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Boom bleibt aus: Weltweit 7.000 humanoide Roboter verkauft

Die geringe Anzahl verkaufter Roboter passt nicht zum vorhergesagten Boom. Zumal die meisten Modelle nicht produktiv eingesetzt werden.
/ Mario Petzold
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Tanzen können die Roboter, arbeiten eher nicht. (Bild: AFP via Getty Images/Frederic J. Brown)
Tanzen können die Roboter, arbeiten eher nicht. Bild: AFP via Getty Images/Frederic J. Brown

Im gesamten Jahr 2025 sind insgesamt 7.000 humanoide Roboter für industrielle Zwecke verkauft worden, viele davon an Forschungseinrichtungen, wie die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) berichtet. Die Zahlen stammen von der International Federation of Robotics (IFR).

In den wenigen Autofabriken, die zu den ersten Kunden zählen, sollen laut Reuters einstellige oder niedrige zweistellige Mengen an Robotern im Einsatz sein. Dort verrichten sie keine Arbeiten, sondern werden lediglich zum Sammeln von Daten eingesetzt, um entsprechende KI-Modelle für zukünftige Aufgaben zu trainieren.

Die IFR stellt seit drei Jahrzehnten Zahlen zu industriell eingesetzten Robotern zusammen. Erstmals sind humanoide Roboter getrennt aufgeführt. Im Vergleich dazu liegt die Zahl der verkauften Industrieroboter pro Jahr bei knapp 500.000.

Boom wird weiterhin erwartet

Der Bericht bezieht sich zudem auf eine Prognose der Bank of America, wonach im Jahr 2026 bereits 90.000 und 2030 1,2 Millionen humanoide Roboter verkauft werden sollen. In den Zahlen sind ebenfalls alle für nichtindustrielle und andere professionelle Zwecke verkauften Modelle enthalten. Danach wurden 2025 insgesamt 20.000 Stück ausgeliefert. Die Anzahl müsste in fünf Jahren auf das 60-fache ansteigen.

Die meisten Roboter werden wahrscheinlich in China hergestellt. Noch fehlt aber der Beweis, dass sie menschliche Arbeit übernehmen können. Zwar können sie mittlerweile schneller rennen und weiter springen als Menschen, was ein Besuch von Reuters(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) auf den World Humanoid Robot Games in Peking zeigt. Ob sie jedoch ein Kabel korrekt einstecken oder zuverlässig nach einem gewünschten Objekt greifen können, ist bisher ungewiss.

Abgesehen davon sei unklar, ob gestellte Aufgaben von Kunden in einer natürlichen Umgebung bewältigt werden können. Das gibt Hua Rong, die Marketingchefin von Zeroth, einem KI-Roboterunternehmen mit Sitz in Suzhou, China, im Gespräch mit Reuters zu bedenken.


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