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Bosch: Smart Home in Rund

Bosch will im Smart-Home-Markt vor allem seine Synergien mit anderen Unternehmensteilen des Konzerns nutzen, um den Kunden eine runde und leicht zu installierende Lösung anzubieten - bis hin zu intelligenten Haushaltsgeräten. Auch Philips' Hue-System wird unterstützt. Die Preise sind jedoch hoch.

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Noch sind nicht alle Komponenten von Boschs Smart Home auf dem Markt. Der Zwischenstecker soll erst im Mai 2016 erscheinen.
Noch sind nicht alle Komponenten von Boschs Smart Home auf dem Markt. Der Zwischenstecker soll erst im Mai 2016 erscheinen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Schon auf der Elektronikmesse CES hat Bosch seine Pläne zum eigenen Smart-Home-System vorgestellt, auf der Lichtmesse Light + Building hat das Unternehmen seine Pläne noch einmal konkretisiert. Es geht um eine Gesamtlösung, die nun über die nächsten Jahre hinweg sukzessive aufgebaut wird. Noch bietet das System, das derzeit in Frankfurt zu sehen ist, allerdings vergleichsweise wenig. Im Angebot sind vor allem Komponenten, die andere Lösungsanbieter schon lange haben.

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Anders als die Konkurrenz kauft Bosch die Komponenten aber nicht extern ein. Zum Beispiel werden eigene Sensoren von Bosch Sensortec eingesetzt. Bosch ist hier bereits Marktführer bei Smartphones. Das Wissen um Sicherheitstechnik aus dem Profibereich und selbst die Powertools und sogenannte weiße Ware sollen irgendwann von Bosch direkt als Smart-Home-Komponenten angeboten werden.

  • Bosch will für sein Smart Home bald Rauchmelder anbieten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Bereiche, die Bosch nicht beherrscht, übernehmen Partner. Deswegen ist die Ansteuerung von Philips' Zigbee-Leuchtmitteln möglich. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Zu den ersten Produkten gehört das Thermostat. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das notwendige Gateway macht den Einstieg in Boschs Smart Home sehr teuer. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Erst ab Mai 2016 folgt der Zwischenstecker. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die iOS-App soll im April 2016 fertig werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bosch will für sein Smart Home bald Rauchmelder anbieten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

So weit ist es zwar noch nicht, in Frankfurt demonstrierte uns Bosch aber schon einige Szenarien, die sich teils mit noch in Entwicklung befindlichen Geräten ermöglichen lassen. Zu dem Szenario, dass bei geöffnetem Fenster das Thermostat geschlossen wird, kommt nun auch ein Einbruchsschutz. Dazu integriert Bosch Philips' Zigbee-Lampen der Hue-Serie sowie einen Rauchmelder von Bosch selbst. Um vor einem Einbruch zu schützen, wird per Zufallsgenerator eine Präsenzsimulation erzeugt. Genügt das nicht, kann das System auch zur Alarmanlage werden.

Der Rauchmelder wird zum Einbruchsschutz

Wird der Fensterkontakt geöffnet, während das System im Urlaubsmodus ist, schalten dann beispielsweise alle Philips-Lampen auf die Farbe Rot und der Rauchmelder wird als Sirene zweckentfremdet. Zudem bekommt der Nutzer über eine Netzanbindung eine Meldung auf sein Mobilgerät. Das funktioniert derzeit nur mit Android-Geräten, doch im Laufe des April soll auch die iOS-App fertig werden, die in Frankfurt bereits demonstriert wurde. Eine Windows-Steuerung wird es jedoch nicht geben.

Später sollen sich auch Bewegungssensoren integrieren lassen. Bosch nutzt hier sein Wissen aus der Sicherheitstechnik. Der Bewegungssensor soll nicht durch Haustiere ausgelöst werden können.

Aber Bosch will nicht alles alleine anbieten, sondern öffnet sich auch anderen Herstellern. Neben der bereits erwähnten Philips-Partnerschaft unterstützt Bosch derzeit EEBus und Zigbee. Es arbeitet aber an weiteren Allianzen in dem recht chaotischen Smart-Home-Markt. So ist Bosch zusammen mit ABB und Cisco beispielsweise Teil der Mozaiq-Alliance, die den Bosch-Smart-Home-Gateway bereits für die Integration von anderen Services nutzt und dies ebenfalls auf der Light + Building demonstriert. Die lösungsorientierte Mozaiq Alliance ist zudem bereits in Gesprächen mit der Allseen Alliance, die auf Hardwareseite Kompatibilitäten sicherstellen will. Doch wie das Bosch-Smart-Home ist vieles bei den Allianzen noch am Anfang. Bosch ist sich aber sicher, dass viele Marktteilnehmer Allianzen eingehen, weil sie sonst verschwinden würden. Zudem braucht Bosch solche Partner, um ein rundes Angebot auch abseits der eigenen Fähigkeiten bieten zu können. Ein Prozess, der auch in diesem Jahr noch nicht abgeschlossen sein wird.

Es wird teuer

Noch gibt es nicht zu allen Geräten Preise. Doch die bereits verfügbaren Geräte und die angekündigten sind sehr teuer. Allein das Gateway kostet stolze 230 Euro. Vergleichsweise günstig ist das Heizkörperthermostat für 50 Euro. Der Tür- und Fensterkontakt kostet 40 Euro. Der Zwischenstecker, der erst ab Mai 2016 verfügbar sein wird, soll 60 Euro kosten. Preise und Verfügbarkeiten für den Rauchmelder und den Bewegungsmelder wurden noch nicht angekündigt. Bosch plant allerdings, im Laufe des Jahres das Angebot weiter zu vervollständigen.

Vor allem die Ifa in Berlin wird für das Bosch Smart Home wichtig. Zur Messe im September 2016 wird dann beispielsweise auch die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) erste Produkte vorstellen, die mit dem Bosch Smart Home zusammenarbeiten. Eine derartig tiefe Integration von Haushaltsgeräten bietet kein anderer an, da ist sich Bosch sicher. Das Potenzial ist da, die ersten Preise deuten allerdings darauf hin, dass Boschs Smart Home für viele zu teuer wird.



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GeneralWest 17. Mär 2016

"Wird der Fensterkontakt geöffnet, während das System im Urlaubsmodus ist, schalten dann...

JensM 15. Mär 2016

Aber nur, weil jemand schon viel Arbeit in OpenHAB, FHEM etc gesteckt hat. Gerätetreiber...

einglaskakao 15. Mär 2016

Unser BSH-Techniker hat nach Ablauf der Garantie den Trockner repariert. Ersatzteil war...

Klausens 15. Mär 2016

Am besten sind die Systeme, die wertlos sind sobald der Hersteller seine "Cloud" abschaltet


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