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Bombshell im Test: Action mit Arm dran

3D Realms hat wieder ein Spiel veröffentlicht: In Bombshell kämpft eine Sprengstoffexpertin mit Hightech-Armprothese gegen außerirdische Invasoren. Eigentlich war diese Hauptrolle für Duke Nukem gedacht – viel verpasst hat der Muskelprotz aber nicht.
/ Peter Steinlechner
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Bombshell (Bild: Golem.de)
Bombshell Bild: Golem.de

Schon länger hat 3D Realms(öffnet im neuen Fenster) kein Spiel mehr veröffentlicht, das letzte war der Shooter Prey aus dem Jahr 2006. Trotzdem gehört die US-Firma dank ihrer Schöpfung Duke Nukem immer noch zu den bekannteren Namen in der Branche. Der Duke sollte eigentlich auch die Hauptfigur in dem neuen Titel Bombshell sein, der ab sofort erhältlich ist. Für die eigentliche Entwicklung war ein dänisches Studio namens Interceptor Entertainment(öffnet im neuen Fenster) zuständig, 3D Realms ist Publisher.

Bombshell – Trailer (Power Sword)
Bombshell – Trailer (Power Sword) (00:42)

Doch wegen Schwierigkeiten mit den Rechten an dem blonden Muskelprotz steht nun eine Expertin für das Entschärfen vom Bomben im Mittelpunkt, eine gewisse Shelly Harrison mit dem Spitznamen Bombshell. Sie hat irgendwann ihren rechten Arm verloren – stattdessen trägt sie dort nun eine Hightech-Prothese mit eingebauten Superwaffen.

Die braucht Shelly im Kampf gegen die außerirdischen Kyrr, die den US-Präsidenten entführt haben. Der eigentliche Hauptgegner in der schlecht erzählten Handlung ist allerdings ein verrückter Wissenschaftler. Eine winzige Prise Humor kommt durch schräg-platte Sprüche von Shelly ins Spiel – potenzielle Klassikerzitate wie in Duke Nukem 3D gibt es aber keine.

Steuerung wie in einem Shooter

Der Spieler spielt Shelly aus der Vogelperspektive. Die Steuerung orientiert sich an Ego-Shootern, setzt also auf die Kombination aus den WASD-Tasten und der Maus sowie einigen weiteren Tasten für Spezialangriffe und Sondermanöver. Damit lässt sich Shelly einigermaßen einfach und komfortabel durch die Umgebungen bewegen. Richtig rund fühlt sich das wegen kleiner Kameraprobleme sowie enger und teils hakeliger Stellen aber nicht immer an. Fast noch mehr stören allerdings die stellenweise schwachen Animationen, etwa wenn Shelly sich rückwärts oder seitwärts bewegt.

Neben schnellen Reflexen muss der Spieler auch die Ausrüstung und Sekundärwaffen der Protagonisten beherrschen, sowie bei ausreichend gesammelten Erfahrungspunkten die gewünschten Fähigkeiten verbessern. Im Kampf gegen die Aliens ist Shelly im Weißen Haus, aber vor allem in allen Arten von Raumschiffen und ähnlichen Umgebungen unterwegs. Die mal düstere, mal farbenfrohe und abwechslungsreiche Grafik auf Basis der Unreal Engine 4 ist die größte Stärke des Spiels.

Bombshell ist für Windows-PC als Download unter anderem über Steam erhältlich und kostet rund 35 Euro. Eine Zeitlang hieß es, dass auch eine Version für die Playstation 4 erscheinen soll – davon war aber schon länger nichts mehr zu hören. Das Spiel ist vollständig in Englisch gehalten, die USK hat eine Freigabe ab 16 Jahre erteilt.

Fazit

Bombshell kommt zu keinem Augenblick übers untere Mittelmaß hinaus. Handlung und Sprüche der Hauptfigur setzen auf das Trash-Prinzip – aber der Funke springt nie über, es ist noch nicht einmal unfreiwillig komisch. Die Grafik wirkt bestenfalls ordentlich, die größte Stärke sind die relativ abwechslungsreichen Umgebungen. Unterm Strich ist Bombshell zwar kein totaler Reinfall, aber einen echten Kaufgrund gibt es eben auch nicht. Duke Nukem kann ganz froh sein, dass dieser Kampf ohne ihn stattfindet.


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