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Boston Scientific: Cyberangriff legt großen Medizintechnik-Konzern lahm

Boston Scientific ist für sein Angebot an vielfältiger medizinischer Ausrüstung bekannt. Doch wegen eines Cyberangriffs gibt es nun weltweit Lieferprobleme.
/ Marc Stöckel
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Boston Scientific kann aufgrund eines Cyberangriffs keine medizinische Ausrüstung liefern. (Bild: pexels.com / Anna Shvets)
Boston Scientific kann aufgrund eines Cyberangriffs keine medizinische Ausrüstung liefern. Bild: pexels.com / Anna Shvets

Der im US-Bundesstaat Massachusetts ansässige und weltweit in über 120 Ländern vertretene Medizintechnikhersteller Boston Scientific ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Wie Boston Scientific auf seiner Website(öffnet im neuen Fenster) sowie in einer Meldung an die US-Börsenaufsicht(öffnet im neuen Fenster) schildert, wurde der Angriff am 25. August festgestellt und beeinträchtigt seitdem die operative Tätigkeit des Unternehmens. Die Folgen scheinen weitreichend zu sein.

Den Angaben zufolge hat der Vorfall Auswirkungen auf den weltweiten Geschäftsbetrieb von Boston Scientific. Bestimmte Informationssysteme und Geschäftsanwendungen sollen durch den Angriff gestört sein und verschiedene Geschäftsbereiche, darunter die Bearbeitung und den Versand von Kundenbestellungen, betreffen.

Boston Scientific produziert vielfältige Ausrüstung für Kliniken und Arztpraxen sowie Geräte aus dem Bereich der Medizintechnik. Dazu zählen unter anderem Herzschrittmacher, Herzklappensysteme, Defibrillatoren, Schwellkörperimplantate, Visualisierungssysteme und medizinische Werkzeuge wie Zangen, Kanülen, Katheter und Führungsdrähte.

Mitarbeiter können nicht arbeiten

Medienberichten zufolge(öffnet im neuen Fenster) wurden an einem Standort in Irland infolge des Angriffs schon am Dienstag zahlreiche Mitarbeiter nach Hause geschickt. Wer hinter dem Angriff steckt, ob möglicherweise Daten ausgeleitet wurden und wie der Angreifer genau in die Systeme von Boston Scientific eindringen konnte, ist bisher nicht bekannt.

Boston Scientific gibt in seiner Meldung an, mit Hochdruck an der Wiederherstellung der betroffenen Funktionen und des Zugriffs auf die gestörten Systeme zu arbeiten. Einen konkreten Zeitrahmen für die vollständige Wiederaufnahme des Betriebs könne das Unternehmen aber noch nicht nennen. Auch seien die vollständigen betrieblichen und finanziellen Auswirkungen des Vorfalls noch nicht einschätzbar.

Der Medizintechnikhersteller zog nach eigenen Angaben externe Cybersicherheitsexperten hinzu. Diese sollen die Untersuchung des Cyberangriffs unterstützen und Boston Scientific dabei helfen, die Bedrohung zu bewerten und einzudämmen.

Boston Scientific verfügt laut eigener Website(öffnet im neuen Fenster) in 127 Ländern über eigene Standorte und beschäftigt weltweit 59.000 Mitarbeiter. Die Anzahl der jährlich versorgten Patienten schätzt das Unternehmen basierend auf seinem jährlichen Nettoumsatz in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar sowie der Preisgestaltung seiner Produkte auf mehr als 48 Millionen.

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