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Boomer:
Wenn Wissen in Rente geht

Wenn erfahrene Fachkräfte gehen, bleibt oft nur fragmentiertes Wissen zurück. Connected-Worker-Plattformen können helfen.
/ Klaus Manhart
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Wenn der Büro-Peter seinen Hut nimmt, sollte er sein Wissen nicht mitnehmen. (Bild: Mabel Amber, who will one day from Pixabay)
Wenn der Büro-Peter seinen Hut nimmt, sollte er sein Wissen nicht mitnehmen. Bild: Mabel Amber, who will one day from Pixabay / Pixabay License

In vielen IT-Teams gibt es jemanden wie ihn: Peter, der Kollege, der seit zwanzig Jahren das gleiche System betreut. Er erkennt an Log-Einträgen sofort, welche Fehlermeldung kritisch ist und welche ignoriert werden kann. Er weiß, welche Konfigurationsdatei nie verändert werden darf und welcher Workaround funktioniert, wenn nachts plötzlich Dienste ausfallen. Dieses Wissen steht selten in Handbüchern – es steckt in Erfahrung, Intuition und zahllosen Einsätzen im Livebetrieb.

Geht Peter, geht auch sein Wissen. Das ist die Konsequenz einer demografischen Entwicklung, die die Industrie mit voller Wucht trifft. In den kommenden Jahren scheiden große Jahrgänge erfahrener Fachkräfte aus dem Berufsleben aus. Neben der IT besonders betroffen sind Produktion, Instandhaltung, Qualitätssicherung und Prozess-Engineering – also genau jene Bereiche, in denen Wissen gelebter Praxis entstammt. Unternehmen stehen damit vor einem massiven Wissensverlust, dessen Tragweite häufig unterschätzt wird.

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