Bootloader angreifbar: Sicherheitslücken in U-Boot gefährden unzählige Systeme
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Sicherheitsforscher von Binarly haben gefährliche und zum Großteil schon seit 2013 bestehende Sicherheitslücken in dem weitverbreiteten Bootloader U-Boot aufgedeckt. Angreifer können anfällige Systeme damit zum Absturz bringen und im schlimmsten Fall sogar Schadcode einschleusen, der vor dem Start des Betriebssystems ausgeführt wird. Patches sind zwar verfügbar, müssen aber von Herstellern weitergereicht werden.
U-Boot unterstützt verschiedene CPU-Architekturen wie x86, Arm, Mips, Risc-V und PowerPC und kommt unter anderem auf smarten Kameras, Routern und bei Embedded Systemen zum Einsatz. Wie die Binarly-Forscher in einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) schildern, wird das Tool aber oft auch bei Baseboard Management Controllern (BMC) verwendet, die etwa der Serververwaltung in Datenzentren dienen.
Global verbreiteter Bootloader
"U-Boot ist einer der weltweit am häufigsten verwendeten Bootloader", erklären die Forscher. Die von ihnen aufgespürten Funde gefährden entsprechend unzählige Systeme, zumal die meisten der aufgespürten Lücken über 50 stabile U-Boot-Releases(öffnet im neuen Fenster) betreffen sollen. Die erste betroffene Version (v2013.07) wurde im Juli 2013 veröffentlicht, die letzte im April 2026 (v2026.04). "Zählt man die zahlreichen Forks nachgelagerter Anbieter hinzu, haben diese Lücken erhebliche Auswirkungen auf die Branche", heißt es.
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