BOS: Feuerwehr will bei 450 MHz mehr Daten übertragen

Die Feuerwehr will ihren langsamen BOS-Funk erweitern und Messenger sowie Bildübertragung einsetzen. Doch ist das mit den Frequenzen möglich?

Artikel veröffentlicht am ,
Regierungsviertel-Feuerwache Tiergarten
Regierungsviertel-Feuerwache Tiergarten (Bild: Deutscher Feuerwehrverband)

Die Feuerwehren wollen zusammen mit anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) die zu vergebenden Frequenzen im Bereich um 450 MHz nutzen. Das gab der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) am 17. März 2020 bekannt. "Mobiler Einsatz erfordert zwingend eine Funklösung", erklärte Lars Oschmann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker (m/w/d) für den IT Vor-Ort Support
    DATAGROUP Köln GmbH, Köln, München, Dessau
  2. Mitarbeiter (m/w/d) First Level Support/IT-Service Desk
    WDR mediagroup digital GmbH, Köln
Detailsuche

Datenkommunikation sei zusätzlich zur Sprache in Zukunft als "einsatzkritisch" einzustufen, so zum Beispiel für Messenger, Bildübertragung und Vitaldaten. Doch in den bisherigen Netzen, die diese Bereiche nutzen, werden nur Datenraten von 1 bis 5 MBit/s erreicht. Es handelt sich um regionale CDMA-Netze. Bisher sind mit dem bestehenden Tetra-Netz nach rund zehn Jahren Werte von maximal 28,8 KBit/s möglich.

"Die für einsatzkritische Übertragung notwendige Sicherheit, zeitliche Verfügbarkeit und räumliche Abdeckung können die in Deutschland verfügbaren kommerziellen Netze nicht bieten. Daher ist ein eigenes dediziertes Funknetz sinnvoll", erläuterte Oschmann.

Durch die niedrige Frequenz wird eine hohe Reichweite erreicht. Daher sei der derzeit zur Neuzuteilung ab dem Jahr 2021 anstehende Bereich um 450 MHz "der einzig sinnvolle und mögliche Frequenzbereich für ein solches Netz. Die Frequenzen sind grenzüberschreitend nutzbar", erklärte der Feuerwehrverband. Eine flächendeckende Verwendung der bereits den BOS zugeteilten Frequenzen bei 700 MHz würde Tausende neue Standorte erfordern und daher Kosten im mittleren Milliardenbereich verursachen. Außerdem seien diese Frequenzen Randfrequenzen, die international nicht für LTE standardisiert seien. Es sei daher keine marktgängige Technik verfügbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


WinnieW 18. Mär 2020

Es kommt beim Frequenzbedarf auf den konkreten Nutzungszweck an. Damit meine ich nicht...

WinnieW 18. Mär 2020

Diese Diskussion gab es bereits vor über 20 Jahren als die Behörden vor der Wahl standen...

M.P. 17. Mär 2020

Naja, es geht wohl um ca 5 MHz, die da zur Disposition stehen. Mit modernen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Chrome OS Flex
Das Apple Chromebook

Ein zehn Jahre altes Notebook lässt sich mit Chrome OS Flex wieder flott machen. Wir haben Googles Betriebssystem ausprobiert und waren begeistert.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

Chrome OS Flex: Das Apple Chromebook
Artikel
  1. Ransomware: Universität erzielt durch Lösegeldrückzahlung Gewinn
    Ransomware
    Universität erzielt durch Lösegeldrückzahlung Gewinn

    Die Universität Maastricht wurde nach einem Ransomware-Angriff erpresst und zahlte. Krypto-Kursschwankungen führten nun zu einem finanziellen Gewinn.

  2. CPU: RISC-V-Laptop soll native Entwicklung ermöglichen
    CPU
    RISC-V-Laptop soll native Entwicklung ermöglichen

    Der erste Laptop mit RISC-V soll noch in diesem Jahr verfügbar sein und eine Quadcore-CPU samt 16 GByte RAM bieten.

  3. Nvidia Ada: Geforce RTX 4090 soll Performance verdoppeln
    Nvidia Ada
    Geforce RTX 4090 soll Performance verdoppeln

    Über ein Drittel mehr Takt als eine Geforce RTX 3090 Ti: Bei der Ada-Generation soll Nvidia viele Shader bei mehr als 2,5 GHz nutzen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI RTX 3080 12GB günstig wie nie: 959€ • AMD Ryzen 7 günstig wie nie: 259€ • Der beste 2.000€-Gaming-PC • Cooler Master 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ • Asus RX 6900 XT OC günstig wie nie: 1.049€ • Mindstar (Gigabyte RTX 3060 399€) • Galaxy Watch3 45 mm 119€ [Werbung]
    •  /