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Die Software lässt zu wünschen übrig

Bei den Software-Funktionen schneidet der Bose-Lautsprecher nicht gerade berauschend ab. Viele Alexa-Funktionen fehlen, aber auch die Bose-eigenen Funktionen weisen Lücken auf. Für die Inbetriebnahme des Smart Speaker 500 müssen wir zwingend ein Konto bei Bose anlegen. Während der Installation mit der App müssen wir auf dem Smartphone sowohl GPS als auch Bluetooth einschalten. Nachdem der Lautsprecher mit dem WLAN verbunden ist, müssen wir den Lautsprecher noch mit Alexa verknüpfen, um ihn mit der Sprache steuern zu können.

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Erfreulicherweise funktioniert die Bose-App nach der Einrichtung auch, ohne dass wir GPS und Bluetooth am Smartphone aktivieren müssen. In der App können wir uns bei den Musikstreamingdiensten Amazon Music, Deezer, SiriusXM und Spotify anmelden, um Musik auf dem Lautsprecher abzuspielen. Das bedeutet, diese Musik muss dann immer vom Smartphone aus ausgewählt werden. Zudem wird für den Radioempfang Tune-In unterstützt. Weitere Musikstreamingdienste wie etwa Apple Music, Google Play Music oder Youtube Premium stehen in der Bose-App nicht zur Verfügung.

Damit ist SiriusXM der einzige Musikstreamingdienst, der nicht auch im Rahmen von Alexa unterstützt wird. Bose brachte den Lautsprecher ärgerlicherweise erst ohne die Sprachsteuerung von Spotify auf den Markt; erst mit einem Firmware-Update wurde die Unterstützung kürzlich nachgereicht. Damit können alle Musikstreamingdienste mit der Stimme benutzt werden, die auch mit einem Echo-Lautsprecher von Amazon möglich sind: Neben Spotify sind das Amazon Music und Deezer sowie Tune-In.

  • Bei laufender Musik wird das Albumcover auf dem Display des Home Speaker 500 angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei laufender Musik wird das Albumcover auf dem Display des Home Speaker 500 angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Home Speaker 500 zeigt die Uhrzeit auf dem Display an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sensortasten auf dem Home Speaker 500 lassen sich nicht erfühlen... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und die Tasten sind nicht beleuchtet.(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Home Speaker 500 hat sechs Stationstasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Farben auf dem spiegelnden Display des Home Speaker 500 kippen, wenn wir von der Seite draufschauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Farben auf dem Display des Home Speaker 500 kippen, wenn wir von unten draufschauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite hat der Home Speaker 500 eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Stromkabel wird an der Unterseite an den Home Speaker 500 angeschlossen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Sensortasten auf dem Home Speaker 500 lassen sich nicht erfühlen... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Innerhalb der App können wir den Klang beeinflussen, indem wir den Bass- oder Höhenbereich hoch- oder herunterregeln. Eine Einstellung auf Zuruf wie bei den Echo-Lautsprechern ist nicht möglich. Bei den Echo-Geräten können wir sagen "Alexa, mehr Bass" und der Bassanteil wird erhöht.

Langjährige Bose-Kunden werden vom Hersteller im Stich gelassen. Wer bereits Soundtouch-Lautsprecher besitzt und sich den Home Speaker 500 zulegt, wird enttäuscht sein, dass Bose damit ein weiteres Multiroom-Audio-System bereitstellt, das aber nur mit neuen Modellen funktioniert. Der Home Speaker 500 ist nicht mit älteren Soundtouch-Lautsprechern kombinierbar. Laut Bose gibt es auch keine Pläne, das irgendwie nachzurüsten. Wer also bereits ein Soundtouch-System besitzt, kann den neuen Home Speaker 500 darin nicht als weiteren Multiroom-Lautsprecher integrieren. Es ist ärgerlich, dass die Bedürfnisse bestehender Kunden nicht berücksichtigt werden.

