Abo
  • Services:
Anzeige
Plötzlich erschienen 15.000 neue Subnetze in der globalen Routingtabelle und sorgten für Schluckauf im Internet.
Plötzlich erschienen 15.000 neue Subnetze in der globalen Routingtabelle und sorgten für Schluckauf im Internet. (Bild: BGPMon)

Border Gateway Protocol: Zu große Routingtabellen verursachen Internetausfälle

Anfang der Woche kam es zu zahlreichen Ausfällen im Internet, etwa nicht erreichbare Webseiten. Schuld waren zu große Routingtabellen, die ältere Cisco-Router nicht mehr bewältigen konnten.

Anzeige

Zwischen Montagnachmittag und Dienstag ist es vor allem in den USA zu Ausfällen im Internet gekommen. Zahlreiche Webseiten waren vorübergehend nicht erreichbar. In entsprechenden Foren berichteten Anwender, dass nicht nur ein Provider betroffen war. Die Ursache musste also in der Infrastruktur zu suchen sein.

Die Experten bei BGPmon.net beobachteten einen auffälligen Anstieg der Ausfälle autonomer Systeme. Die gibt es zwar ständig, durchschnittlich sind laut BGPmon.net täglich 1.470 autonome Systeme von vorübergehenden Störungen betroffen. Anfang der Woche verzeichnete die Webseite aber eine Verdopplung der Ausfälle. Es sei die größte Störung der letzten zwölf Monate, heißt es in einem Blogeintrag.

Zu viele Einträge in der Routingtabelle

Da nicht nur ein Provider betroffen war, spekulierten die Betroffenen, dass möglicherweise ältere Router von Cisco, die von Internet Service Providern vielfach für das Border Gateway Protocol (BGP) eingesetzt werden, die Ursache sein könnten. In älteren Cisco-Routern wird im inhaltsadressierbaren Speicher standardmäßig nur Platz für 512.000 Einträge in der globalen Routingtabelle reserviert, die vom BGP genutzt wird, um autonome Systeme miteinander zu verbinden. Da immer weniger IPv4-Adressen zur Verfügung stehen, werden immer kleinere Adressblöcke an Kunden weitergegeben, was wiederum die globale Routingtabelle vergrößert. Gegenwärtig haben sie 500.000 Einträge, das variiert aber je nach Tier-1-Provider und Standort.

Zugleich verzeichnete BGPmon.net einen plötzlichen Anstieg neuer Subnetze für autonome Systeme, die in den globalen Routingtabellen beim Tier-1-Provider Level3 in Chicago registriert wurden. Insgesamt seien es etwa 15.000 gewesen. Sie seien aber nur ein paar Minuten lang sichtbar gewesen. Das reichte aber offenbar, um die zahlreichen Störungen auszulösen.

Kurz da, schnell wieder weg

Die neu registrierten Subnetzadressen stammen laut BGPmon.net fast ausschließlich aus Verizons autonomen Netzwerken 701 und 705 in den USA. Offenbar habe die interne Aggregierung der Subnetzadressen bei Verizon nicht funktioniert und dazu geführt, dass tausende /24-Subnetzmasken plötzlich in der globalen Routingtabelle landeten. Die wiederum sprengte die Speichergrenze der älteren Cisco-Router. Verizon habe das Problem aber schnell in den Griff bekommen.

Bald wird ohnehin die 512.000-Grenze der Routingtabellen erreicht. Es gibt aber auch für ältere Cisco-Router eine Lösung, mit der die Tabellengröße erhöht werden kann.


eye home zur Startseite
datapath 05. Nov 2015

Hi, wenn das Routing über datapath.io liefe, dann könnte man sowas vermeiden..

jt (Golem.de) 13. Aug 2014

Jupp. Der ist jetzt korrigiert.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  4. Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 65,89€ (Bestpreis!)
  2. (Core i5-7600K + Asus GTX 1060 Dual OC)
  3. auf Kameras und Objektive

Folgen Sie uns
       


  1. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  2. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  3. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam

  4. IETF

    Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken

  5. Surface Diagnostic Toolkit

    Surface-Tool kommt in den Windows Store

  6. Bürgermeister

    Telekom und Unitymedia verweigern Open-Access-FTTH

  7. Layton's Mystery Journey im Test

    Katrielle, fast ganz der Papa

  8. Kabel und DSL

    Vodafone gewinnt 100.000 neue Festnetzkunden

  9. New Technologies Group

    Intel macht Wearables-Sparte dicht

  10. Elektromobilität

    Staatliche Finanzhilfen elektrisieren Norwegen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Razer Lancehead im Test: Drahtlose Symmetrie mit Laser
Razer Lancehead im Test
Drahtlose Symmetrie mit Laser
  1. Razer Blade Stealth 13,3- statt 12,5-Zoll-Panel im gleichen Gehäuse
  2. Razer Core im Test Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  3. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

  1. Re: Steuergeldverschwendung

    locke.d | 18:52

  2. Re: Sony xperia z5c

    smabalambajamba | 18:52

  3. Re: Breitbandausbau fördern aber weiter...

    spezi | 18:51

  4. Re: 30¤ wtf?

    leMatin | 18:49

  5. Re: E-Autos sind das falsche Produkt

    css_profit | 18:47


  1. 16:55

  2. 16:33

  3. 16:10

  4. 15:56

  5. 15:21

  6. 14:10

  7. 14:00

  8. 12:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel