Abo
  • Services:

Border-Gateway-Protokoll: Angriff auf AWS-Server führt zu Ether-Diebstahl

Um Ether zu stehlen, haben Kriminelle die BGP-Routen eines Amazon-AWS-Servers manipuliert. Anfragen zu einer Ethereum-Wallet wurden dann zu den Kriminellen umgeleitet.

Artikel veröffentlicht am ,
Mining erfordert viele Grafikkarten.
Mining erfordert viele Grafikkarten. (Bild: Federico Parra/Getty Images)

Mit einem Angriff auf das Border-Gateway-Protokoll haben Angreifer den Internetverkehr des Dienstes MyEtherWallet auf einen eigenen Server umgeleitet, um Einheiten der Kryptowährung Ether zu erbeuten. Der Dienst wird eigentlich bei Amazons AWS gehostet, der BGP-Angriff richtete sich also gegen einige Server von Amazon.

Stellenmarkt
  1. Engelhorn KGaA, Mannheim
  2. Electric Paper Evaluationssysteme GmbH, Lüneburg

Nutzer, die der Weiterleitung folgten, mussten allerdings eine HTTPS-Warnung bestätigen, da ein mit der Seite der Betrüger verknüpftes TLS-Zertifikat unsigniert war. Offenbar haben aber einige Benutzer die Warnungen ignoriert. Nach dem Wegklicken der Meldung wurden die Ethereum-Wallets der Nutzer geleert und auf ein Konto der Angreifer überwiesen.

Die Wallet enthält aktuell Ether im Wert von rund 16 Millionen US-Dollar. Der Angriff auf die Amazon-Dienste selbst brachte nach derzeitigem Stand etwa 13.000 US-Dollar in der Kryptowährung ein.

Unternehmen bestätigt den Angriff

MyEtherWallet hat den Angriff bestätigt. Auf Reddit schrieb das Unternehmen: "Wir sind gerade dabei herauszufinden, welche Server angegriffen wurden, um die Probleme so schnell wie möglich zu beheben." Bis zum Abschluss der Untersuchung empfehle man den Nutzern, eine lokale Kopie der Software zu nutzen.

Den Angreifern gelang es offenbar, Amazons Routing-Dienst Route 53 zu überlisten. Das Unternehmen gibt aber an, dass der Dienst selbst nicht kompromittiert worden sei. Schuld sei ein "Upstream-Internet-Provider", der von Kriminellen angegriffen wurde und dann den Internverkehr einiger IP-Adressen von Amazons DNS-Dienst Route 53 umgeleitet habe.

Kryptowährungen sind seit Jahren ein beliebtes Ziel von Kriminellen. Einige nutzen heimliche Kryptominer, um die CPUs von Webseitenbesuchern für das Mining einzuspannen. Andere greifen Plattformen mit sogenannten Hot-Wallets direkt an, etwa bei der Handelsplattform Nicehash.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

danielmain 27. Apr 2018

Also mir Persoenlich als Software Entwickler bin ich am Preis wenig Interessiert. Ich...

Handle 25. Apr 2018

Ja, dann kannst du dir gültige Zertifikate generieren. Das haben die Kriminellen zum...

bernd71 25. Apr 2018

Also kein AWS Server wurde kompromitiert, auch der DNS Server wurde nicht in...

Dermog 25. Apr 2018

Weil heutzutage kaum noch wer was hinterfragt, oder einfach keine Lust und kein Interesse...


Folgen Sie uns
       


Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 2)

In Teil 2 unseres Livestreams wächst nicht nur unsere Party, sondern es gibt auch beim Endkampf jede Menge Drama, Wut und Liebe im Chat.

Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 2) Video aufrufen
Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
Job-Porträt Cyber-Detektiv
"Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Flexibles Smartphone: Samsung verspielt die Smartphone-Führung
Flexibles Smartphone
Samsung verspielt die Smartphone-Führung

Jahrelang dominierte Samsung den Smartphone-Markt mit Innovationen, in den vergangenen Monaten verliert der südkoreanische Hersteller aber das Momentum. Krönung dieser Entwicklung ist das neue flexible Nicht-Smartphone - die Konkurrenz aus China dürfte feiern.
Eine Analyse von Tobias Költzsch

  1. Flexibles Display Samsungs faltbares Smartphone soll im März 2019 erscheinen
  2. Samsung Linux-on-Dex startet in privater Beta
  3. Infinity Flex Samsung zeigt statt Smartphone nur faltbares Display

Dell Ultrasharp 49 im Test: Pervers und luxuriös
Dell Ultrasharp 49 im Test
Pervers und luxuriös

Dell bringt mit dem Ultrasharp 49 zwei QHD-Monitore in einem, quasi einen Doppelmonitor. Es könnte sein, dass wir uns im Test ein kleines bisschen in ihn verliebt haben.
Ein Test von Michael Wieczorek

  1. Magicscroll Mobiles Gerät hat rollbares Display zum Herausziehen
  2. CJG50 Samsungs 32-Zoll-Gaming-Monitor kostet 430 Euro
  3. Agon AG322QC4 Aggressiv aussehender 31,5-Zoll-Monitor kommt für 600 Euro

    •  /