Verschiedene Darstellungsmodi für unterschiedliche Situationen

Grundsätzlich lassen sich am Mira selbst vier voreingestellte Darstellungsmodi auswählen: Ein Standardmodus mit durchschnittlichem Kontrast, ein Textmodus mit hohem Kontrast, ein Videomodus mit schneller Reaktionszeit sowie ein Präsentationsmodus, den wir nie verwendet haben. Zusätzlich lassen sich in jedem gewählten Modus die Reaktionszeit, der Kontrast der Schatten, der Kontrast der Lichter sowie die Beleuchtung einstellen - zu den Auswirkungen der Einstellungen gleich mehr.

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Dank einer Auflösung von 2.200 x 1.650 Pixeln stellt der Mira Bildschirminhalte scharf genug dar. Vor allem Texte und Diagramme sehen auf dem E-Ink-Display gut aus - was an den Eigenschaften der Bildschirmtechnologie liegt. Darstellungen mit hohem Kontrast wie Text wirken auf einem derartigen Panel stellenweise wie gedruckt, weshalb die E-Ink-Technologie ja auch seit Jahren für E-Book-Reader verwendet wird (die Boox ebenfalls anbietet). Bei längerer Nutzung haben wir das Gefühl, dass unsere Augen weniger ermüden - vor allem, wenn wir die Hintergrundbeleuchtung ausschalten und indirektes Licht verwenden.

Fotos oder gar bewegte Bilder kann der Mira zwar darstellen, gut sieht das aber nicht aus. Für Anwendungen, bei denen es auf Farbtreue ankommt, ist das Display verständlicherweise nicht geeignet - der Bildschirm kann 16 Graustufen, aber keine Farben darstellen. Zwar gibt es in den Einstellungen einen expliziten Videomodus, auch mit diesem sehen Videos aber eher bescheiden aus.

Stark bei allem, was mit Text zu tun hat

Die Stärken des Mira liegen für uns klar in Textverarbeitung, dem Lesen von Internetseiten, Arbeiten mit Tabellenkalkulationen oder mit sonstigen Grafiken und generell Produktivitätssoftware. Dann zeigt der Bildschirm, was die E-Ink-Technologie für Vorteile bietet: ein scharfes Bild, eine augenschonende Darstellung und die Möglichkeit, den Monitor ohne Hintergrundbeleuchtung verwenden zu können.

  • Der Mira lässt sich beispielsweise über USB-C und Thunderbolt an ein Notebook anschließen - und ist ideal für alles, was mit Text zu tun hat. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ist die Reaktionsgeschwindigkeit des Displays hoch eingestellt, gibt es schneller Schatten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Nach einem Refresh ist von den Schatten nichts mehr zu sehen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Mira eignet sich auch gut zum Lesen von Webseiten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit verschiedenen Menüeinstellungen lässt sich die Bildwiedergabe steuern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Hier der Kontrastunterschied zwischen dem Standardmodus ...
  • ... und dem Textmodus mit deutlich höherem Kontrast. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Boox Mira im Standby-Modus (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Mira lässt sich mit Hilfe einer Hülle, die auch als Ständer dient, aufstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf der linken Seite ist ein Menübutton eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die rechte Seite beherbergt die Anschlüsse und das Jog-Dial, mit dem wir durch die Menüs navigieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der große Button auf der Vorderseite führt einen Refresh des Displays durch - und beseitigt eventuell vorhandene Ghost-Schatten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zusammengeklappt ist der Mira nicht größer als ein 13-Zoll-Tablet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf der Rückseite sind Schraubverbindungen für einen VESA-Mount eingebaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Der Mira eignet sich auch gut zum Lesen von Webseiten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Entsprechend dieser eng gefassten Nutzungsszenarien eignet sich der Mira eher nur für eine spezielle Nutzergruppe. Als einen vollständigen Ersatz für einen normalen LCD- oder OLED-Monitor sehen wir das Display nicht. Der Hersteller bewirbt den Monitor vor allem eher für produktives Arbeiten und nicht als Unterhaltungsgerät.

Praktisch ist, dass der Mira einen Touchscreen hat. Wir können Inhalte entsprechend mit dem Finger bedienen, was wir bei einem Zusatzdisplay manchmal sehr praktisch finden. Der Bildschirm reagiert gut und schnell auf unsere Touch-Eingaben. Ein Tablet-Ersatz ist der Mira dadurch natürlich trotzdem nicht, da er keinen eingebauten Akku hat und zudem auf ein externes Videosignal angewiesen ist.

