Bonn: Telekom legt die Glasfaser am Laternenmast hinauf

Die Telekom testet einen Glasfaser-Rollout in die Höhe. Dabei wird das Glasfaserkabel den Laternenmast entlang verlegt und das Signal dann per Funk an die Haushalte verteilt.

Artikel veröffentlicht am ,
Neue Technik an alten Masten (Symbolbild)
Neue Technik an alten Masten (Symbolbild) (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Die Deutsche Telekom testet WTTH (Wireless to the Home) in Bonn. Das geht aus einem Video im Youtube-Kanal des Konzerns hervor. "Ziel ist es, die Kunden über die Luftschnittstelle mit Gigabit-Geschwindigkeiten zu versorgen", erklärte die Telekom. Der Feldtest läuft am Telekom-Standort im Talweg in Bonn.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler C# .NET (m/w/d)
    Dentsply Sirona, The Dental Solutions Company(TM), Bensheim bei Darmstadt
  2. Domänenarchitekt (w/m/d) Komposit
    W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg
Detailsuche

Telekom-Netzökonom Gorden Witzel sagte: "Dies ist eine alternative Lösung, um dem Kunden Gigabit-Datenraten zur Verfügung zu stellen. Und zwar wird da ein Glasfaserkabel oben an den Kopf der Laterne gebracht." Dort werde ein Access Point installiert, der über Funk die Verbindung zum Kunden herstellt.

Der Kunde braucht dafür eine Außenantenne am Fenster. Diese Technologie funktioniert im 60-GHz-Bereich, in einem Frequenzband mit vier Kanälen mit jeweils zwei GHz Frequenzbandbreite. Dem Kunden könnten damit Gigabit-Datenraten geboten werden, die sich aber auf Uplink und Downlink aufteilen.

Die Technologie auf dem hohen Frequenzbereich habe aber eine geringe Reichweite und sei bei starkem Regen störanfällig. "Eine Antenne kann im Moment bis zu 16 und später bis zu 30 Kunden versorgen", erklärte Witzel. Die Kundenantenne lasse sich mit einem Ethernet-Flachbandkabel durch das Gummi des Fensters mit einem handelsüblichen Telekom-Router des Kunden verbinden. Die Kundenantenne benötigt ständigen Sichtkontakt.

Telekom: Frequenz ist noch nicht freigegeben

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    10.–14. Januar 2022, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12.–13. Januar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Laterne benötigt eine Umrüstung auf Dauerstrom oder Batterie-Buffering für den Tagesbetrieb, wenn der Strom abgeschaltet ist. Die Technik wird in einem realen Rollout bis auf den Access Point in das Innere der Laterne verlegt.

Aber es gibt weitere Schwierigkeiten: "Die Technik im 60-GHz-Bereich ist bisher nur für den Inhouse-Betrieb freigegeben, nicht für außen, wenn man einen Punkt zu mehreren Kunden nutzen will", sagte Witzel. "Wir gehen davon aus, dass bis Mitte oder Ende nächsten Jahres eine Regulierungsentscheidung fällt, dass man diese Frequenz auch Outdoor nutzen kann." Dann könnten solche Systeme installiert werden. Die Technik für den Feldtest in Bonn stammt von dem finnischen Telekommunikationsausrüster Nokia.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Faksimile 26. Apr 2018

Deshalb sind also die Stadwerke und die Energieversorger auch alle Staatlich? Bei denen...

Faksimile 26. Apr 2018

Dann verpflichte Dich doch hier öffentlich mit Klarnamen, darauf zu verzichten. Wir...

Sharra 25. Apr 2018

Vermutlich aber mit ausgesuchten Positionen, absoluter freier Sichtlinie etc. Die...

Faksimile 25. Apr 2018

Die fragen eben nie nach, warum der Kunde etwas nicht will. Der hat keinen Bedarf. Aber...

Youssarian 25. Apr 2018

Das wird sich zeigen, denn dafür sind Tests ja da. Die Telekom hat vor vielen Jahren...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bald exklusiv bei Disney+
Serien verschwinden aus Abos von Netflix und Prime Video

Acht Serienklassiker gibt es bald nur noch exklusiv bei Disney+ im Abo. Dazu gehören Futurama, Family Guy und 24.
Von Ingo Pakalski

Bald exklusiv bei Disney+: Serien verschwinden aus Abos von Netflix und Prime Video
Artikel
  1. Chorus im Test: Action im All plus galaktische Grafik
    Chorus im Test
    Action im All plus galaktische Grafik

    Schicke Grafik und ein sprechendes Raumschiff: Chorus von Deep Silver entpuppt sich beim Test als düsteres und spannendes Weltraumspiel.
    Von Peter Steinlechner

  2. Mobilfunkexperte: Afghanischer Ex-Minister hat nach Lieferando einen neuen Job
    Mobilfunkexperte
    Afghanischer Ex-Minister hat nach Lieferando einen neuen Job

    Der frühere afghanische Kommunikationsminister Syed Sadaat arbeitet nicht mehr bei Lieferando in Leipzig. Nun wird er Partner bei einem Maskenhersteller.

  3. Edge-Browser: Microsoft will Installation von Chrome verhindern
    Edge-Browser
    Microsoft will Installation von Chrome verhindern

    Microsoft intensiviert sein Vorgehen gegen andere Browser: Vor der Installation von Chrome wird Edge übertrieben gelobt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: Toshiba Canvio 6TB 88€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8GB 1.019€ • Netgear günstiger (u. a. 5-Port-Switch 16,89€) • Norton 360 Deluxe 2022 18,99€ • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G3 27" FHD 144Hz 219€) • Spiele günstiger (u. a. Hades PS5 15,99€) [Werbung]
    •  /