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Börsengang: "Facebook kann am Datenschutz zusammenbrechen"

Landesdatenschützer Thilo Weichert warnt Anleger, dass Facebook zusammenbrechen könnte, wenn die europäischen Datenschützer sich durchsetzen. Auch CSU-Vizechefin Dorothee Bär hat Zweifel an der Zukunft des sozialen Netzwerks.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook-Logo an der Börse
Facebook-Logo an der Börse (Bild: Emmanuel Dunand/AFP/GettyImages)

Der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, warnt die Anleger zum Börsengang Facebooks vor Risiken. "Die bisherigen Kapitalwerte von Facebook beruhen auf einem datenschutzwidrigen Vorgehen, das gegen deutsches und europäisches Recht verstößt", sagte Weichert der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er habe die "Befürchtung, dass Facebook versuchen wird, die Daten seiner Nutzer noch stärker auszubeuten". Aktionäre müssten damit rechnen, "dass, wenn sich der Datenschutz in Deutschland und Europa mit seinen Belangen durchsetzt, das Geschäftsmodell von Facebook in sich zusammenbricht."

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In drei anhängigen Gerichtsverfahren will der Landesdatenschützer Änderungen durchsetzen, die wahrscheinlich "die Datenübermittlung in die Vereinigten Staaten" unmöglich machen würden. Das "Abziehen von Daten dritter Personen, etwa über die Adressbücher", müsse "eingeschränkt, wenn nicht vollständig ausgeschlossen werden". Für die Gesichtserkennung auf Fotos müsse es eindeutige "Einwilligungsverfahren geben".

Und für die Auskunftserteilung über vorhandene Daten und für deren Löschung gebe es klare europäische Richtlinien, die Facebook bislang nicht beachte, betonte Weichert. Im Börsenprospekt nenne der US-Konzern den Datenschutz zwar als Risikofaktor, aber "weder Facebook noch den Kaufinteressenten" sei die "Brisanz des Themas bewusst".

Die Vorsitzende des CSU-Netzrates und Vize-Generalsekretärin Dorothee Bär sagte zum Börsengang von Facebook: "Bei aller Bewunderung für die Entwicklung von Facebook muss ich aber auch davor warnen, alles auf diese eine Karte zu setzen. Die Gefahr der Platzens einer gewaltigen Blase besteht zweifellos. Das durchaus zwiespältige Echo der Investoren weist darauf hin, dass Facebook rein wirtschaftlich betrachtet durchaus in eine riskante Zukunft blickt." So stehe beispielsweise das "ungewisse Anzeigenmodell" des Konzerns immer wieder in der Kritik.



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jack-jack-jack 21. Mai 2012

sondern der gesamte Internet-Werbemarkt die Deutschen scheinen ja latent Werbung zu...

F4yt 19. Mai 2012

Oh, wie recht Du hast :)

F4yt 19. Mai 2012

Tja, das Eintreten der von dir genannten Dinge ist leider, aufgrund der Eigenarten der...

elend0r 19. Mai 2012

Was ist an diesem Börsengang anders als an all den anderen in den letzten Jahren? Wenn...

elend0r 19. Mai 2012

Der reale Nutzen von Dingen ist immer abhängig von der Sichtweise desjenigen, der für...


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