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Boeing und SpaceX: ISS bald ohne US-Astronauten?

Wie kommen US-Astronauten künftig zur ISS? Flüge mit der russischen Sojus sind bis 2019 gesichert. Danach sollten SpaceX und Boeing übernehmen. Es ist aber zweifelhaft, ob sie rechtzeitig startbereit sind. Die US-Aufsichtsbehörde GAO hat bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus gewarnt, die Präsenz der USA auf der ISS sei in Gefahr.

Artikel veröffentlicht am ,
Raumstation ISS: Flüge gebucht bis Ende 2019
Raumstation ISS: Flüge gebucht bis Ende 2019 (Bild: Nasa)

2017? 2018? 2019? 2020? SpaceX und Boeing sollen Astronauten im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) bringen. Doch die US-Raumfahrtunternehmen schaffen es nicht, ihre Zeitpläne einzuhalten. Im schlimmsten Fall könnten die Verzögerungen bedeuten, dass US-Astronauten nicht mehr zur ISS kommen.

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2017, so verkündete der damalige Nasa-Chef Charles Bolden 2014, würden Boeing und SpaceX Astronauten zur ISS fliegen. Doch daraus wurde nichts. Es könnte sogar sein, dass die CST-100 Starliner und der Crew-Dragon erst 2020 erstmals bemannt fliegen. Es gibt mehrere Gründe für die Verzögerung, hat das Government Accountability Office (GAO) herausgefunden.

Es läuft nicht alles so glatt wie geplant

Beide Unternehmen hätten sehr optimistische Zeitpläne vorgelegt, heißt es in dem Bericht der Aufsichtsbehörde. Die Unternehmen waren wohl davon ausgegangen, dass alles glatt laufen werde. Es sind aber sowohl bei Boeing als auch bei SpaceX Schwierigkeiten aufgetreten, die die Unternehmen nicht schnell genug in den Griff bekommen.

Bei Boeing sind das etwa das Rettungssystem, das den Starliner bei einem Unfall von der Rakete wegkatapultieren soll, sowie die Fallschirme, die die Kapsel bremsen sollen. SpaceX ist damit beschäftigt, den Fehler zu beheben, durch den 2016 eine Falcon-9-Rakete bei einem statischen Triebwerkstest auf der Startrampe explodierte.

SpaceX soll Sicherheit der Falcon nachweisen

Es war nicht der erste Unfall: 2015 war schon einmal eine Falcon 9 explodiert. Die Nasa verlangt, dass SpaceX die Sicherheit der Rakete nachweist: Bevor Astronauten damit ins All fliegen, soll das Unternehmen sieben Starts mit der Falcon mit den überarbeiteten Heliumtanks durchführen. Das verzögert die bemannten Flüge weiter. Allerdings scheint die Nasa an die Sicherheit unterschiedliche Maßstäbe anzulegen: Die eigene Schwerlastrakete Space Launch System (SLS) könnte schon beim zweiten Start eine Besatzung an Bord haben.

Allerdings wirkt auch die Nasa selbst überfordert: Mitarbeiter sagten dem GAO, sie müssten sowohl Sicherheitsprüfungen durchführen als auch überwachen, dass die beiden Auftragnehmer die Anforderungen erfüllen. Das GAO hatte Anfang 2017 deshalb Änderungen der Zeitpläne vorgeschlagen, um Überschneidungen zu vermeiden.

Wie kommen Astronauten zur ISS?

Weitere Verzögerungen kann sich die Nasa jedoch nicht leisten: Mit der Aussicht, Astronauten selbst zur ISS bringen zu können, hat die Raumfahrtbehörde nur bis Ende 2019 Plätze in der russischen Raumfähre Sojus gebucht. Eine solche Buchung hat normalerweise einen Vorlauf von drei Jahren, was es der Nasa schwierig machen könnte, Mitfluggelegenheiten für 2020 zu bekommen.

Eine Möglichkeit, um ab 2020 Astronauten mit SpaceX oder Boeing zur ISS zu bringen, wäre, die Sicherheitsanforderungen zu senken: Die sehen vor, dass es bei 270 Flügen zu höchstens einem tödlichen Unfall kommt. Beim Spaceshuttle lagen die Anforderungen bei maximal einem tödlichen Unfall auf 90 Flüge. Ein Expertengremium bezweifelt indes, dass die beiden Unternehmen die Anforderung von 1:270 erfüllen. Die Kapseln so sicher zu machen, erfordert aber noch mehr kostbare Zeit.



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zilti 25. Jan 2018

Wenn die Sojus-Berechnung von 1 LoC per 30 Flüge stimmt, würde es nur bestätigen, was für...

FreierLukas 21. Jan 2018

Also ich weiß ja nicht ob du die letzten Jahre geschlafen hast aber in Sachen Raumfahrt...

developwork 21. Jan 2018

Ich weiss nicht, wie du dir die Umsetzung von Weltraumprogrammen vorstellst, aber meiner...


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