Sicherheit, Status, Smartphone

Das smarte System bringt eine einfache Diebstahlsicherung mit: In der Flow App können wir festlegen, dass unser Pedelec nur dann Motorunterstützung bietet, wenn unser Smartphone in der Nähe ist. Schalten wir das Rad an oder aus, ertönt ein Ton, wie man ihn von Autoalarmanlagen kennt. Das funktionierte in unserem Test sehr zuverlässig. Auch wenn diese Wegfahrsperre sicherlich keinen Dieb abhalten dürfte, sorgt sie doch für ein besseres Gefühl, wenn wir unser teures Pedelec abstellen. Ein Problem gibt es jedoch: Wenn das Telefon beispielsweise bei einem Sturz zerstört wird, können wir auch als Besitzer das Rad nicht mehr einschalten.

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Die Smart-Lock-Funktion gab es übrigens auch schon beim Nyon, dort musste sie aber per In-App-Kauf hinzugebucht werden. Da das Rad mit der App gekoppelt ist, kann aber auch ohne Wegfahrsperre nur der von uns eingerichtete Account genutzt werden. So blieben dem Dieb jegliche Funktionen, die über das bloße Fahren hinausgehen, verwehrt. Sollte der Akku des Telefons fünf Prozent Ladung unterschreiten, gibt die App eine Warnung ab, damit man nicht plötzlich mit einem motorlosen E-Bike unterwegs ist.

Ohne Aufpreis sind beim smarten System auch die Fahrmodi in der App anpassbar. So können wir beispielsweise das Ansprechverhalten und die Höchstgeschwindigkeit der Unterstützung pro Modus festlegen. Das ist im Gelände oder bei häufigen Ampelstarts sehr praktisch.

  • Mit dem Telefon am Lenker wird es eng. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Daher empfiehlt sich die Anschaffung der Halterung von Bosch, die auch das Telefon lädt. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Fahrmodi lassen sich anpassen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Statistiken können exportiert werden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Telefon dient zum Entsperren des Motors. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Alle Komponenten sind überprüfbar ... (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • ... und lassen sich leicht updaten. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Streckenführung funktioniert hochkant. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Aber richtig gut ist die Anzeige im horizontal ausgerichteten Ride Screen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Hier wird auch der Wechsel der Unterstützungsstufe live eingblendet. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Unser Telefon sendet leider keine Daten an den Kiox 300. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Ladestecker ist nicht mit dem Vorgänger kompatibel. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Flow-App ist recht akkuhungrig. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Mit dem Telefon am Lenker wird es eng. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Ansonsten zeigt uns die App wie gewohnt Streckeninformationen und Statistiken über unsere Fahrten und zeichnet diese auf Wunsch vollkommen automatisch auf. Dass wir unsere Aktivitäten nicht manuell starten und stoppen müssen, dass Pausen berücksichtigt werden, dass sich Dienste wie Komoot einbinden lassen und dass das Ganze in unserer Hosentasche passiert, während wir einfach unsere Zeit mit dem wirklich wichtigen verbringen, nämlich dem Radeln - das finden wir schon ziemlich smart. Voraussetzung für dieses Funktionen ist natürlich, dass wir der App bei der Einrichtung unseres Bosch-Kontos die entsprechenden Berechtigungen erteilen - inklusive der Ausnahme vom Akkusparen.

Smartphone statt Kiox

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Wir können unser Telefon natürlich auch ins Blickfeld rücken. Mit unserer eigenen Befestigung ist das Lenkercockpit je nach Smartphonegröße recht eng bestückt, wenn wir die App als Zentrale nutzen möchten. Neben Schaltung, Bremsen, Klingel und in unserem Fall noch einer Taste für die werkzeugfreie Einstellung der Sattelhöhe bevölkern nun auch noch Kiox, Bedieneinheit und 6-Zoll-Smartphone unsere Lenkerstange. Boschs Lenkerhalterung mit induktiver sowie kabelgebundener Ladefunktion löst dieses Problem, indem der Kiox einfach abgenommen und ersetzt wird. Da wir die Lenkerhalterung jedoch nicht hatten, mussten wir uns mit einer Standardklemme behelfen.

Als problematisch stellt sich dabei die horizontale Ausrichtung des Telefons heraus, weil kaum genug Platz war. Die Flow-App zeigt zwar auch hochkant die wichtigsten Informationen an und navigiert uns, aber der Ride Screen genannte Modus, der den Fahrradcomputer ersetzt, geht nur horizontal.

Einmal zurechtgefummelt, stellte sich der große Bildschirm unseres Oneplus 9 als sehr guter Reiseführer heraus. Die Navigation funktioniert tadellos, auch die Aufzeichnung und die Übertragung der Anzeige unserer Fahrmodi finden wir gelungen. Angezeigt werden neben normalen Fahrradrouten auch spezielle Strecken für Mountainbiking.

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In der Nutzerschaft sind die Meinungen zur Flow-App jedoch gespalten - bemängelt werden neben Ausfällen bei der Streckenaufzeichnung und der fehlenden Einbindung fremder Kartenanbieter vor allem der Fakt, dass für die Entsperrung des Rades die App im Hintergrund laufen muss, was natürlich am Akku zehrt.

Ein weiterer Kritikpunkt - dem wir uns anschließen - ist der fehlende Rückkanal zum Kiox.

So ist die App auf dem Telefon als Fahrradcomputer unserer Meinung nach zwar absolut brauchbar und zeigt uns alle relevanten Daten sowie die Navigation, aber wenn wir statt des Smartphones den Kiox benutzen, bekommen wir nur noch die Daten.

Kiox ohne Navi

Unser Telefon übergibt dem Kiox nicht die Navigation. Das bedeutet, dass auf dem Display nicht einmal ein Pfeil oder ein anderer simpler Hinweis angezeigt wird, wenn wir unterwegs sind. Hier wird unser smartes System plötzlich recht dumm.

Nun könnte man argumentieren, dass das Telefon samt App ja jederzeit leicht am Lenker angebracht werden kann - aber wozu brauchen wir dann den Kiox überhaupt noch? Modus und Akkustand lassen sich ja auch an der Lenkereinheit erkennen. Die umfangreichen Informationen über Geschwindigkeit, Trittfrequenz, Kraftaufwand etc., die der Kiox anzeigt, sind zwar nett, aber im Alltag wohl weniger relevant als die Wegführung.

Ein letzter Aspekt des smarten Systems, der uns beim ersten Ausprobieren sehr positiv auffiel, ist die Möglichkeit, das Rad per Smartphone mit Updates zu versorgen. In der App wird eine Nachricht über bereitstehende neue Software angezeigt, der Vorgang der Übertragung dauert einige Minuten - und schon hat man die aktuelle Firmware auf allen Komponenten. Das spart den Ausflug zum Fachhändler - und mitunter bares Geld. Einen empfohlenen Wartungszyklus zeigt die Flow-App natürlich auch an, selbst der Weg zur nächsten Werkstatt wird per Navi präsentiert.

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 Boschs smartes System: Großer Akku, kleine KompatibilitätSmartes System: Verfügbarkeit und Fazit 
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Iugh787 09. Jul 2022 / Themenstart

Das alte System kann ebenfalls Routen aufzeichnen und auf das Smartphone übertragen...

rabbit_70 07. Jul 2022 / Themenstart

Wenn ich das System mit meinem SmartphoneHub vergleiche (das ist das, was früher Cobi...

senf.dazu 07. Jul 2022 / Themenstart

sind Diebstahlschutz/Wegfahrsperren und freies Wechseln von Komponenten nicht eigentlich...

senf.dazu 07. Jul 2022 / Themenstart

Ich verstehe jetzt langsam besser warum die deutsche autonahe Industrie so große...

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