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Warum Bosch doch noch den Sensor verkauft

Laut Bosch wurde zum Zeitpunkt des Pilotprojekts vor drei Jahren auf dem Markt eine Detektionsrate von mehr als 99 Prozent gefordert. Die Erwartungen seien durch "Best-Case-Szenarien" der Konkurrenz geprägt gewesen. "Nun lässt sich feststellen, dass unsere Kunden ihr Businessmodell auch mit einer um drei Prozent geringeren Detektionsrate bedienen können", sagt ein Sprecher.

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Für die Entscheidung, die Sensoren auf den Markt zu bringen, dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass Bosch bereits sehr viel Aufwand - deutlich mehr als 200 Mannjahre - in die Entwicklung gesteckt hatte. Die Geräte verwenden - anders als Konkurrenzmodelle - eine Detektion per Magnetfeld und Radar. Die Kombination sollte eigentlich eine besonders gute Erkennung garantieren. Doch die Resultate genügten vor zwei Jahren nicht den Bosch-Ansprüchen. Das Projekt wurde gestoppt.

Selbstlernender Algorithmus

Davon ließen sich die Entwickler jedoch nicht unterkriegen. Sie änderten das Konzept und verbesserten den Sensor. Anders als Smart City System tritt Bosch nun nicht mehr als Dienstleister auf, der ein komplettes Parkraummanagement anbietet. Stattdessen sieht sich das Unternehmen in dem Bereich als reiner Gerätehersteller - wie bei Bohrmaschinen.

Darüber hinaus haben die Entwickler von einem starren zu einem selbstlernenden Algorithmus gewechselt. Dieser überprüft nach Bosch-Angaben verschiedene Parameter, bevor festgestellt wird, ob ein Fahrzeug tatsächlich geparkt wurde oder nicht. Durch eine zunehmende Anzahl an registrierten Parkereignissen soll der Algorithmus die Erkennungsrate verbessern, indem standortspezifische Faktoren erkannt und berücksichtigt werden. Zudem nutzt Bosch jetzt den offenen LoRaWAN-Standard, so dass jeder Kunde innerhalb weniger Minuten einen Sensor in eine bestehende Anwendung einbinden kann.

  • Der Parkplatzsensor von Bosch soll den Belegungszustand von Parkplätzen durch Magnetfelddetektion und Radar erkennen.  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Normalerweise wird die Bodenplatte des Sensors festgeklebt, sie lässt sich aber auch mit Schrauben befestigen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der eigentliche Sensor wird in die Bodenplatte eingesetzt und damit aktiviert. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Sensor hat eine Haltbarkeit von bis zu fünf Jahren, dann muss er komplett ausgetauscht werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das gesamte Paket mit Kleber kostet in Internetshops etwa 250 Euro. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das LoRa-WAN-Gateway lässt sich selbst zusammenbauen. Benötigt werden ein Raspberry Pi und ein sogenanntes Konzentrator-Board. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit einigen wenigen Kabeln wird das Board mit dem Raspberry verbunden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Für den Druck des Gehäuses gibt es im Netz Vorlagen für den 3D-Drucker. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei innenliegenden Gateways ist ein Sichtkontakt zu dem Sensor hilfreich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gateway haben wir auf der Seite von The Things Network angemeldet. (Screenshot: Golem.de)
  • Um einen Sensor anzumelden, sind verschiedene Keys erforderlich, die Bosch zur Verfügung stellt. (Screenshot: Golem.de)
  • Ein typischer Uplink mit Coding-Rate (CR) von 4/5, Spreizfaktor (SF) von 12 und Bandbreite von 125 kHz. Die Sendezeit lag bei fast 1,5 Sekunden. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Uplinks des Sensors unterscheiden sich nach Port und Payload. Uplink 10 meldet einen freien Parkplatz. (Screenshot: Golem.de)
  • Smart City System aus Nürnberg stattet bereits viele Parkplätze in Deutschland mit den Sensoren aus. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die AGB von Park & Control sind ziemlich lang. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Sensoren nutzen zwar LoRa, verwenden aber nicht das LoRa-WAN-Protokoll. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Parking-Pilot-Sensoren sind günstiger als die Bosch-Geräte, verfügen jedoch nicht über Radar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Smart City System bietet auch das Backend an, um die Sensordaten vollständig auszuwerten. (Screenshot: Golem.de)
Normalerweise wird die Bodenplatte des Sensors festgeklebt, sie lässt sich aber auch mit Schrauben befestigen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Der Umstieg auf LoRaWAN macht es möglich, dass wir den Sensor auf TTN einbinden können. Über die Webschnittstelle lassen sich mit einem Gateway verschiedene Anwendungen anlegen. In diese können wiederum Geräte aus dem Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) eingebunden werden. Dazu sind verschiedene Schlüssel erforderlich, die zum einen auf den Sensor aufgedruckt sind, zum anderen von Bosch zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls lassen sich über die Schnittstelle Downlink-Nachrichten senden. LoRa-Geräte nach Klasse A wie der Bosch-Sensor ermöglichen eine eingeschränkte bidirektionale Kommunikation nach dem Aloha-Verfahren. Nach Versenden eines Datenpaketes gibt es zwei kurze Zeitfenster für den Empfang von Nachrichten.

Nach der Anmeldung bei TTN kann der Parkplatzsensor endlich zeigen, ob er wirklich zuverlässig den Golem.de-Parkplatz überwachen kann.

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 Bosch-Parkplatzsensor im Test: Ein Knöllchen von LoRaIst-der-golem-parkplatz-frei.de 
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crazypsycho 13. Nov 2019

Gibt schlimmeres. Könntest ja zu einem anderem Supermarkt fahren. Andere haben es...

crazypsycho 13. Nov 2019

Es gibt noch Supermärkte in denen erst jemand mit Schlüssel kommen muss, damit storniert...

senf.dazu 11. Nov 2019

angesichts solcher Sensoren und Kommunikationstechnik für mehrere 100¤ von deutschen...

mainframe 11. Nov 2019

Ist eine Schranke bei der Ein- und Ausfahrt nicht günstiger? Einfach zählen, wieviele...

Eheran 11. Nov 2019

Der Sensor kann kein Auto mehr detektieren, wenn das Magnetfeld dauerhaft anders ist...


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