Boeing: Vollautonomes U-Boot für die US-Marine ist fertig
Boeing hat mit der Auslieferung des ersten Orca XLUUV(öffnet im neuen Fenster) (Extra Large Uncrewed Undersea Vehicle) an die U.S. Navy nach erfolgreichem Abschluss der Abnahmetests dem eigenen Bekunden nach einen neuen Meilenstein in der autonomen Waffentechnik erreicht.
Die neue Klasse völlig autonomer U-Boote, die von der US-Marine als Orca bezeichnet wird, soll die Unterwasseroperationen durch ihre Fähigkeit, kritische Langstreckeneinsätze in umkämpften Gewässern unabhängig durchzuführen, verändern. Die Boote sind 25 Meter lang und wiegen 80 Tonnen. Der Laderaum misst 10 Meter.
Mit seiner großen Nutzlastkapazität, seiner langen Einsatzdauer und seinem autonomen Betrieb stellt Orca einen großen Sprung nach vorn für unbemannte Unterwassersysteme dar. Das U-Boot kann nach Angaben von Boeing monatelang im Einsatz bleiben, ohne zur Basis zurückkehren zu müssen, und ermöglicht eine dauerhafte maritime Präsenz für verschiedene Missionen, die von der Aufklärungsarbeit bis zum Ausbringen von Minen reichen. Nach einem Bericht von The Warzone(öffnet im neuen Fenster) soll das Boot auch zur elektronischen Kampfführung eingesetzt werden können. Künftig soll auch ein Sonar zur Kartierung des Meeresbodens eingebaut werden.
Orca baut auf der Erfahrung von Boeing mit dem Demonstrationsboot Echo Voyager XLUUV auf. Nach über 10.000 Teststunden auf See seit 2017 hat Echo Voyager die Machbarkeit von autonomen extragroßen UUVs nach Angaben des Herstellers bewiesen und den Weg für die Entwicklung von Orca geebnet.
Wie genau Orca zu Wasser gelassen werden soll, ist nicht klar, da es für U-Boote zu groß ist, um es zu transportieren oder zu starten. Daher muss das Boot entweder von einem großen Überwasserschiff oder von einem Pier aus gestartet werden.
Boeing ist nun in der Lage, weitere Orca-Fahrzeuge an die Marine zu liefern. Insgesamt wurden fünf Stück bestellt. Ursprünglich sollten die ersten Muster schon 2022 ausgeliefert werden. Die fünf U-Boote kosten 242 Millionen US-Dollar und damit 64 Prozent mehr als ursprünglich erwartet.
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