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Boeing: Starliner fliegt erst nächstes Jahr

Das Starliner-Raumschiff von Boeing fliegt dieses Jahr nicht mehr. Dies verkündete die NASA vor Kurzem.
/ Patrick Klapetz
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Das Starliner-Raumschiff von Boeing (Bild: Boeing)
Das Starliner-Raumschiff von Boeing Bild: Boeing

Eigentlich sollte Boeing sein Raumschiff Starliner am 3. August zur Internationalen Raumstation ISS schicken. Doch erneut blieb es wegen eines Fehlers am Boden. Ein möglicher neuer Starttermin hätte Ende des Jahres sein können. Am 8. Oktober(öffnet im neuen Fenster) gab die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA jedoch bekannt, dass Starliner in diesem Jahr am Boden bleiben wird.

"Das Team arbeitet derzeit an Möglichkeiten in der ersten Hälfte des Jahres 2022, abhängig von der Bereitschaft der Hardware, dem Raketenmanifest und der Verfügbarkeit der Raumstation" , heißt es im Blog-Eintrag der Behörde.

Astronautischer Aufbruch ins All

Mit Starliner würde es ein zweites Raumschiff geben, das vom amerikanischen Boden aus in den Weltraum aufbrechen könnte. Derzeitige Konkurrenz ist die Crew Dragon vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX. Mit dem Raumschiff sollen auch der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer und drei seiner NASA-Kollegen am 30. Oktober zur ISS aufbrechen.

Für Astronautinnen und Astronauten bestehe außerdem noch eine Startmöglichkeit vom russischen Kosmodrom Baikonur aus. Dieser befindet sich in Kasachstan, von dort aus starten die russischen Sojus-Raketen. Alternativ könnten Raumfahrende auch von China aus ins All gebracht werden. Dies wird aber vermutlich keine Option für amerikanische Raumfahrende sein, da die USA nicht mit den Chinesen zusammenarbeiten wollen.

Boeings Pechsträhne?

Bereits im Dezember 2019 fand der erste unbemannte Testflug von Boeings Starliner-Raumschiff des Typs CST-100 statt. Der Start erfolgte mit zwei Jahren Verspätung und sollte an die ISS andocken. Doch es kam nach der Trennung mit der Oberstufe zu Problemen und während des Fluges traten weitere technische Schwierigkeiten auf, die schließlich zum Missionsabbruch führten.

Der unbemannte Orbital Flight Test-2 (OFT-2) wurde ebenfalls mehrfach verschoben, zuletzt am 3. August. Bei Tests vor dem Start wurden 13 festsitzende Ventile im Servicemodul des Starliners entdeckt, weswegen der Start verschoben wurde. Der Vizepräsident und Programmmanager des Starliner-Programms von Boeing, John Vollmer, erklärt: "Die Sicherheit des Starliner-Raumschiffs, unserer Mitarbeiter und der Besatzungsmitglieder hat für dieses Team oberste Priorität. Wir nehmen uns jetzt die nötige Zeit, um den Prozess zu durchlaufen, damit dieses System bei OFT-2 und allen zukünftigen Starliner-Missionen erfolgreich eingesetzt werden kann."


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