funktioniert Boxroom wie eine Mischung aus Zimmergestaltung und Sammlungsspiel. Die Spieler richten ihren eigenen Raum ein, wählen Möbel, Regale und Dekorationen und füllen diese anschließend nicht mit fiktiven Objekten, sondern mit ihren echten Spielen.

Die Titel werden aus der Steam-Bibliothek übernommen und als Boxen dargestellt, inklusive Cover und Zusatzinhalten wie Screenshots. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um originale Verpackungen, sondern um stilisierte Nachbildungen, die das klassische PC-Spielgefühl imitieren.

Der Reiz liegt im nostalgischen Ansatz. Statt endloser Listen und Filter im Launcher geht es darum, durch virtuelle Regale zu stöbern, Boxen anzusehen und die eigene Sammlung bewusst zu ordnen. Auch das direkte Starten der Spiele aus dieser Umgebung heraus ist vorgesehen.

Die Entwickler sprechen von einer Rückkehr zu den Schlafzimmern und Spielecken vergangener Zeiten – also jener Phase, in der PC-Spiele noch als große Kartons im Regal standen, oft mit Handbüchern, CDs oder Extras. Dieses Gefühl soll Boxroom in die Gegenwart übertragen, ohne den Komfort digitaler Bibliotheken aufzugeben.

Technisch bleibt das Projekt bewusst unspektakulär, aufwendige Effekte sind nicht vorgesehen. Eine Demo ist verfügbar, der Early-Access-Start ist für das zweite Quartal 2026 geplant – natürlich über Steam(öffnet im neuen Fenster) . Informationen zum Preis oder Geschäftsmodell liegen noch nicht vor.

Gerade für ältere PC-Spieler könnte die Idee hinter Boxroom reizvoll sein. Denn während digitale Stores den Zugriff auf Spiele erleichtert haben, ist ein Teil der Haptik verloren gegangen: das Sortieren, Sammeln und gelegentliche Wiederentdecken alter Titel im Regal. Boxroom versteht sich als Versuch, genau dieses Gefühl zurückzuholen.


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