Bored Ape Yacht Club: Kommen NFTs als MMO zurück?
Yuga Labs ist eine der umstrittensten, aber auch größten Firmen des Web3. Nun wollen sie ihre NFT-Sammlung ins Metaverse bringen.
Der Hype um NFTs wirkt im Jahr 2023 wie ein Phänomen der Vergangenheit. Zwar setzen Modemarken wie Louis Vuitton, Adidas oder Gucci (und sogar der BND) immer noch auf die bebilderten Blockchain-Besitzzertifikate, im Großen und Ganzen ist das Transaktionsvolumen des Marktes aber in die Bedeutungslosigkeit abgesackt.
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Um sich vor dieser Bedeutungslosigkeit zu retten, positioniert sich eines der Unternehmen aus dem Mittelpunkt des Hypes schon seit einer Weile neu. Yuga Labs, die Schöpfer des kontroversen Bored Ape Yacht Club, hat seit Ende 2022 einen neuen CEO aus der Spielebranche – Daniel Alegre war zuvor Manager bei Activision Blizzard. Ziel von Yuga Labs: das Metaverse.
"Metaverse ist derzeit ein Buzzword und viele spekulieren über seinen Tod", sagt Spencer Tucker im Gespräch mit Golem.de. Tucker ist seit 2022 Yugas Chief Gaming Officer. Was viele nicht verstünden, sei, "dass das Metaverse nicht neu ist – es ist einfach eine Weiterentwicklung des Internets. Ein kollektiver, gemeinsamer, immersiver virtueller Raum", erklärt er. Der virtuelle Raum, den Yuga Labs rund um seine NFT-Sammlungen aufbaut, heißt Otherside.
"Wir sind keine Spielefirma"
Mit einem Chief Gaming Officer, einem CEO von Activision Blizzard und einem Metaverse-Projekt, das an ein klassisches MMO erinnert, scheint Yuga Labs immer mehr zu einem Gaming-Unternehmen zu werden. "Wir sind keine Spielefirma", betont Tucker hingegen. Yuga sei "ein kreatives Medienunternehmen", dem Gaming zwar wichtig sei. Dies sei aber nicht der einzige Fokus. Der sei eine "Mischung aus Storytelling, Community und Technologie".
Konkreter wird die Vision vom Metaverse bislang nicht. Otherside wird gemeinsam mit dem britischen Unternehmen Improbable entwickelt. Statt des für Web3-Projekte obligatorischen Whitepapers veröffentlichte Yuga bislang lediglich ein sogenanntes Litepaper, das noch einige Fragen offen lässt.
Langfristig wolle Yuga Labs mit seinen Produkten "Hunderten von Millionen Menschen" den Einstieg in das Web3 ermöglichen, heißt es. Yugas "Strategie bestehe darin, disruptive Erfahrungen für den Massenmarkt zu schaffen, weil sie der breiten Masse etwas noch nie Dagewesenes bieten: Eigentum, Interoperabilität und Übertragbarkeit".
Ein weit entferntes Ziel, wenn man bedenkt, wie viele Menschen tatsächlich NFTs von Yuga Labs besitzen. Lediglich einige Tausend sind es jeweils für Cryptopunks, Bored Apes und Meebits. Otherdeed, die virtuellen Grundstücke für Otherside, kommen laut der NFT-Plattform Opensea immerhin auf mehr als 17.000 einzigartige Besitzer. Digitales Eigentum, von dem auch Yuga Labs profitiert.
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ist das Sylvester Stallone da ganz links?
Kwt
Das wollte ich auch nicht in Frage stellen und verstehe auch das Interesse auf diesen...
Die meisten Spiele mit NFTs zielen drauf ab, dass man möglichst schnell investiert, die...