Hackerkultur statt Gewinnmaximierung

In einem Brief an die Aktionäre macht Zuckerberg deutlich, dass Facebook für ihn kein normales Unternehmen ist und es auch nicht werden soll. Dividenden zahlen will Facebook bis auf weiteres nicht. Die gesamten Gewinne sollen im Unternehmen verbleiben.

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Facebook sei gegründet worden, um eine soziale Mission zu erfüllen, nämlich die Welt offener und vernetzter zu machen. Es sei sehr wichtig, jeden auf der Welt zu vernetzen, jedem eine Stimme zu geben und dabei zu helfen, die Gesellschaft zu verändern. Die Größe der dazu notwendigen technischen Infrastruktur lasse sich nicht abschätzen. Sie sei daher das wichtigste Problem, auf das sich Facebook konzentrieren müsse. Derzeit speichert Facebook rund 100 Petabyte an Foto- und Videodaten.

Die Infrastruktur der Welt stellt sich Zuckerberg als ein Netzwerk vor, das von unten durch Beziehungen zwischen Einzelnen aufgebaut wird (Peer-to-Peer), nicht als monolithischen Top-Down-Ansatz. Dabei sei es fundamental wichtig, den Menschen die Kontrolle darüber zu geben, was sie mit anderen teilen.

  • Mark Zuckerberg (Foto: Kimberly White / Getty Images News)
  • Mark Zuckerberg (Foto: Justin Sullivan / Getty Images News)
  • Mark Zuckerberg (Foto: Justin Sullivan / Getty Images News)
  • Facebook-COO Sheryl Sandberg (Foto: Justin Sullivan / Getty Images News)
  • Mark Zuckerberg (Foto: Justin Sullivan / Getty Images News)
  • Facebooks Mission
  • Facebooks Timeline
  • Facebook in Zahlen
Facebook-COO Sheryl Sandberg (Foto: Justin Sullivan / Getty Images News)

Zuckerberg glaubt, dass eine offene und vernetzte Welt zu einer stärkeren Wirtschaft mit authentischeren Geschäftsbeziehungen führt, die bessere Produkte und Dienste hervorbringen. Wenn Menschen mehr teilen, haben sie mehr Zugang zu den Meinungen anderer, denen sie vertrauen. Dadurch sei es möglich, die besten Produkte zu finden und die eigene Lebensqualität und Effizienz zu verbessern.

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Je einfacher es für die Menschen sei, die besseren Produkte zu finden, umso größer werde der Anreiz für Unternehmen, bessere Produkte zu bauen sagte Zuckerberg. Er will aber auch die Beziehungen von Menschen zu ihren Regierungen ändern. Facebook soll es Menschen einfacher machen, sich Gehör zu verschaffen, so dass ihre Meinungen nicht ignoriert werden können. Zuckerberg geht davon aus, dass Regierungen sich stärker mit den Sorgen Einzelner auseinandersetzen werden.

Diese Mission steht für Zuckerberg im Vordergrund, nicht der geschäftliche Erfolg. "Einfach gesagt: Wir entwickeln unserer Dienste nicht, um Geld zu verdienen. Wir verdienen Geld, um bessere Dienste zu entwickeln", so Zuckerberg. Er geht davon aus, dass heutzutage immer mehr Menschen Dienste von Unternehmen nutzen wollen, die an mehr glauben als nur an die Gewinnmaximierung.

Zuckerberg geht davon aus, auf diesem Weg langfristig den größten Wert für seine Aktionäre und Partner schaffen zu können. Zudem sei es dadurch möglich, auch in Zukunft die besten Mitarbeiter zu gewinnen.

Hackathons soll es weiter geben

Dazu gehört für Zuckerberg auch der Erhalt einer Hacker-Kultur. Dabei gilt die Maxime "Fertig ist besser als perfekt". Statt langer Debatten, zählen funktionierende Prototypen, oder kurz gesagt "Code gewinnt an der Auseinandersetzung damit". Ganz explizit will Zuckerberg verhindern, dass die Ideen derer durchgesetzt werden, die die beste Lobbyarbeit betreiben oder die meisten Mitarbeiter haben. Vielmehr soll die Unternehmenskultur dafür sorgen, dass sich die beste Idee und die beste Implementierung durchsetzen.

Um diese Hackerkultur zu bewahren wird Facebook in Zukunft, wie auch schon in der Vergangenheit, alle paar Monate einen Hackathon durchführen, bei dem jeder Prototypen neuer Ideen entwickelt. Am Ende bewertet das ganze Team alle diese Ideen. Auf diesem Weg entstanden viele der wichtigsten Produkte von Facebook, darunter die Timeline, der Chat, Video und das mobile Framework. Aber auch die Infrastruktur wurde so verbessert, beispielsweise durch den Hiphop-Compiler.

Damit dieser Ansatz funktioniert, muss jeder neue Ingenieur, auch solche, die nicht programmieren, sondern Managementaufgaben übernehmen, durch ein sogenanntes Bootcamp, in dem sie die Codebasis von Facebook, die verwendeten Werkzeuge und Ansätze kennenlernen.

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 Börsengang: Facebook geht es nicht ums GeldPrinzipien und Strategien 
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Peter Pan123 27. Apr 2012

....und Du durch falsche Propaganda und Unwissen....könnte ja auch sein, gelle?

Peter Pan123 27. Apr 2012

der versucht, die Leute vom Gegenteil zu überzeugen, indem er harmlose statements von...

vukoxx 05. Feb 2012

wie man mit solchen kleckerles beträgen auf ein vermögen von 13500 Millionen Dollar...

kevla 04. Feb 2012

richtig, zumal ich keine bank kenne, die mehr zinsen gibt als sie nimmt. das ist völlig...



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