Abo
  • Services:

Botanicus Interacticus: Disney macht Zimmerpflanzen interaktiv

Eine Elektrode im Blumentopf reicht aus, um eine Pflanze in einen Touchscreen zu verwandeln. Das von Disney Research entwickelte System Botanicus Interacticus erfasst, wo die Pflanze angefasst wird oder mit welcher Intensität und setzt diese Signale beispielsweise in Töne um.

Artikel veröffentlicht am ,
Botanicus Interacticus: spezifische elektrische Eigenschaften
Botanicus Interacticus: spezifische elektrische Eigenschaften (Bild: Disney Research/Screenshot: Golem.de)

Der direkte Nutzen mag sich auf den ersten Blick nicht so ganz erschließen. Spannend ist die Idee trotzdem: Entwickler bei Disney Research haben Zimmerpflanzen mit einem Touchscreen versehen. Botanicus Interacticus heißt das System, das auf der Siggraph vorgestellt wird.

Stellenmarkt
  1. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München
  2. BWI GmbH, Koblenz

Botanicus Interacticus sei eine interaktive Pflanzentechnik, erklären die Entwickler. Eine einfache Elektrode, die in die Blumenerde gesteckt wird, reiche als Schnittstelle aus. Eine Pflanze werde dabei zu einem Schaltkreis. Jede Pflanzenart habe spezifische elektrische Eigenschaften. Diese ließen sich in künstlichen Pflanzen, die von realen inspiriert seien, nachbilden.

Frequenzspektrum

Berührt ein Mensch die Pflanze, wird ein Signal erzeugt, das an einen Computer weitergegeben und dort verarbeitet wird. Die Technik ähnelt der, die auch bei einem kapazitiven Touchscreen eingesetzt wird. Der Unterschied sei aber, dass bei Botanicus Interacticus nicht nur elektrische Signale auf einer Frequenz, sondern auf einem Spektrum zwischen 1 kHz und 3 MHz gemessen würden, so die Wissenschaftler. Die Frequenz des Signales ändert sich ja nach Pflanzenteil, so dass auf dem Bildschirm beispielsweise anzeigt werden kann, wo die Pflanze angefasst wird.

Die Berührungen können auch als Töne ausgegeben werden. Dabei werden dem Stamm oder den Blättern verschiedene Töne zugeordnet - die Pflanze wird zum Musikinstrument. Erfasst werden auch weitere Parameter, etwa die Intensität einer Berührung, die dann als Lautstärke ausgegeben werden kann, oder eine Annäherung an die Pflanze. Sie muss also nicht einmal direkt berührt werden, um ein Signal zu erzeugen.

Ein Internodium für einen Tag

Die Eignung der Pflanze für Botanicus Interacticus hängt aber nicht nur mit ihren physikalischen Eigenschaften zusammen, sondern auch mit ihrer Beschaffenheit. Ein Bambus etwa mit seinem klar unterteilten Halm ist gut geeignet: Die Disney-Entwickler haben ihn zum Eingabegerät für einen Kalender umfunktioniert. Jedes Internodium wird einem anderen Wochentag zugeordnet. Kakteen dürften indes weniger praktikabel sein. Vor allem nicht solche mit langen Stacheln als Bedienoberfläche für ein Spiel, bei dem es auf schnelle Reaktion ankommt.

Disney stellt das Botanicus Interacticus auf der Siggraph vor. Dort haben die Entwickler einen Garten aus echten und künstlichen Pflanzen aufgebaut, die mit dem System ausgestattet sind. Besucher können mit ihnen interagieren und bekommen eine akustische Rückmeldung oder eine optische, die auf einem Bildschirm angezeigt wird. Die Siggraph findet diese Woche in Los Angeles statt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

__destruct() 10. Aug 2012

Ok, das kapiere ich nicht. Kannst du das etwas genauer erklären?

SoniX 08. Aug 2012

Danke; nun kapier ich. Und ich habe echt nach nem Touchscreen gesucht und wo der wohl...

parafin 08. Aug 2012

http://www.makeymakey.com/

Avarion 08. Aug 2012

Dachte weniger an einen Schocker als an eine automatische Pflanzendusche die großzügig...

elgooG 08. Aug 2012

Pflanzen mit Internetanschluss als Werbeträger. Ich sehe es schon kommen, dass ich...


Folgen Sie uns
       


Der Güterzug der Zukunft - Bericht

Auf der Innotrans 2018 haben Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ein Konzept für den Güterzug der Zukunft vorgestellt.

Der Güterzug der Zukunft - Bericht Video aufrufen
Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

Wet Dreams Don't Dry im Test: Leisure Suit Larry im Land der Hipster
Wet Dreams Don't Dry im Test
Leisure Suit Larry im Land der Hipster

Der Möchtegernfrauenheld Larry Laffer kommt zurück aus der Gruft: In einem neuen Adventure namens Wet Dreams Don't Dry reist er direkt aus den 80ern ins Jahr 2018 - und landet in der Welt von Smartphone und Tinder.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Life is Strange 2 im Test Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
  2. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

15 Jahre Extreme Edition: Als Intel noch AMD zuvorkommen musste
15 Jahre Extreme Edition
Als Intel noch AMD zuvorkommen musste

Seit 2003 verkauft Intel seine CPU-Topmodelle für Spieler und Enthusiasten als Extreme Edition. Wir blicken zurück auf 15 Jahre voller zweckentfremdeter Xeon-Chips, Mainboards mit Totenschädeln und extremer Prozessoren, die mit Phasenkühlung demonstriert wurden.
Von Marc Sauter

  1. Quartalszahlen Intel legt 19-Milliarden-USD-Rekord vor
  2. Ryan Shrout US-Journalist wird Chief Performance Strategist bei Intel
  3. Iris GPU Intel baut neuen und schnelleren Grafiktreiber unter Linux

    •  /