Börsengang 2015 geplant: Spotify soll zehn Milliarden US-Dollar wert sein
Der Musik-Streamingdienst Spotify will laut einem Medienbericht schon 2015 an die Börse gehen. Das Unternehmen habe bereits hochkarätige Finanzfachleute eingestellt, um das Going-Public vorzubereiten, berichtete das Magazin Focus unter Berufung auf Insiderinformationen.
Möglicherweise wird Spotify aber noch vor dem geplanten Börsengang von einem Konkurrenten übernommen. Wie der Focus weiter schreibt, könnte der schwedische Anbieter vom chinesischen Konzern Tencent(öffnet im neuen Fenster) aufgekauft werden. Das breit aufgestellte Unternehmen mit Geschäftsfeldern wie Instant Messaging Service, soziale Netzwerke und Onlinemedien sowie Games, Werbung und E-Commerce wurde 1998 gegründet, besitzt unter anderem Riot Games und hält eine größere Beteiligung an Epic Games und Activision Blizzard.
Spotify wird nach Focus-Informationen derzeit auf einen Wert von etwa zehn Milliarden US-Dollar taxiert. Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und soll nur weltweit 40 Millionen Kunden haben(öffnet im neuen Fenster) , davon 10 Millionen zahlende Abonnenten.
Für die Musikbranche ist das Phänomen Musikstreaming ein zweischneidiges Schwert. Die Entgelte sind deutlich geringer als bei Download-Portalen, andererseits ist der Dienst radioähnlicher mit mehr Möglichkeiten, klassisches Marketing durchzuführen.
Der Zentraleuropa-Chef von Universal Music, Frank Briegmann, sprach sich im Focus eindeutig für Streaming-Angebote aus: "Jemand, der streamt, würde ohnehin keine CD kaufen" , sagte Briegmann. Die jüngeren Zielgruppen hätten in vielen Fällen aufgehört, Musik zu kaufen und sich Möglichkeiten zugewandt, an Musik zu kommen, ohne dafür bezahlen zu müssen. "Beim Streaming ist nun die Hälfte der Nutzer unter 30, so dass wir damit Menschen zurückgewinnen."
Den Plattenlabeln fällt es allerdings wegen der niedrigen Verdienstmöglichkeiten teilweise schwer, Künstlern das Streaming-Modell nahezubringen. Im Bereich Dance und Hip Hop seien die Kreativen meist recht aufgeschlossen, sagte Briegmann. "Gerade bei sehr erfolgreichen Pop- und Rock-Stars" müsse aber noch Überzeugungsarbeit geleistet werden.
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