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Bonn und Berlin: Verteidigungsministerium bekommt Drohnenabwehr

Die Standorte des Verteidigungsministeriums sollen künftig vor Drohnen geschützt werden, nachdem sich Annäherungsflüge gehäuft haben.
/ Andreas Donath
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Drohnenabwehr bei der Bundeswehr (Bild: Bundeswehr)
Drohnenabwehr bei der Bundeswehr Bild: Bundeswehr

Die Dienstsitze des Verteidigungsminis­teriums sollen in letzter Zeit häufiger von Drohnen angeflogen worden sein. Deshalb habe der territoriale Befehlshaber der Bundeswehr ein Schutzprogramm angeordnet, berichtet der Spiegel.

Einem Papier des Berliner Führungskommandos unter Generalleutnant Carsten Breuer zufolge wurde laut dem Bericht zuletzt Ende Oktober 2022 eine Drohne mit einer Spannweite von bis zu acht Metern über dem ersten Amtssitz des Ministeriums auf der Bonner Hardthöhe ge­sichtet.

Der Generalleutnant will reagieren: "Um den Schutz der Liegenschaften insbesondere im Bereich Berlin und Bonn zu erhöhen" , sollen seine Leute kurzfristige Optionen prüfen, um Drohnen zu erkennen und abzuschießen, zitiert der Spiegel aus dem Vermerk aus seiner Dienststelle. Welche Systeme dabei zum Einsatz kommen sollen, ist nicht bekannt.

Gezielter Absturz durch Störsender

Die Nato hat für die Drohnenabwehr elektromagnetische Jammer im Einsatz , die schultergestützt arbeiten und das Funksignal zur Steuerung der Drohnen stören. Die Fluggeräte gehen dadurch zu Boden, so zumindest das Kalkül.

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Die Dienstsitze des Verteidigungsminis­teriums sind nicht das einzige Ziel von Drohenanflügen. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) bemerkte immer wie­der Drohnen über Bundeswehrstandorten in Deutschland. An diesen Standorten werden ukrainische Solda­ten an westlichen Waffensystemen ausgebildet.

Mehrfach fielen dem MAD außerdem verdäch­tige Fahrzeuge auf, die offen­bar die Zufahrten von Kasernen ausspähten. Die deutschen Nachrichtendienste gehen derzeit von einer erhöhten Akti­vität Russlands in der Bundes­repu­blik Deutschland aus.

Vor einigen Wochen kündigte das Verteidigungsministerium an(öffnet im neuen Fenster) , die Ukraine mit Drohnenabwehr zu unterstützen. Allerdings geht aus seiner Liste nicht hervor, welche Technik geliefert werden soll.


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