Boeings Niederlage: Große Änderungen im Raketenprogramm von Artemis
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Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat das Ende der Interims-Oberstufe für die SLS-Mondrakete besiegelt. Dieser Schritt folgt im Zuge einer strategischen Neuausrichtung des Artemis-Programms. Mit der Bestellung einer neuen Oberstufe(öffnet im neuen Fenster) bereitet sich die Behörde auf komplexere Missionen zum Mond und darüber hinaus vor.
Am 6. März 2026 wurde die Vergabe des Auftrags für die neue Oberstufe auf der Regierungsseite für Systems for Award Management (sam.gov) aufgelistet. Die United Launch Alliance (ULA) erhielt den Alleinauftrag, um die "nächste Generation der Oberstufen für den Einsatz im Space Launch System (SLS) Artemis IV und Artemis V zu liefern" .
Aufgelistet wurde dieser Auftrag als "Vulcan Centaur V Upper Stage for Space Launch System" , womit das System auf die Centaur-V-Oberstufe setzt, die bereits bei der Vulcan-Rakete zum Einsatz kommt. Die ULA kann damit ihre Position als zuverlässiger Partner weiter festigen, Boeing muss abtreten. Wobei die Kernstufe, die riesige orangefarbene Hauptstufe, die den Treibstoff für die Haupttriebwerke liefert, weiterhin von Boeing bereitgestellt wird.
Boeing verliert die Kontrolle über das obere Ende der Mondrakete
Bisher nutzt die Nasa für die ersten Artemis-Missionen die ICPS ( Interim Cryogenic Propulsion Stage ), die auf der Technologie der bewährten Delta-IV-Rakete von Boeing basiert. Das ICPS ist jedoch in seiner Nutzlastkapazität limitiert.
Das Orion-Raumschiff mit Besatzung war zwar kein Problem, bei zukünftigen Missionen sollte die SLS-Rakete diese jedoch gemeinsam mit weiteren schweren Frachtmodulen ins All befördern. Dazu gehören etwa die Module der Mondraumstation Lunar Gateway oder die Landefähren für die Mondlandung.
Ursprünglich war geplant, die kraftvollere EUS-Oberstufe ( Exploration Upper Stage ) von Boeing dafür einzusetzen. Damit hätte die SLS-Konfiguration von Block-1 zur leistungsstärkeren Version Block-1B gewechselt.
Anders als beim ICPS, welches nur aus einem Triebwerk besteht, wäre EUS mit vier RL10-Triebwerken ausgestattet gewesen. Das sollte die Nutzlastkapazität zum Mond um rund 40 Prozent steigern – was eine Grundvoraussetzung für den Aufbau einer dauerhaften Präsenz auf der Mondoberfläche ist.
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