Beim Klang und der ANC-Leistung sind die PI7 zu schwach

Die PI7 besitzen Active Noise Cancellation (ANC). Dabei wird ein Gegenschall ausgespielt, um lästige Störgeräusche zu minimieren. Beim Testen der Leistungsfähigkeit der ANC-Funktion hören wir uns die aktive Geräuschunterdrückung an, ohne dass dabei Musik im Stöpsel läuft. Dadurch können wir ermitteln, wie viel maximale Stille in verschiedenen Geräuschkulissen erzeugt werden kann.

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Eine Dunstabzugshaube auf maximaler Stufe wird mit den Stöpseln im Ohr kaum leiser, auch Flugzeuggeräusche oder Fahrgeräusche in der S-Bahn sind bei aktiviertem ANC weiterhin laut hörbar. Die ANC-Leistung ist damit deutlich schwächer als bei den Airpods Pro, die schon nicht zu den Besten zählen. Die Apple-Stöpsel schaffen es aber, bei Musikzuspielung Außengeräusche stark genug abzuhalten, so dass der ANC-Effekt deutlich zu merken ist.

Das fehlt bei den PI7: Wenn wir damit Musik hören und ANC dazuschalten, werden Außengeräusche faktisch nicht verringert und wir müssen zum Übertönen bei Bedarf die Musik lauter drehen. Eigentlich soll genau das mit ANC-Technik verhindert werden, das schaffen die PI7 aber nicht.

PI7 haben keine Probleme mit Wind

Ein Pluspunkt der PI7 ist die geringe Windempfindlichkeit. Vor allem bei ANC-Hörstöpseln gibt es oft das Problem, dass sie draußen im Grunde nicht nutzbar sind, weil schon leichter Wind zu starken Pfeifgeräuschen führt, die den Musikgenuss entsprechend trüben. Damit haben die PI7 keine Probleme, es gibt draußen keine störenden Geräusche. Sie verhalten sich in diesem Punkt ähnlich gut wie die Airpods Pro.

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Wie viele andere ANC-Produkte haben auch die PI7 einen Transparenzmodus, der mittlerweile angenehm natürlich klingt. Da wir den Modus direkt an den PI7 aber weder aktivieren noch abschalten können, ist er für uns im Alltag nutzlos. Wir müssten dafür immer erst mühsam das Smartphone in die Hand nehmen, warten, bis die App gestartet ist, und die entsprechende Einstellung vornehmen. Dann nehmen wir zum Verstehen von Ansagen in der Bahn lieber einen Stöpsel aus dem Ohr, das dauert nicht so lange.

ANC-Betrieb verändert den Klang

Die PI7 gehören zur Gattung der Bluetooth-Hörstöpsel, bei denen eine deutliche Klangveränderung zu bemerken ist, wenn auf ANC umgeschaltet wird. Bei aktiviertem ANC ist der Bass viel stärker als bei ausgeschaltetem ANC. Dabei liefern die Stöpsel einen guten Höhen- und Mittenbereich, der Bassbereich ist bei aktiviertem ANC jedoch viel zu intensiv und überstrahlt die übrigen Bereiche stark. Bei abgeschaltetem ANC ist er hingegen zu schwach - per App lässt sich daran nichts ändern.

  • PI7 von Bowers & Wilkins (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • PI7 von Bowers & Wilkins (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • PI7 mit verbundenem Audiokabel (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Das komplette Zubehör der PI7 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • PI7 von Bowers & Wilkins (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links die PI7, rechts die Airpods Pro von Apple (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links das Ladeetui der PI7, rechts das Ladeetui der Airpods Pro (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • PI7 von Bowers & Wilkins (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • PI7 von Bowers & Wilkins (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
PI7 von Bowers & Wilkins (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

An sich schneiden die Stöpsel bei abgeschaltetem ANC klanglich besser ab, allerdings macht sich die Bassarmut negativ bemerkbar - vor allem im Vergleich zur Konkurrenz, bei der die ANC-Umschaltung den Klang nicht verändert.

Bei Telefonaten werden wir mit den PI7 von der anderen Seite gut verstanden und wir hören Anrufer auf beiden Stöpseln. Wenn wir uns draußen aufhalten, verschlechtert sich die Sprachverständlichkeit für die Gegenseite, aber wir sind immer noch gut zu verstehen. Am Stöpsel können wir die Mikrofone in einem Telefonat leider nicht umschalten - wie bei den meisten Produkten. Jabra ist hier eine löbliche Ausnahme.

Bowers & Wilkins PI7 True Wireless Noise Cancelling In Ear Kopfhörer mit 24-Bit-Verbindung, Bluetooth, aptX, aktivem Noise Cancelling (ANC) und integrierten Mikrofonen

PI7 mit Sensorsteuerung

Wie viele andere Hersteller setzt Bowers & Wilkins bei den PI7 auf eine Sensorsteuerung. Dabei gibt es auf jeder Seite vier Gesten: einfaches Antippen, Doppeltippen, dreifaches Tippen und langes Drücken. Aufgrund der Bauform der Stöpsel passiert es im Unterschied zu den Pixel Buds 2 von Google nicht so leicht, dass der Befehl für einfaches Antippen versehentlich aktiviert wird, weil der Sensorbereich beim Anfassen der Stöpsel gemieden werden kann.

Wie bei anderen Stöpseln ist es recht knifflig, die Befehle mit zweifachem und dreifachem Antippen zielsicher zu aktivieren. Besonders beim Laufen kann es schwierig sein, alles genau in dem Tempo zu machen, wie es der Hersteller erwartet. Es kann also immer wieder passieren, dass nicht die Befehle ausgeführt werden, die gemeint sind.

Die Stöpsel erlauben keine Umbelegung der Befehle und es gibt auch keine Möglichkeit, die Lautstärke per Hand am Stöpsel zu regulieren. Das ist insofern schade, weil die Bauform der Stöpsel prädestiniert dafür wäre, das Designmerkmal der Stöpsel als Drehrad zur Lautstärkeregelung zu realisieren. Diese Chance hat der Hersteller nicht genutzt. Wir empfinden es als starke Komforteinbuße, wenn sich die Lautstärke der Stöpsel nicht direkt am Gerät ändern lässt.

Die PI7 haben erfreulicherweise eine Ohrerkennung, die einwandfrei funktioniert. Sobald einer oder beide Stöpsel aus dem Ohr genommen werden, unterbricht die Musikwiedergabe. Sie wird fortgesetzt, sobald wieder beide Stöpsel im Ohr stecken. Die Ohrerkennung kann bei Bedarf deaktiviert werden.

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 Bowers & Wilkins PI7 im Test: Konkurrenz zu Airpods Pro mit komfortabler KabelnutzungPI7 mit App für beide Plattformen 
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