Verbunden mit der Cloud, orientiert auf der Straße

Das Stichwort Connected Biking ist ein zentraler Punkt beim Nyon. So kann er zwar auch ohne Konto im firmeneigenen Portal genutzt werden, aber dann fehlen viele wichtige Funktionen. Auch die Anbindung an die App unter iOS und Android ist empfehlenswert. Beides sorgt dafür, dass der Nyon aktuelle Daten wie Touren herunterladen kann und gefahrene Strecken archiviert werden. Das klappt ebenfalls per WLAN.

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Die Einrichtung ist einfach und in wenigen Minuten abgeschlossen. Was wir nicht ganz so gut finden, ist der stetige Hinweis auf Premium-Dienste wie das Abschließen des Fahrradmotors und eigene Fahrmodi. Diese lassen sich über den jeweiligen App-Store kaufen.

Doch schon die integrierten Funktionen sind unserer Meinung nach sehr nützlich. So kann der Nyon beispielsweise die Reichweite anhand von Strecke und Topografie ziemlich genau einschätzen und gibt auf Wunsch einen Radius für eine Tour im Kartenbildschirm an. Er zeigt die Wettervorhersage (zwar ohne Windgeschwindigkeit, dafür aber mit prognostizierter UV-Strahlung und Niederschlagsmenge), kann mit Herzfrequenzmessern gekoppelt werden, analysiert Leistung und Kalorienverbrauch beim Pedalieren und berechnet sogar die Einsparungen, wenn statt des Autos das Pedelec genutzt wird.

Diese Daten können sehr übersichtlich in eigenen Bildschirmen aufbereitet werden, die jeweilige Anzeige lässt sich wie ein Widget positionieren.

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Die Standardbildschirme umfassen: Tachometer, zurückgelegte Strecke, Karte, Leistung und Einstellungen.

Gerade der Tacho hat es uns in unserem Test angetan: Er visualisiert neben der Geschwindigkeit auch den eigenen Einsatz. Dazu schnellt ein Balken im Halbkreis über den Bildschirm, sobald man kräftig antritt. Er ist zweigeteilt. Die helle Seite steht für unsere Muskelkraft, die dunkle repräsentiert den Anteil, den der Motor hinzugibt. Wir fühlten uns jederzeit angespornt, den dunklen Anteil möglichst niedrig zu halten und auf der hellen Seite des Tachos zu bleiben.

Spielerisch fit

Diese Art von Gamification zeigt das Potenzial des Nyon - durch Updates könnte er E-Bikern neue Fitness-Motivation bescheren. Warum nicht wie bei aktuellen Spielkonsolen virtuelle Belohnungen verteilen? Bosch selbst hat die Nutzerschaft genau im Blick und bestätigte uns, dass Funktionen durchaus auf Anregungen aus der Community basieren können.

Zunächst gibt es aber noch einige Probleme mit dem zentralen Feature des Nyon: der Navigation. In unserem Test kam es nur einmal vor, dass der Computer sich aufhängte und kein GPS-Signal mehr empfing. Aber bei der Routenführung wollte er uns ab und zu auf den gegenüberliegenden Fahrradweg navigieren. Auch die Auswahl zwischen schneller Ankunft und schöner Strecke ist nicht makellos. Uns schlug der Nyon eine Strecke vor, die die Hauptstraße mit gut separiertem Fahrradweg ignorierte und uns auf Kopfsteinpflastern durch ein Labyrinth aus Nebenstraßen führte.

  • Der Nyon ist jederzeit gut ablesbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit der Steuerung lassen sich die Bildschirme wechseln. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Wetter kann seit dem letzten Update angezeigt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch die Einstellungen sind übersichtlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dank Akku kann der Nyon auch ohne Pedelec genutzt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Koppelung mit einem Herzsensor klappte problemlos. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir blieben auf der hellen Seite des Tachos. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der App wird Werbung für Zusatzfunktionen eingeblendet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gefahrene und geplante Routen lassen sich in der App anzeigen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dabei können detaillierte Informationen ausgelesen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Selbst die Kadenz wird ausgewertet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bildschirme lassen sich anpassen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Online-Portal werden alle Daten hinterlegt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch Strecken lassen sich dort planen und importieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Nyon ist jederzeit gut ablesbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Auf der anderen Seite fand der Nyon jedes unserer Ziele zuverlässig und ließ sich auch nicht durch ein Abweichen von der vorgeschlagenen Route irritieren. Wir bekamen innerhalb von Sekunden eine neue Strecke vorgeschlagen.

Außerdem ist es mitnichten so, dass andere Dienste sich besser schlagen. Weder Komoot noch Google Maps identifizierten eine schöne, lange existierende und gut ausgebaute Strecke in unserer Nachbarschaft. Stattdessen schickte uns bis jetzt jeder Kartenanbieter über die Hauptstraße.

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Ansichtssache Navigation

Auch im Vergleich mit unserem Test der aktuellen Fahrradnavis schlägt sich der Nyon solide. Sein Kartenmaterial basiert auf Open Streetmap und zeigt sehr viele Details wie Geschäfte, Hotels und Tankstellen. Die Bedienung per Fingergesten ist gut gelöst und spart den Blick auf das Telefon. Wer möchte, kann Routen im Browser zu Hause über das Bosch-Portal oder Komoot vorplanen und sie auf den Nyon schicken, auch GPX-Import wird unterstützt. Bei Dunkelheit schaltet das Gerät in einen Nachtmodus mit gedämpften Farben und Helligkeit.

Während der Fahrt kann die Strecke in 2D oder wie im Auto in einer 3D-Ansicht abgebildet werden. Befindet man sich nicht auf dem Kartenschirm, wird ein Abbiegepfeil mit Meterangabe eingeblendet. Ein gut hörbarer Piepton weist auf die Richtungsänderung hin.

Dass sich der Nyon auch als Navi abseits des Rades nutzen lässt, finden wir eher eine nette Spielerei. Für rund eine Stunde könnte man sich so zum Beispiel zu Fuß orientieren.

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 Bosch Nyon im Test: Die dunkle Seite des TachosBosch Nyon: Verfügbarkeit und Fazit 
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0xDEADC0DE 18. Okt 2021 / Themenstart

Also ich brauche keine Smartphonehalterung mehr, nachdem bei meiner letzten bei einem...

Mnt 07. Okt 2021 / Themenstart

Na gut, das mag für manche Handys gelten. Ist mir aber so noch nie negativ aufgefallen...

rabbit_70 02. Okt 2021 / Themenstart

Das mag für die App von Komoot zutreffen, die nutze ich fast gar nicht, aber definitiv...

Brian Kernighan 30. Sep 2021 / Themenstart

Ja, es ist mit dem Fahrakku verbunden und lädt darüber auf. Beim Nyon1 konnte man noch...

theFiend 30. Sep 2021 / Themenstart

Jo mach halt, und anderer macht es anders...

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