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Boses Sleepbuds im Test: Alles eine Frage der Verzweiflung

Boses Ohrstöpsel mit dem sogenannten Noise Masking begegnen nächtlichen Störgeräuschen mit noch mehr Geräuschen. Ob das hilft, hängt vom Leidensdruck ab.

Ein Praxistest von veröffentlicht am
Boses Sleepbuds arbeiten mit sogenanntem Noise Masking.
Boses Sleepbuds arbeiten mit sogenanntem Noise Masking. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ich habe mir schon Watte ins Ohr gestopft, Taschentücher und Klopapier. Jede Art von Schaumstoffstöpseln, die Apotheke und Drogeriemarkt hergeben. Von Ohropax habe ich Fasern gepult und beim Aufwachen ein klebriges Gefühl im Ohr gehabt. Beim Hörgeräteakustiker habe ich mir eigens angepasste Ohrenstöpsel machen lassen und dafür nicht wenig Geld bezahlt. Ich habe sogar Doppel- und Dreifachlösungen ausprobiert: Schaumstoffohrenstöpsel tief im Gehörgang und obendrauf ein Batzen Wachs. Zum Schluss das Kissen. Ich habe versucht, freundliche Gedanken zu denken und mich einfach nicht am Schnarchen zu stören. Nichts war genug.

Inhalt:
  1. Boses Sleepbuds im Test: Alles eine Frage der Verzweiflung
  2. Schlafen bei Flugzeuglärm?
  3. Alles ist besser als Wachliegen
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Es ist nicht untertrieben zu sagen, dass ich Boses neuer Idee aufgeschlossen gegenüberstehe, auch wenn sie ungewöhnlich ist und sehr viel Geld kostet: Der Hersteller begegnet dem Problem nächtlicher Störgeräusche mit noch mehr Geräuschen.

Die Sleepbuds sind drahtlose Bluetooth-Ohrstöpsel. Sie sind laut dem Hersteller dessen bisher kleinstes Produkt und stecken "voller Technologie", ersonnen von einem "unglaublichen Team von Experten aus den Bereichen Lärmbekämpfung, Akustik, Psychoakustik, elektronische Miniaturisierung, kabellose Kopfhörer und Neurologie". Bose sagt über die Sleepbuds: "Wir haben sie für die Menschen gemacht, die alles versucht haben, aber bei denen nichts geholfen hat. Aber auch für diejenigen, die erst gar nichts versucht haben in dem Glauben, dass ihnen nichts helfen wird."

Die Pressestelle betont im Vorfeld des Tests gleich mehrfach, dass die Ohrstöpsel nicht, ich wiederhole: nicht mit Noise Cancelling arbeiten, also nicht mit Technik zur Unterdrückung von Außengeräuschen. Vielmehr sollen sie Schlaflosen auf doppelte Weise Erleichterung bringen: Sie sollen das Ohr so dicht abschließen, dass möglichst wenig Geräusche eindringen können. Und sie spielen Nutzern einen Klangteppich direkt ins Ohr, der die typischen Störgeräusche wie Schnarchen, laute Nachbarn oder Straßenlärm optimal einbetten soll. Boses Technik heißt Noise Masking und kommt bei den Sleepbuds erstmals zum Einsatz. Ergonomisch sollen die Sleepbuds besser ans Ohr angepasst sein als herkömmliche Bluetooth-Ohrhörer und damit besser zum Draufliegen geeignet.

Die Sleepbuds haben nur eine Funktion

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Die Ohrstöpsel werden in einer schicken runden Dose aus gebürstetem Aluminium mit Schiebedeckel geliefert, in der sie auch geladen werden. Dreimal vollladen der Stöpsel schafft die Ladedose auch ohne Anschluss ans Stromnetz. In der Schale werden sie per Magnet am richtigen Ort gehalten. Lämpchen zeigen an, ob jeder Stöpsel wirklich geladen wird und wie der Ladestand ist. Mit dabei sind Ohrstücke in drei Größen, alles ist gut verarbeitet.

  • Die Bose Noise Masking Sleepbuds kommen in einer schicken Ladeschale aus gebürstetem Aluminium. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ohrstücke werden in drei Größen mitgeliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gesteuert werden die Sleepbuds über die App Bose Sleep. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sleepbuds sind deutlich kleiner als herkömmliche Bluetooth-Ohrhörer und sitzen gut im Ohr. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Bose Noise Masking Sleepbuds kommen in einer schicken Ladeschale aus gebürstetem Aluminium. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ohne die Ohrstücke wiegen die Stöpsel nur 1,4 Gramm und sind gut 1 cm hoch und breit. Ihr Akku soll laut Bose 16 Stunden durchhalten, in unserem Test waren sogar beeindruckende 20 Stunden bei mittlerer Lautstärke möglich. Bose zufolge wird das dadurch erreicht, dass die abgespielten Klänge nicht wie bei herkömmlichen Bluetooth-Ohrhörern gestreamt, sondern direkt in den Ohrstöpseln gespeichert und von dort abgespielt werden. Im Inneren befinden sich neben dem Flash-Speicher mit vorinstallierten Klangdateien für das Noise Masking laut Bose je eine wieder aufladbare Silber-Zink-Batterie, ein Schallwandler, ein Verstärker sowie eine Mikroleiterplatte. Um die Ohrstöpsel klein zu halten und die Akkulaufzeit lang, hat Bose dort so wenig Technik eingebaut wie möglich. Das heißt: Außer den zugehörigen Klangteppichen können die Sleepbuds nichts abspielen. Keine Musik, keine Hörbücher, gar nichts.

Das heißt auch: Alle Einstellungen werden nicht direkt an den Stöpseln, sondern über die zugehörige iOS- oder Android-App vorgenommen. Diese muss also auf dem Smartphone installiert werden, um die Geräte überhaupt in Betrieb nehmen zu können.

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Schlafen bei Flugzeuglärm? 
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JouMxyzptlk 07. Jan 2019

Ich gehöre zu den Schlafapnoeleutchen und bekomme es dadurch von des Kasse bezahlt. Das...

leed 07. Jan 2019

Habe mal die Buds gesehen mit Preis für 300.- Hätte eigentlich reichen müssen, um mich...

herc 29. Dez 2018

Reine Geldverschwendung. Die sind aus ziemlich festem Material. Schläft man auf der...

herc 29. Dez 2018

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eisdrachen 27. Dez 2018

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