• IT-Karriere:
  • Services:

Börsenrückzug: Investoren klagen wegen Musks Aussagen zu Tesla

Hat Elon Musk wirklich genug Geld beisammen, um Tesla von der Börse zu nehmen? Seine Äußerungen könnten ihm noch einigen rechtlichen Ärger bringen.

Artikel veröffentlicht am ,
Kleinkrieg mit Börsenhändlern: Tesla-Chef Elon Musk
Kleinkrieg mit Börsenhändlern: Tesla-Chef Elon Musk (Bild: Joe Skipper/Reuters)

Elon Musks Äußerungen zu einem möglichen Börsenrückzug des Elektroautoherstellers Tesla haben juristische Konsequenzen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, reichten inzwischen mehrere Börsenhändler eine Klage gegen Musk und sein Unternehmen ein. Dem Tesla-Gründer wird vorgeworfen, mit unbelegten Behauptungen zur Finanzierung eines Aktienrückkaufs den Börsenkurs zu Lasten von Leerverkäufern manipuliert zu haben.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Süwag Energie AG, Frankfurt am Main

Musk hatte am vergangenen Dienstag überraschend getwittert: "Ich überlege, Tesla für 420 Dollar [pro Aktie] von der Börse zu nehmen. Finanzierung gesichert." Vor allem die beiden letzten Wörter des Tweets könnten ihm im Nachhinein Probleme bereiten. Denn bislang ist völlig offen, ob Tesla tatsächlich die gut 70 Milliarden US-Dollar schon zusammen hat, um die Aktionäre auszahlen zu können. Die US-Börsenaufsicht SEC fragte nach Angaben der New York Times daher bei dem Unternehmen nach, ob die Angaben Musks zuträfen und warum er die Pläne per Twitter und nicht per offizieller Börsenmitteilung angekündigt habe.

"Selbst Hitler hat mit Tesla-Leerverkäufen spekuliert"

Sollte sich herausstellen, dass Musk sich mit seiner Behauptung übernommen hat, könnte ihm eine Kursmanipulation vorgeworfen werden. Denn die Tesla-Aktie stieg nach dem Tweet so stark an, dass der Handel mit dem Papier teilweise ausgesetzt werden musste. Der Kursanstieg ging dabei zu Lasten von sogenannten Leerverkäufern (Short seller), die wegen der anhaltenden Produktionsprobleme beim Model 3 und den immer noch hohen Verlusten des Unternehmens auf fallende Kurse gewettet hatten.

Das Besondere daran: Musks lieferte sich in jüngster Zeit einen öffentlichen Kleinkrieg mit solchen Börsenhändlern, denen er vorwirft, mit ihren Spekulationen dem langfristigen Erfolg des Unternehmens zu schaden. "Selbst Hitler hat mit Tesla-Leerverkäufen spekuliert", twitterte er Anfang August. In einer erläuternden E-Mail an die Belegschaft hatte Musk am Dienstag passenderweise argumentiert: Als börsennotiertes Unternehmen sei Tesla starken Kursschwankungen ausgesetzt, die für alle Mitarbeiter, die zugleich Aktionäre seien, eine große Ablenkung darstellen könnten. Die Pflicht, vierteljährlich Bericht zu erstatten, setze Tesla unter enormen Druck, Entscheidungen zu treffen, die möglicherweise gut für ein Quartal, aber langfristig schädlich seien.

Geht der Rückzug schon deutlich billiger?

Einem Bericht der New York Times zufolge könnte der Börsenrückzug schon für deutlich weniger als 70 Milliarden US-Dollar zu haben sein. Demnach könnte es ausreichen, lediglich für 10 bis 20 Milliarden US-Dollar Aktien zurückzukaufen. Dann wäre die Zahl der Aktionäre so gering, dass eine Denotierung bei der Nasdaq möglich wäre und Tesla keine Quartalsberichte mehr abliefern müsste.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Borderlands 3 38,99€, The Outer Worlds 44,99€)

berritorre 14. Aug 2018

Wenn die Videos kürzer wären könnte man sich die ja hin und wieder als Comedy-Sendung...

PerilOS 13. Aug 2018

Der Prozess ist nur umgedreht. Es ist nicht Abstrahiert. Es ist genau das Gleiche wenn du...

SanderK 13. Aug 2018

Das eine ist Unrealistisch aber das andere geht? Also bis zu dem Punkt, war ich ja...


Folgen Sie uns
       


Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth

WLAN-Überwachungskameras lassen sich ganz einfach ausknipsen - Golem.de zeigt, wie.

Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth Video aufrufen
Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
Staupilot
Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. San José Bosch und Daimler starten autonomen Taxidienst
  2. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
  3. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


      •  /