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Bose Frames im Test: Sonnenbrille mit Musik

Bose bringt seine Sonnenbrille Frames pünktlich zum Sommeranfang auf den Markt: Sie hat eingebaute Lautsprecher, die überraschend gut klingen, für Musikgenuss ist sie dennoch nur eingeschränkt nutzbar. Interessant sind auch einige der Audio-AR-Apps.

Ein Test von veröffentlicht am
Fesch mit Frames
Fesch mit Frames (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit der Bose Frames hat sich der US-amerikanische Hersteller auf neues Terrain gewagt und erstmals eine Sonnenbrille auf den Markt gebracht. Allerdings handelt es sich nicht um eine einfache Brille: In den Bügeln sind eine Reihe von Lautsprechern eingebaut, über die der Träger Musik hören kann.

Inhalt:
  1. Bose Frames im Test: Sonnenbrille mit Musik
  2. Kopfhörer für diskreten Musikgenuss
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Wir haben uns im Test angehört, ob diese Art der Tonübertragung im Alltag etwas taugt. Der Klang überrascht uns durchaus positiv, je nach Anwendungsszenario hat die verwendete Technik aber ihre Nachteile: So ist es auf dem Fahrrad zwar vorteilhaft, die Umgebungsgeräusche hören zu können, in einem lauten Straßencafé aber nicht unbedingt, wenn wir nur die Musik hören wollen. Als Medium für Musikgenuss sehen wir die Frames insgesamt eher nicht - auch Bose bewirbt die Brille diesbezüglich mit Einschränkungen.

Auf den ersten Blick eine normale Sonnenbrille

Auf den ersten Blick sind bei der Bose Frames nicht sofort die eingebauten Lautsprecher zu erkennen. Trotz der verbauten Technik ist die Brille mit 47 Gramm nicht zu schwer, sie sitzt angenehm auf der Nase. Im Unterschied zu einer normalen Sonnenbrille bemerken wir zwar die breiteren Bügel beim Tragen an den Schläfen, nach kurzer Zeit fällt uns das aber nicht mehr auf.

Unser Testgerät ist das Modell Alto, das mit seiner eckigen Form an den Sonnenbrillenklassiker von Ray-Ban erinnert. Das zweite Modell Rondo hat runde Gläser. Die verbaute Technik ist in beiden Brillen identisch: Die Frames verwendet für die Übertragung von Audiosignalen keinen Körperschall wie manch andere offene Kopfhörer, sondern eine Reihe herkömmlicher Lautsprecher, die in den Bügeln stecken. Diese beschallen die beiden Ohren mit Audiosignalen, die ab einer gewissen Lautstärke auch für Außenstehende hörbar sind. Die Ohren bleiben dafür beim Musikhören komplett frei.

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Obwohl wir den Ton nicht wie bei herkömmlichen Kopfhörern direkt ins Ohr eingespielt bekommen, klingen die über die Frames ausgegebenen Audiosignale überraschend voluminös. Die Lautsprecher schaffen es, ein plastisches Klangbild zu erschaffen. Wir stellen aber beim Test verschiedener Musikstile fest, dass generell die Bässe deutlich zu kurz kommen. Verglichen mit herkömmlichen In-Ear- und Over-Ear-Kopfhörern klingt die Frames zudem etwas topfig. Den Klang der Sonnenbrille würden wir insgesamt als mittelmäßig bezeichnen: Für ein derart offenes System ist der Sound gut, verglichen mit herkömmlichen Kopfhörern aber schlechter.

  • Die Bose Frames sieht auf den ersten Blick wie eine herkömmliche Sonnenbrille aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In den Bügeln sind allerdings Lautsprecher eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mehrere Lautsprecher pro Bügel sorgen für die Beschallung der Ohren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Frames ist gut verarbeitet und fühlt sich hochwertig an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Lautsprecheröffnungen des linken Brillenbügels (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Frames wiegt 47 Gramm und sitzt gut auf der Nase. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kabel ist relativ kurz, ein Netzteil wird nicht mitgeliefert - das dürften die meisten Nutzer aber auch zu Hause haben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladekabel wird über einen magnetischen Anschluss befestigt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Bose Frames sieht auf den ersten Blick wie eine herkömmliche Sonnenbrille aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Klang leidet zudem sehr unter Außengeräuschen, was angesichts der fehlenden Ohrstöpsel verständlich ist. Kurzgefasst: Je lauter es um uns herum ist, desto weniger hören wir von den abgespielten Inhalten. In einer Straßenbahn beispielsweise ist die Frames auch bei höchster Lautstärke nicht in der Lage, unsere Ohren ausreichend zu beschallen. Wir hören dann höchstens noch einzelne Frequenzspitzen, Details von Liedern oder gesprochene Worte sind für unsere Ohren nicht mehr erkennbar; das Gleiche passiert uns im Straßenverkehr, wenn wir uns an einer lauten Kreuzung befinden. Im Straßenverkehr auf dem Fahrrad ist es zwar sinnvoll, die Umgebung zu hören, um die anderen Verkehrsteilnehmer besser wahrnehmen zu können; auf dem Nachhauseweg wollen wir den Lärm der Bahn aber eigentlich nicht hören.

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Kopfhörer für diskreten Musikgenuss 
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Bembelzischer 26. Jun 2019

Wie? Da hat sich was getan? Okay, das ist überraschend. Wobei ich gerade in den...

Labbm 25. Jun 2019

Die grundsätzliche Idee ist definitiv super. Aber grade die kurze Laufzeit kann ich kein...

Dwalinn 24. Jun 2019

Gibt auch knochenschall Kopfhörer, vielleicht wäre das noch eine Alternative.

rafterman 24. Jun 2019

Mir waren schon 34 Gramm zu schwer und trage nun 22 Gramm. Hätte nie Gedacht was diese...


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