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Boeing 777x: Jungfernflug für das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug

Boeings neues Flugzeug 777X ist erstmals geflogen. Es ist aktuell die größte Passagiermaschine mit zwei Triebwerken und zeichnet sich durch ein besonderes Design bei den Tragflächen aus. Für Boeing war das eine dringend notwendige Erfolgsmeldung.

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Boeing 777x bei Landeanflug: zehn Prozent weniger Treibstoffverbrauch
Boeing 777x bei Landeanflug: zehn Prozent weniger Treibstoffverbrauch (Bild: Boeing)

Endlich mal wieder eine gute Nachricht für Boeing: Die Langstreckenverkehrsmaschine 777x ist erstmals geflogen. Das zweistrahlige Flugzeug hat ein innovatives Flügeldesign. Zuletzt gab es wenig Positives für den krisengeschüttelten Luftfahrtkonzern.

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Die Maschine war in Everett im US-Bundesstaat Washington gestartet und nach knapp vier Stunden wieder gelandet. Der Flug verlief ohne Probleme. In der vergangenen Woche musste der Flug zwei Mal wegen starken Windes verschoben werden. Ursprünglich hatte das Flugzeug schon 2019 fliegen sollen. Technische Probleme hatten den Erstflug jedoch verzögert. Boeing hatte das Flugzeug bereits 2014 vorgestellt. Die ersten Flugzeuge dieses Typs will Boeing nach eigenen Angaben 2021 ausliefern.

Die Boeing 777x ist eine Weiterentwicklung der Baureihe 777. Es gibt sie in den Varianten 777-8 und 777-9, die sich in Größe und Reichweite unterscheiden: Die 777-8 ist knapp 70 Meter lang und bietet Platz für 384 Passagiere, die 777-9 ist 7 Meter länger, so dass 426 Passagiere mitfliegen können. Die Reichweite der 777-8 gibt Boeing mit knapp 16.200 Kilometern an, die größere 777-9 soll 13.500 Kilometer schaffen.

Die Spannweite ist gleich: Sie beträgt am Boden knapp 65 Meter, in der Luft 72 Meter. Damit hat die 777x eine größere Spannweite als die Boeing 747 und ist zu breit für die Standard-Gates auf den Flughäfen. Boeing hat deshalb Flügel aus einem Leichtbau-Verbundwerkstoff entwickelt, deren Spitzen hochgeklappt werden können.

Ein solcher Mechanismus wird bisher nur beim Militär eingesetzt, damit mehr Flugzeuge auf dem Hangardeck eines Flugzeugträgers Platz haben. In der zivilen Luftfahrt ist ein solcher Mechanismus neu. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hatte die Klappflügel 2018 zugelassen.

Die Boeing 777x ist aktuell das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug. Wegen der Flügel aus einem Kohlefaserverbundwerkstoff sowie durch das besonders effiziente Triebwerk, das GE9x von General Electric Aviation, soll das Flugzeug laut Boeing zehn Prozent weniger Treibstoff benötigen und entsprechend auch weniger Schadstoffe emittieren.

Boeing steht derzeit wirtschaftlich nicht gut da: Wegen eines Softwarefehlers waren im Oktober 2018 und im März 2019 zwei Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 abgestürzt. Bei den Unglücken starben 346 Menschen. Der Konzern hat Schwierigkeiten, das Problem in den Griff zu bekommen. Der Bau des Typs wurde im Dezember erst einmal eingestellt. Mitte Januar wurde bekannt, dass das Flugverbot für die 737 Max frühestens Mitte des Jahres aufgehoben wird.

Probleme gab es auch beim ersten Flug des Starliners, der Raumfähre, mit der Boeing-Astronauten zur Internationalen Raumstation fliegen möchten. Deswegen und wegen der Affäre um den 737 Max musste kurz vor Weihnachten Boeing-Chef Dennis Muilenburg gehen. Das alles wirkte sich auch auf das wirtschaftliche Ergebnis aus: 2019 wurden mehr Flugzeuge storniert als bestellt.

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Sharra 28. Jan 2020

Ja, ich denke auf den Standpunkt können wir uns durchaus einigen.

LinuxMcBook 28. Jan 2020

Das veränderte Flügeldesign hat das MCAS überhaupt erst nötig gemacht, da ohne MCAS die...

Dakkaron 28. Jan 2020

"... so we approaced it with the same way that we approach any flight control system...

TigerPixel.DE 28. Jan 2020

Naja, das ist ja Futter für die Satiriker, schließlich ist die 737Max auch in aller Munde.

Sarkastius 28. Jan 2020

davon ist auszugehen.


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