Bosch Dremel 8260: Auch der Dremel hat jetzt Bluetooth und eine App

Die App des Dremel 8260 zeigt diverse Informationen wie Motorlast und Akkulaufzeit an. Gleichzeitig kann Bosch dort mehr Werbung platzieren.

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Der Dremel 8260 kann per Bluetooth an eine App angebunden werden.
Der Dremel 8260 kann per Bluetooth an eine App angebunden werden. (Bild: Bosch)

Der Dremel 8260 wird das neue akkubetriebene Multifunktionswerkzeug der bekannten, von Bosch aufgekauften amerikanischen Marke werden. Die zwei Varianten Dremel 8260-5 und 8260-5/65 werden mit dem bekannten Steckkopfsystem ausgeliefert und eine Drehzahl von 5.000 bis 30.000 rpm aufweisen. Eine LED-Akkuanzeige zeigt zudem die verbliebene Ladung an. Mehr noch: Der Dremel kann künftig mit einer Dremel-Smartphone-App gekoppelt werden.

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Dazu sind im Werkzeug ein Bluetooth-Modul und ein Microcontroller verbaut. Dieser sendet drahtlos Informationen zur Motorleistung, Drehzahl und der geschätzten verbleibenden Akkulaufzeit - hier in Stunden und Minuten, statt dreier LEDs. Die Akkuanzeige soll berücksichtigen, ob derzeit viel Last auf dem Motor, etwa durch besonders hartes Material, liegt und passt die Laufzeit entsprechend an.

App zeigt Überhitzung an

Wichtiger könnte die Temperaturanzeige werden: Die App gibt an, wenn der Motor überhitzt. Das ist ein generelles Problem bei den kabellosen Dremel-Werkzeugen, die unter Last schneller abschalten als die kabelgebundene Variante - zumindest nach Erfahrungen von Golem.de. Die Software ist dabei mit einem Leitfaden für diverse Materialien ausgestattet. Bosch gibt darin Tipps, wie welcher Baustoff am besten gefräst, geschliffen, gebohrt oder gesägt wird.

Das Ganze wird mit einem kostenlosen My-Dremel-Profil verknüpft, welches Zugriff auf weitere Funktionen wie Kundensupport bietet. Außerdem soll dadurch die Gewährleistung um ein Jahr erweitert werden. Die Software bietet Konten die Bedienungsanleitung digital an, stellt einen Kaufbeleg und ein Garantiezertifikat aus.

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Es ist nicht klar, ob die App eine Registrierung voraussetzt. Das ist allerdings bei diversen Smart-Home-Geräten üblich. Unabhängig davon scheint Bosch die App auch als Werbeplattform für weitere Dremel-Produkte aufzubauen. "All das und vieles mehr sind Projekte mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die zeigen, wie vielseitig das Dremel-Universum ist. Zugriff auf das Beste von Dremel per App oder im Netz - das bietet und bündelt das neue digitale Angebot", schreibt das Unternehmen in der Pressemitteilung.

  • Dremel 8260 (Bild: Bosch)
  • Dremel 8260 (Bild: Bosch)
  • Dremel 8260 (Bild: Bosch)
  • Dremel 8260 (Bild: Bosch)
Dremel 8260 (Bild: Bosch)

Beide Versionen des Dremel 8260 verwenden das gleiche Produkt. Im 8260-5/65 ist allerdings ein Werkzeugkoffer und weiteres Zubehör, etwa ein Zweitakku, enthalten. Der Dremel 8260-5 wird 210 Euro kosten, das 8260-5/65-Set wird bei 300 Euro liegen. Der Produktstart ist für den November 2021 geplant, bereits im September soll die Registrierung für das Mydremel-Portal freigeschaltet werden.

Der Autor meint dazu

Wer bereits mit Dremel-Werkzeugen gearbeitet hat, weiß: In einigen Fällen ist absolute Konzentration beim Fräsen und Schneiden gefragt. Außerdem fliegen bei einigen Materialien (etwa Holz) feine Späne über die gesamte Arbeitsfläche. Dort ein mitunter teures Smartphone als Informationsdisplay zu platzieren, ist eine schlechte Idee. Das Telefon könnte durch Feinstaub verschlissen werden. Schlimmer noch: Die vielen Anzeigen können uns von der Arbeit ablenken. Da wäre eine simple Überhitzungsanzeige am Dremel völlig ausreichend.

Ganz offensichtlich ist die neue App einfach eine Werbeplattform für Bosch, um noch mehr teils sehr teure Produkte zu verkaufen. Es stellt sich auch die Frage, inwieweit das Unternehmen Kundendaten, die bei Kontoerstellung angegeben werden, auswertet und etwa für gezieltes Marketing weiterverwendet. Das wird sich erst zeigen, wenn die Plattform startet.

Gut: Das Ganze ist wohl nur optional und kann auch ignoriert werden. Garantieverlängerungen sind aber ein gutes Lockmittel.

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