Boost Mobile: Regulierer sorgt für 4. nationalen US-Mobilfunkbetreiber
Der Satelliten-TV-Anbieter Dish Network hat zugestimmt, 5 Milliarden US-Dollar für den MNVO Boost Mobile an Sprint zu zahlen. Das berichten die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) und das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise. Damit werden Auflagen des Justizministeriums für die Übernahme von Sprint durch T-Mobile US erfüllt . Die Wettbewerbsbehörden wollen bei der Vereinigung des dritt- und des viertgrößten Mobilfunkbetreibers einen neuen vierten, landesweiten Mobilfunkbetreiber schaffen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass Dish Prepaid-Abonnenten und Funkfrequenzen von den Fusionspartnern erwerben kann. Nach wochenlangen Verhandlungen kam eine Vereinbarung zustande, wonach Dish rund 1,5 Milliarden US-Dollar für das Prepaid-Mobilfunkunternehmen Boost Mobile und etwa 3,5 Milliarden US-Dollar für Frequenzen zahlen wird. Gemäß den Bedingungen des Vertrags kann Dish die Vermögenswerte nicht verkaufen und die Kontrolle über die Vereinbarung drei Jahre lang auch nicht an einen Dritten übergeben.
Boost Mobile wurde zuerst im Jahr 2000 von Peter Adderton als Mobile Virtual Network Operator in Australien und Neuseeland im Netz von Telstra gegründet. In den USA entstand die Marke im Jahr 2001 als Joint Venture mit Nextel Communications. Der Netzbetreiber wurde später von Sprint gekauft.
Der Chef der Wettbewerbsbehörde des Justizministeriums, Makan Delrahim, hat eine Vereinbarung angestrebt, die einen Ausgleich dafür schaffen soll, dass die Fusion von T-Mobile mit Sprint die Anzahl der wichtigsten Akteure in der Mobilfunkbranche von vier auf drei reduziert.
Im Januar 2008 wurde Dish Network aus der ehemaligen Muttergesellschaft EchoStar ausgegliedert. Der Hauptservice von Dish ist Satellitenfernsehen. Die Zuschauer können aus einer Reihe von Service-Paketen wählen. Im 27. September 2012 kündigte Dish Network den Satelliten-Internetdienst DishNET für ländliche Gebiete an.
Dish erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 13,6 Milliarden US-Dollar und hat eine Nettoverschuldung von rund 13 Milliarden US-Dollar.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.