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Aus ausgehobener Erde sollen Bausteine werden

Unabhängig davon, wie schnell eine Schnecke nun tatsächlich kriecht, soll die Geschwindigkeit von 50 Metern pro Stunde hauptsächlich durch Verbesserungen im Betrieb der Maschinen erreicht werden. Ein großer Teil davon soll durch kontinuierlichen Betrieb erreicht werden. Derzeit besteht ein großer Teil des Bohrvorgangs in weicher Erde nicht aus dem Bohren, sondern dem Abstützen der Tunnelwände. Die Boring Company will beides parallel tun.

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Ein wichtiger Punkt soll die Optimierung des Abtransports der Erde sein, der 15 bis 20 Prozent der Kosten ausmacht. Der Aushub soll komprimiert und mit etwas Beton vermischt werden, um Ziegelsteine als Baumaterial herzustellen. Auf ähnliche Weise sollen auch die Stützsegmente für den Tunnel aus diesem Material vor Ort an der Baustelle hergestellt werden. Es gibt Pläne, die Ziegelsteine später zu verkaufen. Aus den Ziegeln vom Bau des Testtunnels sollen zunächst ein Tempel des Horus, eine Pyramide und eine Sphinx gebaut werden.

Beim Bau der Tunnel sollen auch Gleise für Grubenbahnen zum Materialtransport verlegt werden - mit Ausweichgleisen, sodass mehrere Grubenbahnen gleichzeitig Erde abfahren können, während andere die Stützsegmente zur Bohrmaschine transportieren. Laut Elon Musk wird das bisher nicht getan. Die Bahnen wurden auf Basis von zwei Tesla-Antriebssträngen entwickelt, um die Dieselabgase herkömmlicher Bahnen zu vermeiden. Auch die Bohrmaschinen selbst werden elektrisch angetrieben, Musk schwebt auch bei diesen Maschinen ein Antrieb mit wechselbaren Akkus vor, um keine kilometerlangen Kabel zum Bohrer verlegen zu müssen.

Der Testtunnel bekommt Ausnahme von der Umweltprüfung

Die Tunnel sollen in rund 10 bis 20 Meter Tiefe gebohrt werden, unterhalb der restlichen Infrastruktur von Los Angeles. Musk forderte die Bevölkerung auf, sich zu melden, falls sie durch die Bohrarbeiten am Testtunnel gestört werden. Dieser wird allerdings auf privatem Gelände errichtet, ohne Häuser zu untertunneln. Aufgrund der Tiefe soll von den Arbeiten an der Oberfläche nichts zu spüren sein. Entlang der Teststrecke werden Sensoren aufgebaut, um bei einer Absenkung von mehr als einem Zehntelmillimeter die Arbeiten stoppen zu können.

Der Bau des Testtunnels hat laut LA Times aber auch Kritik hervorgerufen, weil der Boring Company eine Ausnahmegenehmigung zur Umgehung der Prüfung von Umweltauflagen erteilt wurde. Elon Musk betont dabei, dass der Antrag auf die Ausnahmegenehmigung selbst bereits Untersuchungen für die Umweltauflagen enthalte, der reguläre Genehmigungsprozess aber den Bau um Jahre verzögern würde. Die Boring Company ist überhaupt nur in der Lage, eine solche Ausnahme zu erwirken, weil der Tunneldurchmesser mit 4,2 Metern knapp innerhalb der Grenzen für solche Sonderregelungen liegt. Spätere Tunnel sollen aber eine vollständige Umweltprüfung durchlaufen.

Laut LA Times soll der Bau des Testtunnels neun Monate dauern, bei 20 Arbeitsstunden pro Tag. Die Baugeschwindigkeit entspräche damit einem Durchschnitt von 1,1 Meter pro Stunde. Die Rennschnecke Archie hätte die Strecke mit ihrem Rekordtempo in nur einem Monat geschafft.

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 Boring Company: Tunnel in Rekordschneckentempo graben
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SanderK 22. Mai 2018

Du meinst also wirklich, das die Morloks die Produktion retten können? ((^^)) Ich hege...

oxybenzol 21. Mai 2018

Kannst du mal die Stellen aus beiden Artikeln zitieren, welche deine Meinung unterstützen?

oxybenzol 21. Mai 2018

Ah, Beacause Science. Dann kennst du bestimmt auch Muskwatch. News zu Elon Musk im Stil...

neanuk 19. Mai 2018

Und warum sollte er als Strassen oder Bahntunnel zugelassen werden wenn es nicht dafür...

Dwalinn 19. Mai 2018

Weltwunder? Das ist einfach nur ein Tunnel der angeblich schneller zu bauen sein soll...


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