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Äußerungen werden bedächtiger

Anfang 2016 kommt wieder Bewegung in das Projekt. Ein Stand auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas im Januar 2016 präsentiert die aktuelle Generation der Maschine. Mittlerweile werden die ersten Beta-Maschinen produziert - aber wieder sorgen technische Probleme für Verzögerungen. Diesmal betreffen sie den Motor des Mahlwerks. Bei zu großem Widerstand zieht der Motor mehr Strom als geplant und die in der Steuerung verbauten Dioden und ein TRIAC, ein elektronisches Bauteil zum Schalten von Wechselstrom, zeigen sehr deutlich, dass Elektronik mit blauem Rauch funktioniert.

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Das Team ist mit seinen Ankündigungen vorsichtiger geworden, treibt die Idee eines Kaffee-Ökosystems aber weiter voran. Neuer Plan ist, die Plattform in eine Coffee-Cloud zu verwandeln; die Maschinen sollen smart werden. Auf viel Gegenliebe stößt das in der Community aber erst einmal nicht: Die Backer wollen endlich ihre Kaffeemaschine, keine neuen Features. Die Skepsis der Community bei neuen Ankündigungen wächst weiter und somit kommt auch im März 2016 mit der Ankündigung der Massenproduktion keine große Freude auf. "WO IST MEINE MASCHINE, die ich im Q4 2013 hätte bekommen sollen?", schreibt einer der Backer wütend. "Bevor ihr 100.000 Exemplare an die Händler ausliefert, solltet ihr diejenigen respektieren, die euer Projekt 2013 unterstützt haben. So machen es seriöse Unternehmen."

Es dauert ein weiteres halbes Jahr, bis es wieder Neuigkeiten zur Kaffeemaschine gibt. Anfang Dezember gehen tatsächlich die ersten Exemplare auf Reise, noch im gleichen Monat sollen die Betatester ihre Maschinen haben. Drei Monate soll der Betatest laufen. Seit Oktober residiert das Team von Bonaverde in der Schröderstraße in Berlin. Dort kann man immerhin schon mal den Kaffee probieren, den zwei der Maschinen, die dort im Dauertest laufen, produzieren.

  • Hans Stier und die Kaffeemaschine von Bonaverde. (Bild: Bonaverde)
  • Die lang erwartete Kaffeemaschine von Bonaverde. (Bild: Bonaverde)
  • Die Startup-Gründer Hans Stier und Ricardo Mählmann liefern die erste Maschine aus. (Bild: Bonaverde)
Die Startup-Gründer Hans Stier und Ricardo Mählmann liefern die erste Maschine aus. (Bild: Bonaverde)

Endlich scheint etwas zu funktionieren. Die erste Charge der Maschinen kommt gerade rechtzeitig für das am 19. Dezember 2016 angesetzte Pressefrühstück an. Das Team hofft auf ein Umschwenken der eher skeptischen Meinungen aus der Community, wenn die Maschinen erst einmal bei den Backern sind. Der Kaffee ist gut, davon ist man überzeugt, nun hofft man auf positives Feedback der Betatester.

Licht am Ende des Tunnels?

Auch wenn es mit der Maschine selbst, also mit dem Produkt, das die Crowdfunder haben wollen, wieder ein ganzes Stück vorangegangen ist, liegt der größte Teil der Arbeit immer noch vor dem Startup. 5.000 Maschinen sind über die ersten Finanzierungsrunden vorbestellt. Diese müssen produziert und ausgeliefert werden. Parallel muss die Plattform für den Vertrieb von Kaffee und Verbrauchsmaterialien wie dem Luftfilter aufgebaut werden. Erst dann wird sich zeigen, ob mit der Idee auch nachhaltig Geld verdient werden kann.

Die vergangenen Jahre waren für Bonaverde eine Achterbahnfahrt, das sagt nicht nur Stier, sondern auch sein Mitstreiter Ricardo Mählmann, der ebenfalls seit der Gründung von Bonaverde dabei ist. Immer wenn es so aussah, als wären alle Probleme beseitigt, und sie die guten Nachrichten verbreitet hatten, ging es wieder bergab. Arbeitstage von neun bis neun Uhr sind für beide weiterhin keine Seltenheit - Zeitverschiebungen in der Kommunikation mit Zulieferern und dem Hersteller wollen auch beachtet werden.

"Doch vielleicht haben die ganzen Verzögerungen auch ihr Gutes" , sagt Stier. Drei Jahre hintereinander war er nun auf der internationalen Kaffee-Messe in Seoul und hat festgestellt: Der Trend geht weg von Kapselmaschinen, und die Kaffeeröster für den Heimbedarf werden mehr. Vielleicht wird das Projekt ja doch noch eine Punktlandung, wenn auch mit mehr als drei Jahren Anlaufzeit.

Golem.de testet derzeit die Kaffeemaschinen von Bonaverde. Sobald unser Urteil feststeht, werden wir über unsere Erlebnisse berichten. Der Autor gehört zu den Backern von Bonaverde.

 Bonaverde: Von einem, den das Kaffeerösten das Fürchten lehrte
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MistelMistel 23. Mai 2017

Deshalb kaufen wir die immer von Knorr.

Sandeeh 13. Mai 2017

(...) Der Deutschen? Ich dachte, die Japaner haben diese Motivation. Und bekommen diese...

hifimacianer 08. Mai 2017

Das können aber nur Leute behaupten, die noch nie einen wirklich guten Kaffee probiert...

Clown 08. Mai 2017

Wenn ich also einen ganz bestimmten Kuchen beim Bäcker kaufe, backe ich diesen Kuchen...

Clown 08. Mai 2017

Und im Zweifelsfall haben selbst die kleinen Röstereien auch häufig nen Onlineshop oder...


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