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Bombardier Primove: Die BVG hat Probleme mit ihren Berliner Induktionsbussen

Die E-Busse mit effizienter Primove-Induktionsladetechnik stehen in Berlin derzeit nur im Depot herum. Derweil testet die BVG einen Bus mit Stecker, dessen Reichweite für einen Tag im Stadtverkehr allerdings nicht ausreicht.

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Erstmal fahren sie nicht, die Induktionsbusse mit Bombardiers Primove-Technik.
Erstmal fahren sie nicht, die Induktionsbusse mit Bombardiers Primove-Technik. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Laut einem Bericht des Tagesspiegel stehen derzeit alle Induktionsbusse in Berlin im Depot. Die effiziente Ladetechnik Primove, die in China auch in Straßenbahnen zum Einsatz kommt und eigentlich dafür von Bombardier entwickelt wurde, lässt sich in Berlin zurzeit nicht nutzen. Eine der Ladestationen muss repariert werden. Auf der Buslinie 204, wo die Induktionsbusse in kurzen Phasen an den Endhaltestellen aufgeladen werden, können die Busse deswegen nicht eingesetzt werden. Zudem haben zwei der vier Busse allgemeine technische Probleme, wie die BVG dem Tagesspiegel sagte.

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In einem echten Produktionsbetrieb würde ein Ausfall einer Induktionsladeplattform vermutlich keine Auswirkungen haben, zumal Endstellen wie die des 204er mehrere Ladestationen haben müssten. Das System sieht eigentlich ein Laden unterwegs vor. An Bushaltestellen etwa, während des Fahrgastwechsels. Vorteil: Der Akku ist kleiner und damit leichter als ein Bus, der über Nacht oder an speziellen Ladestationen per Kabel oder gar per Stromabnehmer aufgeladen werden muss. Die Induktionsladestationen sind allerdings aufwendig, für die konstruktionsbedingt problematischen Doppeldecker hingegen eine interessante Option. Noch gibt es aber keine Induktionsdoppeldecker.

Für den Testbetrieb hat die BVG für den Einsatz auf der Linie nur zwei Ladestationen gebaut. In der Zwischenzeit testet die BVG für einige Wochen einen weiteren E-Bus. Auch dieses Modell ist ein Solaris Urbino 12 Electric, allerdings mit einem anderen Innenleben und etwas neuer. Solaris selbst stellt nur den Bus als E-Plattform, den diverse Verkehrsbetriebe europaweit mit unterschiedlicher Technik ausstatten. Bei den Induktionsbussen ist es beispielsweise Bombardiers Primove-Technik.

Das Problem des Testbusses ist allerdings laut Tagesspiegel die Reichweite. Auf dem weit entfernten Depot wird der Bus aufgeladen und schafft dann nur 140 km Reichweite. Das reicht offenbar selbst für die eingeschränkten Betriebszeiten des 204er nicht. Ein Dieselbus schafft hingegen 400 Kilometer mit einem gefüllten Tank.

Auf der Linie 204 testet die BVG immer wieder unterschiedliche E-Busse, die gleichzeitig unsere Referenz für V-Busse sind. Nur bei Doppeldeckern oder Schlenkis macht das Unternehmen eine Ausnahme und lässt diese auf anderen Strecken fahren, da die Linienführung des 204er für derart große Busse nicht geeignet ist. Der 204er fährt unter anderem durch die enge Schöneberger Rote Insel.

  • Ein bisschen Werbung muss sein, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... die BVG macht mit vielen Gelbtönen auf den Bus aufmerksam. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • An der Abfahrthaltestelle am Zoo gibt es auch entsprechende Plakatwerbung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Abfahrbereit am Morgen des 31. August 2015. Die Busse... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... wurden zunächst für eine Presse-... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und Politikerfahrt genutzt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Inneren deutet wenig auf den Elektroantrieb. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • An der für Fahrgäste nicht vorgesehenen Endhaltestelle am Zoo direkt an der TU-Berlin findet sich der Forschungshinweis... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... mit einer Grafik zur Veranschaulichung des Elektrokonzepts. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Anzeige flimmert, nur bei wenigen Aufnahmen haben wir deswegen die Belichtungszeit reduziert. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Vom Fahrersitz aus kann der Ladestand beobachtet werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Überraschend geräumig. Hinten gibt es keine Stufen, weil die Unterflurbauten fehlen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta (in Rot) erklärt der Presse Details zum Bus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Innenraum gibt es ebenfalls Werbung für den E-Bus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ungewöhnlich. Dort wo normalerweise der Dieselmotor und andere Mechanik Platz finden, gibt es eine Fünferreihe mit Sitzplätzen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Abfahrt von der Endhaltestelle Zoo... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... über die Hertzallee... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... hin zu der Bushaltestellenansammlung am Zoologischen Garten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der 204er fährt durch die Wohnviertel in Wilmersdorf...(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und Schöneberg. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Am Südkreuz warteten noch mehr Gäste. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Für Doppeldecker kann Bombardier die Technik noch nicht liefern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Denn bei Eindeckern wird fast alles... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... oben verbaut. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das soll auch helfen, falls jemand unachtsam auf den Bus auffährt. Die Akkutechnik kann so schnell nicht von anderen Autofahrern getroffen werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Windkraftanlage am Bahnhof Südkreuz (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Detailaufnahme der Dachaufbauten (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Seitenverkleidung versteckt den Aufbau etwas. Dieselbusse haben diese nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • BVG-Chefin Sigrid Nikutta (Mitte) und Staatsekretär Rainer Bomba (links, Verkehrsministerium) geben die Busse offiziell für den Liniendienst frei. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der zweite Bus kann noch keine Energie laden, ist aber ohnehin noch nahezu voll gewesen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Lademechanismus wird abgesenkt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik gilt als sicher. Ein Mensch sollte nicht zwischen die Ladekomponenten passen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Rund 7 bis 8 Minuten wird der Bus planmäßig aufgeladen. Er hat aber Reserven, um auch mal einzelne Ladevorgänge wegen Verspätungen auszulassen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die erste Fahrt für Fahrgäste... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... ab dem Bahnhof Südkreuz (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • An der Grenze zwischen Schöneberg und Wilmersdorf kommt uns mit leichter Verspätung der zweite Bus hinterher... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und fährt Richtung Zoo... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... durch die Wohnviertel. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Bus Richtung Südkreuz....(Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... kam mit satten zehn Minuten Verspätung.... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... an der Bamberger Straße an. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Auch mit Elektromobilität werden Busse... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... nicht pünktlicher. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Ein bisschen Werbung muss sein, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Bisher ist noch nicht absehbar, welche Technik sich durchsetzen wird, die BVG wartet noch auf serienreife Angebote. Deutschland ist im Bereich der E-Mobilität beim Busverkehr spät dran. Städte wie Hamburg (Linie 109), Mannheim und Braunschweig sind aber fleißig am Testen. In China hingegen fahren fast alle E-Busse, die es auf der Erde gibt. Dort, aber auch in anderen Ländern der Region, soll möglichst schnell der Umstieg auf die neue Technik erfolgen.



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Bautz 08. Nov 2017

Das mit China ist eher quatsch. Japan setzt in ländlichen gegenden kleine E-Busse (30...

Spaghetticode 08. Nov 2017

Diverse Straßenbahnstädte (z. B. Leipzig, Chemnitz) ersetzen nachts teilweise oder...

ICH_DU 07. Nov 2017

Komisch, dafür sehr ich Emil aber sehr oft hier fahren und bin auch oft selber mit...


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