Standardisierung für eine höhere Schlagzahl
Für die ersten drei Artemis-Missionen war der Start noch mit der ICPS-Oberstufe vorgesehen. Ab Artemis IV sollten die SLS-Block-1B oder die SLS-Block-2 zum Einsatz kommen. Jedoch würde der Wechsel auch mehr Testläufe bedeuten, was wiederum zu weiteren Verzögerungen im Artemis-Programm führen könnte – wie sie jetzt bereits zur unbeliebten Regel gehören.
Die Standardisierung der SLS-Konfiguration soll dieses Problem beheben. Deswegen hat der amtierende Nasa-Administrator, Jared Isaacman, erst kürzlich die neue Architektur des Artemis-Programms vorgestellt . Dazu gehört auch, dass sich die astronautische Mondlandung von Artemis III auf IV verschiebt. Zudem soll dieser Schritt die Effizienz der teuren Starts erhöhen.
Die Centaur-V verwendet auch die RL10-Triebwerke, aber nur zwei von ihnen. Dadurch kann zwar weniger Masse transportiert werden, jedoch haben sie ein geringeres Eigengewicht und können eine bewährte Serienfertigung vorweisen. Entsprechend bedeutet dieser Auftrag auch, und das hatte Isaacman bereits zuvor bekräftigt, dass die SLS-Rakete primär nur noch als zuverlässiger Startanbieter für das Orion-Raumschiff und dessen Besatzung bedient wird.
Statt gleichzeitig Frachtmodule für den Aufbau einer Mondinfrastruktur mitzuführen, wird dieser Teil an die kommerzielle Raumfahrt übertragen. Die Module des Lunar Gateway und die Landefähren für den Mond sollen zukünftig mit Anbietern wie SpaceX und seinem Starship oder Blue Origin mit seiner New-Glenn-Rakete ins Weltall gebracht werden.
Vorerst sind aber nur Artemis IV und V mit der neuen und standardisierten SLS-Konfiguration ausgestattet. Wird die Standardisierung jedoch ernst genommen, sollten auch zukünftige Missionen mit der ULA-Konfiguration fliegen.
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