Abo
  • Services:

Boston Dynamics: Alphabet will offenbar Roboterabteilung verkaufen

Alphabet hat möglicherweise keine Lust mehr auf Roboterprojekte, wenn diese keinen Gewinn abwerfen: Die Boston-Dynamics-Abteilung soll daher jetzt verkauft werden. Zwischen der Robotertruppe und der Konzernmutter von Google ist es nicht immer einfach gewesen.

Artikel veröffentlicht am ,
Boston Dynamics hatte erst kürzlich mit Atlas einen neuen Roboter vorgestellt.
Boston Dynamics hatte erst kürzlich mit Atlas einen neuen Roboter vorgestellt. (Bild: Boston Dynamics/Screenshot: Golem.de)

Alphabet will sich von Boston Dynamics trennen, einem auf Roboterentwicklung spezialisierten Startup, das 2013 gekauft wurde. Dies berichtet Bloomberg unter Bezugnahme auf zwei Insider, die mit der Sache vertraut sein sollen.

Mögliche Interessenten: Toyota und Amazon

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Offenburg
  2. BWI GmbH, Nürnberg, München

Bloomberg zufolge gehören das Toyota Research Institute und Amazon zu den möglichen Käufern. Alphabet und Toyota haben eine Stellungnahme jedoch abgelehnt, Amazon reagierte nicht auf die Anfrage der Nachrichtenseite.

Boston Dynamics wurde mit verschiedenen Roboterkonstruktionen bekannt, die sich durch einen hohen Grad an Bewegungsfreiheit sowie eine außergewöhnliche Standfestigkeit auszeichnen. So kann das erst Ende Februar 2016 vorgestellte Modell Atlas auch in unwegsamem Gelände sicher laufen, und das auf zwei Beinen.

Grund für den Verkauf scheint die Ansicht Alphabets zu sein, dass die Boston-Dynamics-Gruppe in absehbarer Zeit kein vermarktbares Produkt erstellen wird - und damit keinen Gewinn macht. Die Mitarbeiter des Startups sollen sich zudem regelrecht geweigert haben, mit Alphabets eigenen Robotertechnikern in Kalifornien und Japan zusammenzuarbeiten. Zusammen bilden sie Alphabets interne Roboterabteilung namens Replicant.

Boston Dynamics will keine unrealistischen Ziele anstreben

Unter anderem Aaron Edsinger, Googles Robotik-Chef, beklagt sich, dass er versucht habe, mit Boston Dynamics zusammenzuarbeiten. Allerdings habe er das Gefühl gehabt, dass die Mitarbeiter eine imaginäre Mauer um sich herum hochgezogen hätten. Marc Raibert, Gründer von Boston Dynamics, hatte hingegen betont, dass er und sein Team nicht für unrealistisch gesteckte Ziele zu haben seien.

Diese zwei Arbeitsansätze scheinen sich letztlich nicht vertragen zu haben. Bloomberg gibt als weiteren mitentscheidenden Grund für die Trennung außerdem den zuletzt gezeigten Roboter Atlas an: Einige Verantwortliche sollen negative Rückmeldungen bezüglich des humanoiden Auftretens des Roboters erhalten haben. Demnach soll die Angst vor derartigen Robotern, die Menschen etwa die Arbeit wegnehmen könnten, ein negatives Licht auf Googles X-Labor und auch Alphabet als Ganzes werfen.

Alphabets Gesamtabteilung für Roboterentwicklung Replicant soll trotz des Verkaufs von Boston Dynamics offenbar weiterbestehen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,49€
  2. 2,50€
  3. 5,99€
  4. (-82%) 5,50€

Peter(TOO) 20. Mär 2016

Ganz abwegig ist die Angst nicht. Wenn man alles in die Hand eines Computers legt und...

Peter(TOO) 20. Mär 2016

Bisher hat man auf das Militär gezielt, weil die viel Geld, auch für unsinniges, locker...

Vielfalt 19. Mär 2016

Aufkaufen, wissen absaugen und dann die Leiche wieder zurück auf den Markt werfen, damit...

Nogul 18. Mär 2016

Irgendwann wird AlphaGo sich das anschauen und sich drum kümmern. :)


Folgen Sie uns
       


Der Mars-Maulwurf des DLR erklärt

Ulrich Köhler vom DLR erläutert die Funktionsweise des Mars-Maulwurfes.

Der Mars-Maulwurf des DLR erklärt Video aufrufen
Sailfish X im Test: Die Android-Alternative mit ein bisschen Android
Sailfish X im Test
Die Android-Alternative mit ein bisschen Android

Seit kurzem ist Sailfish OS mit Android-Unterstützung für weitere Xperia-Smartphones von Sony verfügbar. Fünf Jahre nach unserem letzten Test wird es Zeit, dass wir uns das alternative Mobile-Betriebssystem wieder einmal anschauen und testen, wie es auf einem ursprünglichen Android-Gerät läuft.
Ein Test von Tobias Költzsch


    Uploadfilter: Der Generalangriff auf das Web 2.0
    Uploadfilter
    Der Generalangriff auf das Web 2.0

    Die EU-Urheberrechtsreform könnte Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten stark behindern. Die Verfechter von Uploadfiltern zeigen dabei ein Verständnis des Netzes, das mit der Realität wenig zu tun hat. Statt Lizenzen könnte es einen anderen Ausweg geben.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"
    2. EU-Urheberrecht Die verdorbene Reform
    3. Leistungsschutzrecht und Uploadfilter EU-Unterhändler einigen sich auf Urheberrechtsreform

    Pauschallizenzen: CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
    Pauschallizenzen
    CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern

    Absurder Vorschlag aus der CDU: Anstatt die Urheberrechtsreform auf EU-Ebene zu verändern oder zu stoppen, soll nun der "Mist" von Axel Voss in Deutschland völlig umgekrempelt werden. Nur "pures Wahlkampfgetöse" vor den Europawahlen, wie die Opposition meint?
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. Europawahlen Facebook will mit dpa Falschnachrichten bekämpfen
    2. Urheberrecht Europas IT-Firmen und Bibliotheken gegen Uploadfilter
    3. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform

      •  /