• IT-Karriere:
  • Services:

Böswillige Akteure: Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen

Nicht nur im Datenskandal um Cambridge Analytica könnten Zigmillionen Facebook-Nutzer zusätzlich betroffen sein. Das soziale Netzwerk schränkte nun die Suchfunktion ein, nachdem ein umfangreicher Missbrauch entdeckt wurde.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook-Chef Mark Zuckerberg denkt noch nicht ans Aufhören.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg denkt noch nicht ans Aufhören. (Bild: Mariana Bazo/Reuters)

Der Datenschutzskandal bei Facebook nimmt noch größere Ausmaße an. So sind nach Angaben des sozialen Netzwerks von der unrechtmäßigen Weitergabe an die Datenanalysefirma Cambridge Analytica weltweit bis zu 87 Millionen Nutzer betroffen, davon etwa 310.000 in Deutschland. Zudem könnten die Profile von Hunderten Millionen von Nutzern durch "böswillige Akteure" über die Suchfunktion ausgelesen worden sein. Für Verwirrung sorgte Facebook-Chef Mark Zuckerberg in der Frage, ob die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) weltweit angewandt werden soll.

Inhalt:
  1. Böswillige Akteure: Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen
  2. Wohl fast alle Facebook-Nutzer betroffen

Das Unternehmen setzte am Mittwoch seine Informationsoffensive fort, um aus den negativen Schlagzeilen der vergangenen Wochen herauszukommen. Zum einen veröffentlichte CTO Mike Schroepfer neue Pläne, wie der Zugriff auf Facebook-Daten eingeschränkt werden soll. Zum anderen stelle sich Zuckerberg als CEO in einer einstündigen Telefonkonferenz den Fragen von US-Journalisten (Transkript).

Cambridge Analytica dementiert

Facebook nannte dabei erstmals eigene Zahlen, was das Ausmaß des Datenskandals um Cambridge Analytica betrifft. Demnach könnten die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern mit der Analysefirma geteilt worden sein, die im US-Wahlkampf 2016 den heutigen US-Präsidenten Donald Trump unterstützt hatte. Die überwältigende Mehrheit (81,6 Prozent) der Nutzer waren demnach US-Amerikaner, gefolgt von Philippinos (1,4 Prozent) und Indonesiern (1,3 Prozent).

  • Die meisten der möglicherweise vom Facebook-Datenskandal betroffenen Nutzer kommt aus den USA. (Grafik: Facebook.com)
Die meisten der möglicherweise vom Facebook-Datenskandal betroffenen Nutzer kommt aus den USA. (Grafik: Facebook.com)

Cambridge Analytica wies die Darstellung von Facebook in einer Mitteilung zurück. Von dem Unternehmen Global Science Research (GSR), das eine entsprechende App entwickelt und die Daten der App-Nutzer und deren Facebook-Freunden gesammelt hatte, will die Analysefirma lediglich Datensätze von 30 Millionen Nutzern erhalten haben. Zudem seien diese Daten nicht im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 eingesetzt worden.

65 deutsche App-Nutzer

Stellenmarkt
  1. ED Netze GmbH, Rheinfelden
  2. Interxion Deutschland GmbH, Düsseldorf

Zuckerberg räumte auf Nachfrage ein, dass sein Unternehmen nicht wisse, wie viele Nutzerdaten der frühere Cambrigde-Wissenschaftler Alexander Kogan mit seinem Unternehmen GSR tatsächlich ausgelesen habe. Ebenfalls wisse Facebook nicht, wie viele Daten Kogan an Cambridge Analytica verkauft habe und noch auf deren System gespeichert würden.

Facebook machte darüber hinaus erstmals detaillierte Angaben zur Zahl der betroffenen deutschen Nutzer. Die entsprechende App hätten lediglich 65 Nutzer aus Deutschland verwendet, teilte Facebook nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa mit. Über die Erfassung der Informationen von Freunden - auch durch Verbindungen zu Nutzern in anderen Ländern - könnten bis zu 309.815 Facebook-Mitglieder aus Deutschland betroffen sein. Das entspricht einem Anteil von 0,35 Prozent.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Wohl fast alle Facebook-Nutzer betroffen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Alphacool Eissturm Hurricane Copper 45 2x 140 mm für 164,90€ + Versand)
  2. (u. a. bis zu 27% auf Raspberry Pi und 20% auf TP-Link)
  3. (aktuell u. a. Amazon-Geräte reduziert, z. B. Kindle, Echo Show, Fire und Fire TV Stick)
  4. (aktuell u. a. 2x SanDisk Ultra microSDXC 64 GB für 17€ statt ca. 22€ im Vergleich und ASUS...

xmaniac 06. Apr 2018

Und wieder so eine unlogische Unterstellung. Weil jeder Pudel ein Hund ist, ist noch...

derdiedas 06. Apr 2018

4% des Konzernumsatzes macht bei angeblichen 9 Milliarden Umsatz in 2017 mach 360...

Antwoord 06. Apr 2018

Dagegen kann erst nach der Verabschiedung durch den bayerischen Landtag bzw. dem...

hum4n0id3 06. Apr 2018

3 mal bin ich schon irgendwo aufgelistet, weil die Konten in den jeweiligen Firmen...

throgh 06. Apr 2018

Danke für den Hinweis! :) Es wäre meinerseits gelogen wenn ich sagen würde "Dies war das...


Folgen Sie uns
       


Halo (2001) - Golem retro_

2001 feierte der Master Chief im Klassiker Halo: Kampf um die Zukunft sein Debüt. Wir blicken zurück und merken, wie groß der Einfluss des Spiels wirklich ist.

Halo (2001) - Golem retro_ Video aufrufen
Schenker Via 14 im Test: Leipziger Langläufer-Laptop
Schenker Via 14 im Test
Leipziger Langläufer-Laptop

Dank 73-Wattstunden-Akku hält das 14-Zoll-Ultrabook von Schenker trotz fast komplett aufrüstbarer Hardware lange durch.
Ein Test von Marc Sauter

  1. XMG Neo 15 (E20) Schenker erhöht Akkukapazität um 50 Prozent
  2. XMG Apex 15 Schenker packt 16C-Ryzen in Notebook
  3. XMG Fusion 15 Schenkers Gaming-Laptop soll 10 Stunden durchhalten

Star Trek - Der Film: Immer Ärger mit Roddenberry
Star Trek - Der Film
Immer Ärger mit Roddenberry

Verworfene Drehbücher, unzufriedene Paramount-Chefs und ein zögerlicher Spock: Dass der erste Star-Trek-Film vor 40 Jahren schließlich doch in die Kinos kam, grenzt an ein Wunder. Dass er schön aussieht, noch mehr.
Von Peter Osteried

  1. Machine Learning Fan überarbeitet Star Trek Voyager in 4K
  2. Star Trek - Picard Hasenpizza mit Jean-Luc
  3. Star Trek Voyager Starke Frauen und schwache Gegner

Disney+ im Nachtest: Lücken im Sortiment und technische Probleme
Disney+ im Nachtest
Lücken im Sortiment und technische Probleme

Disney+ läuft auf Amazons Fire-TV-Geräten nur mit Einschränkungen. Beim Sortiment gibt es Lücken und die Auswahl von Disney+ ist deutlich kleiner als bei Netflix und Prime Video.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Coronavirus-Krise Disney+ startet mit reduzierter Streaming-Bitrate
  2. Disney+ im Test Ein Fest für Filmfans
  3. Disney+ The Mandalorian gibt es in Deutschland im Wochenturnus

    •  /