Display nur für wenige Funktionen nutzbar

Das Display auf der Vorderseite zeigt das Albencover der gerade abgespielten Musik. Wenn ein Radiosender läuft, erscheint nur das Logo des Senders. Zudem werden einige Statusinformationen angezeigt, wie etwa die eingestellte Lautstärke. Wird keine Musik abgespielt, bleibt das Display - je nach Einstellung - dunkel oder es erscheint die aktuelle Uhrzeit. Dann ist der Standby-Modus aktiviert.

  • Bei laufender Musik wird das Albumcover auf dem Display des Home Speaker 500 angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei laufender Musik wird das Albumcover auf dem Display des Home Speaker 500 angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Home Speaker 500 zeigt die Uhrzeit auf dem Display an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sensortasten auf dem Home Speaker 500 lassen sich nicht erfühlen... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und die Tasten sind nicht beleuchtet.(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Home Speaker 500 hat sechs Stationstasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Farben auf dem spiegelnden Display des Home Speaker 500 kippen, wenn wir von der Seite draufschauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Farben auf dem Display des Home Speaker 500 kippen, wenn wir von unten draufschauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite hat der Home Speaker 500 eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Stromkabel wird an der Unterseite an den Home Speaker 500 angeschlossen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Farben auf dem spiegelnden Display des Home Speaker 500 kippen, wenn wir von der Seite draufschauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Leider wird das Display derzeit nicht für andere Anzeigen verwendet, es ist also kein Ersatz für ein Echo-Gerät mit Display, wie etwa den neue Echo Show. Darauf können wir uns jederzeit etwa eine Erinnerung, einen Wecker oder einen laufenden Timer auf dem Display anzeigen lassen. Das erhöht den Komfort und macht die Nutzung von Alexa angenehmer. Leider kann das Bose-Display derzeit für nichts davon verwendet werden.

Vielleicht kommen diese Funktionen später einmal. Bose hat Golem.de auf Nachfrage mitgeteilt, dass das Display möglicherweise noch für weitere Funktionen verwendet wird. Welche das am Ende sein werden, ist aber nicht bekannt. Ein erster Schritt wäre die Anzeige eines laufenden Alexa-Timers - so könnten wir uns den Timer-Stand mit einem kurzen Blick auf das Display jederzeit ansehen.

Standby-Modus kann auf Zuruf aktiviert werden

Wenn wir die Musik pausieren, bleibt das Albencover 17 Minuten auf dem Display. Danach wird der Standby-Modus automatisch aktiviert. Der kann ansonsten vorher auf drei Wegen aktiviert werden, allerdings wird nur einer von Bose in der Dokumentation beschrieben: über die Bose-App.

Aber auch am Gerät selbst und sogar mit einem Sprachbefehl kann dieser Modus aktiviert werden. Am Gerät müssen wir dafür die Wiedergabe-Taste ein paar Sekunden drücken. Auf Zuruf geht es, wenn wir sagen "Alexa, schalte Bose aus", dabei steht Bose für die vom Nutzer zu bestimmende Bezeichnung des Lautsprechers in der Alexa-App. Wenn wir hingegen sagen "Alexa, zeige die Uhrzeit" oder "Alexa, Display aus" wird beides nicht verstanden - der Nutzer muss sich hier also an die Vorgaben des Herstellers halten - das ist für ein Gerät mit Sprachsteuerung nicht komfortabel.

Bose hat Golem.de mitgeteilt, dass daran gearbeitet werde, die Standby-Zeit mit einem kommenden Update zu verkürzen. Es ist bedauerlich, dass Bose nicht alle Möglichkeiten in der dürftigen beigelegten Anleitung erklärt, um den Lautsprecher in den Standby-Modus zu versetzen.

Das ist aber nicht das einzige, wofür Kunden mehr Erklärungen bräuchten.

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narfomat 29. Dez 2018

DAS ist eher die mittelschwere katastrophe an dem ding, wenn man bedenkt das man nen...

narfomat 29. Dez 2018

nein.

ip (Golem.de) 18. Dez 2018

Im Test der einzelnen Lautsprecher schneidet der Bose besser ab als der Homepod. Wie sich...

dynAdZ 18. Dez 2018

Ah ok, danke!


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