BOS: Viele Flughäfen unzureichend mit Digitalfunk versorgt

Dass neben Bahnanlagen auch Flughäfen nicht ausreichend mit BOS versorgt seien, nennt die Innenexpertin der Grünen-Fraktion im Bundestag alarmierend.

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Die Flughafen-Rettungsdienste am Airport Nürnberg
Die Flughafen-Rettungsdienste am Airport Nürnberg (Bild: Airport Nürnberg/Katharina Ostertag)

Die Flughäfen in Deutschland sind nur unzureichend mit dem Digitalfunk versorgt, der für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) vorgeschrieben ist. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der Rheinischen Post vorliegt. "Aus Sicht der Bundespolizei sind 20 Flughäfen mit bundespolizeilicher Zuständigkeit nicht ausreichend mit Digitalfunk BOS versorgt", heißt es in der Antwort. Die Bundespolizei führe zur Verbesserung der Situation Gespräche mit den Flughafenbetreibern, die als Eigentümer dafür verantwortlich seien.

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"Dass neben einer hohen Anzahl von Bahnanlagen auch Flughäfen nicht ausreichend versorgt sind, ist alarmierend", sagte die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Irene Mihalic. "Die Bundesregierung muss hier dringend handeln, damit eine zuverlässige Kommunikation von Polizei und Feuerwehr jederzeit sichergestellt ist." Das Digitalfunknetz bleibe "ein Flickenteppich und Sicherheitsrisiko", kritisierte sie, vor allem wenn an besonders sensiblen Orten keine ausreichende Netzabdeckung gewährleitestet sei. In Deutschland gibt es insgesamt 35 internationale und regionale Flughäfen.

Das BOS ist nach Angaben der Betreiber weltweit das größte Funknetz, das auf dem internationalen Tetra-Standard basiert. Im Jahr 2009 bot der Digitalfunk der Behörden eine Datenrate von 3 KBit/s. Gegenwärtig ermöglicht der Funk Übertragungsraten von theoretisch maximal 28,8 KBit/s, dies entspreche "den modernen Anforderungen nicht ansatzweise", erklärten auch die Betreiber. Mit den freiwerdenden 450-MHz-Frequenzen soll sich dies verbessern.

Deutscher Feuerwehrverband erklärt Pläne für 450 MHz

Doch in den bisherigen Netzen, die diese Bereiche nutzen, werden nur Datenraten von 1 bis 5 MBit/s erreicht. Es handelt sich um regionale CDMA-Netze.

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Das räumte der Deutsche Feuerwehrverband auf Nachfrage von Golem.de ein: "Richtig ist, dass die Bandbreite bei 450 MHz eingeschränkt und für große Datenpakete/Streaming oder laufende Bildübertragung wenig geeignet ist. Hier sieht aber auch das Konzept der BDBOS einen mehrstufigen Ausbau vor, es ist bekannt, dass für die Übermittlung großer Datenpakete zusätzlich auf 4G-Netze aufwärts zurückgegriffen werden muss und wird", erklärte ein Fachreferent. Dennoch biete dieses Netz gute Möglichkeiten, Datenkommunikation kleinerer Datenmengen zur Entlastung und als Rückfallebene bei einem 4G-Ausfall zur Verfügung zu stellen.

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