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Börsengang: ARM setzt Ausgabepreis für Aktie auf 51 US-Dollar fest

Der Erlös und die Bewertung für ARM bleiben damit deutlich hinter den ersten Erwartungen des japanischen Eigners Softbank.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
ARM geht für 51 US-Dollar pro Aktie an die Börse. (Bild: REUTERS)

Es wird der bislang größte Börsengang des Jahres: Der Chipdesigner ARM verkauft seine Aktien mit 51 US-Dollar am oberen Rand der angepeilten Spanne. Bei 95,5 Millionen platzierten Anteilsscheinen fließen dem ARM-Eigentümer, dem japanischen Softbank-Konzern, damit fast 4,9 Milliarden US-Dollar (4,5 Mrd. Euro) zu, wie aus einer Mitteilung vom Mittwochabend hervorgeht.

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Die ARM-Papiere sollen ab Donnerstag in New York gehandelt werden. Zuletzt wurden 47 bis 51 Dollar je Aktie angepeilt. Insgesamt bringt es ARM zum Platzierungspreis auf eine Bewertung von 54,5 Milliarden Dollar. Das entspricht zwar dem Wert, den das Unternehmen zuletzt anstrebte. Ursprünglich geplant war wohl aber eine noch höhere Bewertung von bis zu 70 Milliarden US-Dollar. Auch der ursprünglich geplante Erlös lag mit 8 bis 10 Milliarden US-Dollar deutlich höher, als nun wohl erreicht wird.

Auf Basis der von ARM entworfenen Chip-Designs entwickeln unter anderem Samsung oder auch der Halbleiterkonzern Qualcomm Chips, die für viele Android-Telefone genutzt werden. Die Firmen zahlen an ARM Lizenzgebühren für die Verwendung der Designs. Außerdem werden Chips auf Basis der ARM-Technik auch in Rechenzentren eingesetzt, etwa von Amazon, Nvidia oder Ampere. Apple nutzt den ARM-Befehlssatz für seine eigenen als Apple Silicon bezeichneten Designs für die CPUs der Macs und iPhone unter einer Architekturlizenz. Die Kunden und Partner sollen beim Börsengang auch zum Zug kommen: ARM hat für sie Anteilsscheine im Wert von 700 Millionen US-Dollar reserviert.

Der japanische Technologie- und Medienkonzern Softbank hatte die britische Firma ARM 2016 für 32 Milliarden Dollar gekauft und von der Börse genommen. Ein Verkauf an den Chipkonzern Nvidia scheiterte im vergangenen Jahr an Bedenken von Wettbewerbshütern und ARM-Kunden. Danach wurde der Börsengang beschlossen, dessen Erlös Softbank zugutekommen soll. Mit rund 2,7 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftet ARM einen vergleichsweise geringen Umsatz. Der japanische Eigentümer will auch nach dem Börsengang 90 Prozent der Anteile halten.