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Auch die eingebaute Beleuchtung ist gut: Wir können zwei LED-Beleuchtungspanels separat steuern - eines mit kalter Lichttemperatur und eines mit warmer Lichttemperatur. Sollten wir also doch einmal auf die interne Beleuchtung zurückgreifen wollen, können wir diese sehr gut nach unserem Geschmack und der aktuellen Lichtsituation anpassen. Die beiden Panels erlauben die Steuerung der Lichtintensität in mehreren Stufen, weshalb wir letztlich die Lichtfarbe selber mischen können. Möglich ist daher auch, die Beleuchtung sehr warm einzustellen - etwa für die Nutzung am Abend im Dunkeln.

Wir wechseln oft zwischen den Modi

Grundsätzlich sind die im Mira selbst gespeicherten Benutzungsmodi für unterschiedliche Anwendungen gut voreingestellt. Wir können sie über ein Jog-Dial am rechten Rand schnell wechseln, was wir über den Tag hinweg tatsächlich öfters gemacht haben. Wechseln wir von einem Textdokument zu einer Webseite oder in die Einstellungen von Windows, ist der hohe Kontrast des Textmodus zu stark; eine leichte Drehung am Einstellrad und wir sind zurück in der Standardeinstellung mit weniger hartem Kontrast und können alles gut erkennen.

Dieses häufige Umschalten ist bei normalen Monitoren nicht notwendig und ist für uns daher am Anfang etwas ungewohnt. Das Umschalten vor allem auf den Textmodus lohnt sich unserer Meinung aber, Textverarbeitungsprogramme sehen auf dem Mira dann aus wie gedruckt. Grundsätzlich können wir die verschiedenen Modi auch schnell über das Display im Mira selbst bearbeiten. Es lohnt sich vor allem, die Reaktionszeit anzupassen: Tippen wir einen Text, reicht eine langsame Reaktionszeit - dafür werden die für die E-Ink-Technologie typischen Ghost-Artefakte minimiert.

Wen die Artefakte bei der Nutzung irgendwann zu stark stören, kann den Mira mit einem Druck auf einen Knopf an der rechten unteren Vorderseite einfach aktualisieren. Dann sind die Artefakte erst einmal wieder verschwunden. Wie bei E-Book-Readern lassen sich die Artefakte nur minimieren, nicht aber verhindern - auch dies ist eine der verwendeten Technologie geschuldete Eigenschaft, die sich schlichtweg nicht verhindern lässt. Bei niedriger Reaktionszeit sind die Schatten aber beispielsweise bei Texten für unseren Geschmack zu vernachlässigen.

Mehr Einstellungsmöglichkeiten mit optionalem PC-Programm

Mit der kostenlosen Mira-Anwendung können wir alle Einstellungen des Onboard-Menüs auch vom PC aus tätigen. Zudem gibt es die Möglichkeit, detailliertere Voreinstellungen zu programmieren und aufzurufen. In den Grundeinstellungen können wir zudem den automatischen Refresh des Displays bestimmen - und so für eine schnellere Beseitigung von Artefakten sorgen. In der alltäglichen Nutzung empfinden wir drei Minuten als eine gute Frequenz, aber dabei kommt es auf die Präferenzen der Nutzer an.

Die Mira-App kopiert weitere Voreinstellungen sowie Änderungen an der Refresh-Rate nicht auf einen Speicher im Display selbst. Wir mussten die Anwendung im Laufe unseres Tests oft neu starten, wenn wir unseren PC aus dem Standbymodus wieder aufgeweckt hatten - an dieser Stelle sehen wir noch Verbesserungsbedarf.

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 Boox Mira im Test: Ein Display wie aus PapierBoox Mira: Verfügbarkeit und Fazit 
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fabische 22. Mär 2022 / Themenstart

...ist eine Tautologie. E-Ink-Displays sind immer augenschonend.

Lorphos 21. Mär 2022 / Themenstart

Ich habe es letzten Sommer mit dem Onyx Boox Max Lumi probiert, das hat auch einen HDMI...

Herold68 21. Mär 2022 / Themenstart

Ich habe hier seit einem Jahr das Onyx Boox 3 im Einsatz. Normalerweise als A4 (13 Zoll...

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