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Bonusprogramm endet: Deutschland-Card stellt Betrieb ein

Das Bonusprogramm Deutschland-Card wird beendet. Im Zuge dessen verlieren 90 Angestellte ihren Arbeitsplatz.
/ Ingo Pakalski
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Bertelsmann stellt den Geschäftsbetrieb der Deutschland-Card ein. (Bild: Matratzendiscount)
Bertelsmann stellt den Geschäftsbetrieb der Deutschland-Card ein. Bild: Matratzendiscount

Bertelsmann hat bekanntgegeben, den operativen Betrieb der Deutschlandcard GmbH spätestens zum 30. November 2026 vollständig einzustellen. Das als Konkurrenz zu Payback konzipierte Bonusprogramm kam 2008 auf den Markt und wird bald nicht mehr angeboten. Laut Bertelsmann wurden alle Angestellten im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung persönlich über die Pläne informiert.

Im Zuge dessen werden 90 Menschen in München ihren Arbeitsplatz verlieren. Für diese sollen zeitnah sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. "Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen", sagte dazu Dirk Kemmerer, CEO von Bertelsmann Marketing Services.

"Sie ist vor allem mit Blick auf das engagierte Team in München äußerst schmerzhaft", ergänzt Kemmerer und hält die Entscheidung "aufgrund der negativen Marktentwicklung" für "unumgänglich". Die Mitarbeiter hätten fast 20 Jahre lang "exzellente Arbeit geleistet und mit viel Einsatz, Kreativität und einem hohen Anspruch an Qualität und Service alles für unsere Kundinnen und Kunden gegeben".

Deutschland-Card kämpft mit Verlusten

Das Unternehmen arbeitet nach Bertelsmann-Angabe seit geraumer Zeit mit Verlusten, und alle Versuche, mit dem Geschäftsmodell Gewinne zu erwirtschaften, sind gescheitert.

Über die Deutschland-Card lassen sich bei Einkäufen Punkte sammeln, um diese dann in Form von Prämien einzulösen. Das bevorstehende Ende der Deutschland-Card wird von Bertelsmann damit begründet, dass der mit Abstand größte Partner Anfang 2025 ausstieg – das war Edeka.

Deutschland-Card nennt viele Partner

Zu den verbliebenen Partnerunternehmen der Deutschland-Card zählen laut Deutschland-Card-Webseite(öffnet im neuen Fenster) etliche bekannte Händler. Dazu zählen Rewe, Kaufland, Marktkauf, Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl, Penny, Norma, Aral, Esso, Jet, Shell und Total Energies. Zudem sind Bauhaus, Globus, Hagebau, Hornbach, Obi, Toom, Höffner, Ikea, Jysk, Porta, Burger King, McDonald's, Nordsee, Euronics, Expert, Media Markt, Saturn, Deichmann, dm, Müller und Rossmann dabei.

In dieser Liste wird allerdings Edeka weiterhin als Partner genannt. Unter der Liste der Partner gibt das Unternehmen an, eine "nächste Erweiterung zu planen". Dazu wird es wohl nicht mehr kommen.

Nach dem Ausstieg von Edeka hat das Unternehmen nach eigenen Angaben "mit großem unternehmerischem Engagement eine grundlegende Neuausrichtung des Geschäftsmodells bewerkstelligt". Aufgrund schwieriger Marktbedingungen sei es nicht gelungen, "die Nutzerakzeptanz und die erforderliche Reichweite für eine tragfähige Monetarisierung zu erreichen".


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