Börsengang: Rocket will weltweit führende Internetplattform werden

Rocket Internet geht an die Börse(öffnet im neuen Fenster) . Die Klonfabrik der Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer kündigte am 10. September 2014(öffnet im neuen Fenster) eine Aktienplatzierung in Frankfurt an und will dabei rund 750 Millionen Euro einnehmen. Der Börsengang solle noch in diesem Jahr erfolgen. Die Anteilseigner wollen bei dem IPO keine Anteile verkaufen, es sollen nur neue Aktien platziert werden. Rocket Internet wurde zuletzt bei einer Investition von United Internet mit rund 4,3 Milliarden Euro bewertet.
"Der Börsengang ist der nächste logische Schritt auf dem Weg zu unserem erklärten Ziel, die weltweit führende Internetplattform außerhalb der USA und Chinas zu werden" , erklärte Rocket-Chef Oliver Samwer. Rocket habe Fokus auf Schwellenländer und schnellwachsende Volkswirtschaften wie Lateinamerika, Südostasien, Indien und Afrika.
Rocket wolle die Trends nutzen, dass der Smartphone-Markt wachse, die junge Bevölkerung in den Schwellenländern das Internet nutze, die weltweit wachsende Mittelschicht steigende Konsumausgabe tätige und die Möglichkeit bestehe, mit Hilfe von Internettechnologie den Aufbau einer traditionellen, physischen Infrastruktur in Entwicklungsländern zu überspringen.
Zalando, eine der bekanntesten Samwer-Gründungen, hatte in der vergangenen Woche ebenfalls den Börsengang angekündigt . Der Online-Modehändler will 10 bis 11 Prozent seines Eigenkapitals platzieren. Geplant ist die Ausgabe von neuen Aktien als reine Kapitalerhöhung. Die bestehenden Zalando-Gesellschafter behalten auch hier ihre Anteile. Die Samwer-Brüder halten über Global Founders noch 17 Prozent an Zalando.