Abo
  • Services:

Bombardier Primove: Erste Induktionshaltestellen für Busse in Mannheim im Bau

In Mannheim hat die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH zusammen mit Bombardier damit begonnen, die ersten Haltestellen für die Primove-Induktionsbusse zu bauen. Noch im Sommer soll die Linie 63 dann mit Akkus beladen den Hauptbahnhof für mindestens ein Jahr im 20-Minuten-Takt ansteuern.

Artikel veröffentlicht am ,
Bombardiers Primove-System wird in Mannheim getestet.
Bombardiers Primove-System wird in Mannheim getestet. (Bild: RNV)

In Mannheim wurde mit dem Bau der ersten Induktionshaltestellen für eine Primove-Buslinie begonnen. Die mit Bombardier Primove ausgestatteten Busse werden über Akkus mit Energie versorgt und laden ihre Energiespeicher an den Haltestellen während des Fahrgastwechsels wieder auf.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Dienstsitz Leinfelden-Echterdingen, Einsatzort Mettingen
  2. Bezirk Oberbayern, Bruckmühl bei München

Primove ist bereits in der Stadt Braunschweig als Forschungsprojekt der TU Braunschweig mit zwei Bussen auf der Linie M19 in Betrieb, die zum dortigen Hauptbahnhof fährt (PDF-Fahrplan ab 5. Mai 2014). In Berlin ist ebenfalls eine Primove-Linie mit der BVG geplant, die allerdings ziemlich weit weg vom Stadtzentrum getestet wird.

In Mannheim soll es im zweiten Quartal 2014 soweit sein, also spätestens Ende Juni laut dem PDF-Projekt-Flyer, der auch technische Daten beinhaltet. Auch in Mannheim werden zwei Busse eine Strecke bedienen. Diese hat 23 Haltestellen und führt als Linie 63 direkt zum Hauptbahnhof.

Nachladen in 40 Sekunden

Neben den Endhaltestellen werden fünf weitere Haltestellen mit Induktionsladestationen versehen. Auf diesen kann der Bus nur sehr kurz seine Akkus aufladen. Gerade einmal 40 Sekunden sind vorgesehen, um die Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 60 kWh wieder teilaufzuladen. Die Endhaltestellen laden den Bus noch einmal für jeweils zweieinhalb Minuten auf. Die Fahrtzeit beträgt inklusive der Wartezeiten an den Endstellen rund 40 Minuten. Die Primove-Busse ergänzen die dort verkehrenden Busse also nur. Der Energiebedarf der Busse liegt bei 1,6 bis 2,6 kWh pro Kilometer.

Während der Testphase hoffen die Projektpartner, die Kosten für den Betrieb des ÖPNV reduzieren zu können. Außerdem sind die E-Busse leiser als die dieselgetriebenen Gegenstücke. Das kommt den Anwohnern zugute. Allerdings sind zu leise ÖPNV-Fahrzeuge häufig auch ein Problem wegen unachtsamer Verkehrsteilnehmer.

Elektrobusse sind selten geworden

Busse, die mit Strom fahren, sind in Deutschland und Österreich selten geworden, nachdem die Oberleitungsbusse aus den meisten Städten verschwunden sind. In der Nähe von Berlin wird etwa in der Stadt Eberswalde mit Oberleitungsbussen gefahren. In der Schweiz ist der Oberleitungsbus dagegen noch sehr weit verbreitet. In Zürich fahren etwa Doppelgelenk-Oberleitungsbusse mit hoher Passagierkapazität durch die Innenstadt. Das Primove-System verspricht ähnliche Vorteile wie die der Trolleybusse, verzichtet aber auf den Fahrdraht über der Straße. Bombardier liefert nur die Technik, nicht aber die Busse.

Der eigentlich auf Flug- und Schienenfahrzeuge spezialisierte Konzern Bombardier bietet Primove auch für Straßenbahnen an. Über eine gerade einmal 800 Meter lange Versuchsstrecke ist das System jedoch noch nicht hinausgekommen. Eine Primove-Straßenbahn wird direkt unter der Schiene per Induktion mit Energie versorgt, so dass die Infrastruktur stärker umgebaut werden muss. Auch hier ist das Puffern von Energie prinzipiell möglich, aber nicht nötig. Primove-Straßenbahnen brauchen keine Akkus.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-81%) 5,75€
  2. 24,99€
  3. 25,99€
  4. 13,49€

KritikerKritiker 12. Mai 2014

OOOOPs... Allgemeinbildungslücke o.O Okay, danke fürs drauf aufmerksam machen!

Chaos_deluxe 05. Mai 2014

Das stimmt nicht. Elektromotoren sind sehr viel effizienter als Dieselmotoren (ca. 98...

FreiGeistler 02. Mai 2014

Ich denke hier geht es weniger um die Umweltfreundlichkeit sondern mehr um die Kosten...

__destruct() 01. Mai 2014

Siehe hier. Die Nachteile hat man schon mal vorgerecht. In 200 Jahren kommen dann auch...

as (Golem.de) 01. Mai 2014

Hallo, Richtig, ist aus dem Artikel ersichtlich. Ja, habe ich auch nicht verschwiegen. Es...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 6T - Test

Das Oneplus 6T ist der Nachfolger des Oneplus 6 - und als T-Modell ein Hardware Refresh. Neu sind unter anderem ein größeres Display mit kleinerer Notch sowie der Fingerabdrucksensor unter dem Displayglas. Im Test hat das neue Modell einen guten Eindruck hinterlassen.

Oneplus 6T - Test Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /