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Boinc: Wenn das Android-Gerät für die Wissenschaft rechnet

Nutzer des Betriebssystems Android können mit der App Boinc die Rechenleistung ihres Smartphones der Forschung zur Verfügung stellen. Dabei lassen sich Projekte unterstützen, die nach neuen Sternen suchen oder gegen Aids kämpfen.
/ Sebastian Wochnik
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Boinc ist für Android verfügbar. (Bild: World Community Grid)
Boinc ist für Android verfügbar. Bild: World Community Grid

Benutzer von Geräten ab Android 2.3 können die Software Berkley Open Infrastructure for Network Computing (Boinc) verwenden und wissenschaftliche Projekte unterstützen. Boinc nutzt das sogenannte "verteilte Rechnen". Auf dem Server werden Prozesse aufgeteilt und an die jeweiligen Geräte verschickt, auf denen Boinc installiert wurde. Diese berechnen die Datenpakete und schicken sie zurück an den Server, auf dem die Ergebnisse zusammengefasst werden.

Der Anwender stellt die ungenutzte Rechenkraft seines Smartphones oder Tablets Projekten zur Verfügung, die zur Datenanalyse oder für Simulationen genutzt werden. Die überwiegend gemeinnützigen Projekte werden von Universitäten oder anderen wissenschaftlichen Institutionen betreut. Aktuell unterstützt die Android-App sechs Projekte. Dazu zählt das populäre Projekt FightAids@Home(öffnet im neuen Fenster) , das nach effizienteren Mitteln zur Behandlung von Aids sucht. IBM World Community Grid plant(öffnet im neuen Fenster) , zukünftig weitere Projekte für Android bereitzustellen.

Um keine Kosten für mobile Datenverbindungen zu verursachen und den Akku unterwegs nicht zusätzlich zu belasten, läuft die App nur, wenn das Android-Gerät in einem WLAN-Netz eingeloggt ist und zusätzlich geladen wird. In den Einstellungen lässt sich das genauer konfigurieren.

Einige Projekte bereits abgeschlossen

Das "verteilte Rechnen" mit Hilfe von Boinc ist auf Desktop-PCs oder Notebooks bereits seit 2003 möglich und wird aktuell von 309.209 aktiven Rechnern weltweit unterstützt(öffnet im neuen Fenster) (Stand 23.07.2013), die eine Rechenleistung von durchschnittlich 6,255 Petaflops ergeben. Dadurch konnte unter anderem das Nutitious Rice for the World(öffnet im neuen Fenster) -Projekt abgeschlossen werden, dessen Ziel die Verbesserung des Reisertrags durch gezielte Züchtung von ertragreicheren resistenteren Reisstämmen war.

Die Boinc-App ist im Google-Play(öffnet im neuen Fenster) - und im Amazon-Appstore(öffnet im neuen Fenster) kostenlos erhältlich.


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