Börsengang: IPO-Bank Morgan Stanley nennt Facebook-Anleger naiv

James Gorman, der Chef von Morgan Stanley, hat Facebook-Investoren kritisiert. Die Bank hat den Börsengang von Facebook führend begleitet. Im ersten Interview, in dem sich die Bank seit dem Börsengang(öffnet im neuen Fenster) öffentlich äußerte, sagte Gorman dem Sender CNBC(öffnet im neuen Fenster) , dass Anleger, die sich einen schnellen Kurssprung erhofft hatten, "naiv waren und mit falschen Vorstellungen gekauft" hätten.
Der Preis der Aktie erholte sich am 31. Mai 2012 um 5 Prozent. Das Wertpapier notierte zu Handelsschluss bei 29,60 US-Dollar. In den letzten zehn Minuten nahm der Handel massiv zu und 13 Millionen Aktien wechselten den Besitzer. Das Wertpapier liegt aber weiter 22 Prozent unter dem Ausgabekurs von 38 US-Dollar.
Facebook in einer "volatilen Phase"
Gorman erklärte, Facebook hoffe auf eine "Basis von langfristigen Anlegern" . Er hoffe, dass solche Käufer nicht verschreckt wurden, denn Facebook sei in einer "volatilen Phase" .
"Wir sind erst am achten Tag angelangt" , betonte Gorman und rief dazu auf, die Hoffnung nicht aufzugeben. "Die Geschichte ist noch nicht vorbei. Wir müssen einfach etwas Geduld haben. Wir müssen uns alle wieder beruhigen. Lassen Sie uns nochmals in zwölf Monaten diese Unterhaltung führen" , sagte Gorman. Facebook begann am 18. Mai 2012 an der Nasdaq und holte dabei 16 Milliarden US-Dollar ins Unternehmen. Der Betreiber des weltgrößten sozialen Netzwerks wurde mit 104 Milliarden US-Dollar bewertet.
Kein anderer Börsengang, der über 1 Milliarde US-Dollar eingespielt hatte, sei so schlecht verlaufen, erklärten dagegen die Börsenanalysten von Dealogic.