Schlafen bei Flugzeuglärm?

Die App Bose Sleep verlangt die Aktivierung der Standortdaten. Wird sie geöffnet, sucht sie zunächst Sleepbuds in der Nähe. Sind diese nicht eingeschaltet, können Nutzer mit der App nichts anfangen - nicht einmal die Klangteppiche können in der Tonbibliothek durchgehört werden. Das geht allerdings, wenn die Stöpsel mit der App verbunden und dann wieder deaktiviert wurden. Die Ohrstöpsel werden aktiviert, indem sie aus der Ladeschale genommen werden. Mitunter werden sie nicht beim ersten Versuch von der App gefunden. Dann muss ich sie erneut einlegen und wieder herausnehmen. Dass die teuren Geräte nun ungeschützt herumliegen müssen, während ich mich auf die Nacht vorbereite, finde ich etwas unpraktisch.

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Zunächst führt mich die App durch die Einrichtung der Ohrhörer und erklärt mir, wie ich die richtige der drei Ohrstöpsel-Größen für mich erkenne. Dann kann ich mir in der Tonbibliothek die Klangteppiche anhören. In den Optionen gibt es nur zwei weitere Punkte. Unter dem Menüpunkt Einschlafautomatik kann ich auswählen, wie lange die Geräusche eingespielt werden sollen; zwischen 30 Minuten und der ganzen Nacht können verschiedene Stufen gewählt werden. Mit dem per Update neu eingeführten telefonunabhängigen Modus kann eingestellt werden, dass der Klangteppich in den Stöpseln aktiv bleibt, ohne dass das Telefon sich im Raum befinden muss. Außerdem wird auf dem Startbildschirm der App noch eine Alarm-Funktion angezeigt. Das war's: Der Funktionsumfang der App ist für den Preis gering. Mir fehlt auf Anhieb die Funktion, die Lautstärke für jeden Stöpsel einzeln einzustellen. Weitere Funktionen vermisse ich im Laufe des Tests.

  • Wird die App Bose Sleep geöffnet, sucht sie zunächst Sleepbuds in ihrer Umgebung. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit den Sleepbuds werden Ohrstücke in drei Größen mitgeliefert. Die App erklärt, wie Nutzer die richtigen auswählen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Stöpsel werden mit einer Drehbewegung ins Ohr gesetzt. (Screenshot: Golem.de)
  • Die App zeigt, ob sie zu klein sind ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... oder zu groß ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... oder genau richtig. (Screenshot: Golem.de)
  • In den Optionen gibt es nur drei Menüpunkte. (Screenshot: Golem.de)
  • Der neu eingeführte telefonunabhängige Modus ermöglicht es, Töne über die Sleepbuds zu hören, ohne dass das Smartphone mit im Raum sein muss. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Einschlafautomatik wird eingestellt, wie lange der gewählte Ton aktiv sein soll. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Klangbibliothek können die Töne angehört und ausgewählt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Auf dem Startbildschirm der App wird noch eine Weckfunktion angezeigt. (Screenshot: Golem.de)
  • Eine Weckzeit kann eingestellt werden. Weckton und -lautstärke können nicht ausprobiert oder angepasst werden. (Screenshot: Golem.de)
  • In der App wird der Ladestand der Stöpsel angezeigt. (Screenshot: Golem.de)
Wird die App Bose Sleep geöffnet, sucht sie zunächst Sleepbuds in ihrer Umgebung. (Screenshot: Golem.de)

Für die Geräuschmaskierung stehen derzeit neun Töne zur Verfügung: ein plätschernder Bach, Flugzeug-Maschinenlärm, ein Wasserfall, das Knacken eines Lagerfeuers, Meereswogen, Regenprasseln, Rauschen, Windböen und das Geräusch von Windrädern. Weitere elf Töne gibt es zur Entspannung, sie sind weniger geeignet dafür, Störgeräusche einzubetten. Manche der Geräusche wie das Windrad und der Flugzeuglärm klingen für mich nicht besonders beruhigend, andere wie das Meeresrauschen hören sich zu künstlich an und wieder andere wie der atmosphärische Ton sind zwar angenehm, maskieren Schnarchen aber überhaupt nicht. Es bleibt also wenig Auswahl: Für mich persönlich kommen Regen, Bach und Windböen infrage.

Das erstmalige Übertragen neuer Töne zu den Sleepbuds per BLE kann laut Bose zwischen einer halben Stunde und mehreren Stunden dauern. Die Töne werden direkt in den Sleepbuds gespeichert. Ich wähle das Regenprasseln aus, weil es mir persönlich als Einschlafgeräusch am angenehmsten ist, entscheide mich zunächst für eine geringe Lautstärke und eine Laufzeit von vier Stunden. Die Lautstärke bleibt die gesamte Nacht gleich, ich kann sie nur am Smartphone händisch einstellen. Schade ist auch, dass es die Geräusche nicht in verschiedenen Intensitäten gibt, etwa Nieselregen oder starkes Regenprasseln. Die interne Weckfunktion stelle ich auf 6:30 Uhr. Hier habe ich sieben Wecktöne zur Auswahl und kann sie mir in den Stöpseln vorher anhören. Auch die Lautstärke kann ich einstellen. Ich hänge noch mein Smartphone ans Kabel, damit der Akku nicht über Nacht entleert wird. Dann starte ich in meinen ersten Test. Es wird eine lange Nacht.

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 Boses Sleepbuds im Test: Alles eine Frage der VerzweiflungAlles ist besser als Wachliegen 
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